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Eishockey

3:1 gegen Nürnberg - Eisbären bleiben ganz vorn

Die Niederlage in Köln am vergangenen Freitag in Köln war offenbar ein Ausrutscher. Mit einem 3:1-Erfolg bei den Nürnberg Ice Tigers bleibt Meister Eisbären Berlin Spitzenreiter in der Deutschen Eishockey-Liga. Florian Busch und Jeff Friesen schossen den Erfolg heraus.

Björn Barta kommt aus Berlin, und er spielt Eishockey. Das heißt allerdings nicht, dass er ein ausgemachter Kenner des EHC Eisbären ist. „Wir müssen den Anschlusstreffer schaffen, dann kriegen die Angst“, meinte der Stürmer, bevor er mit den Nürnberg Ice Tigers in den Schlussabschnitt gegen die Eisbären ging. Zwar erfüllte sich der Wunsch nach dem Anschlusstreffer relativ schnell, Angst aber machte das den Berlinern überhaupt nicht. Stattdessen schossen sie selbst noch ein Tor und gewannen bei den Franken 3:1 (1:0, 1:0, 1:1).

Bartas Unwissenheit sei ihm verziehen, er verließ Berlin, noch bevor er Profi wurde. Quelle seiner Aussage war ohnehin mehr die Hoffnung, dem Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) übel mitspielen zu können. Der erwies sich allerdings als etwas zu clever – und absolut unwillig, nach der Niederlage am Freitag in Köln (3:5) eine weitere Schmach zu erdulden. „Wir haben ein gutes Tempo gemacht, das war für uns ein gutes Auswärtsspiel“, resümierte Stürmer Stefan Ustorf anschließend.

Aufregend war die Partie nur selten. Nach der frühen Führung durch Florian Busch (8.) und einem guten ersten Drittel der Eisbären folgten längere Phasen der Ereignislosigkeit. Erst eine doppelte Überzahlsituation ermöglichte den Berlinern, die ihre Kräfte nur noch sehr dosiert einsetzten, das zweite Tor durch Jeff Friesen (37.).

Im Bestreben, die eigenen Fans nicht zum sechsten Mal in Serie zu enttäuschen, mühten sich die Ice Tigers durchaus. Sie mussten jedoch feststellen, dass ihre Mittel nicht ausreichten, um den Titelverteidiger nach dem Anschlusstreffer in Überzahl zu verunsichern. Stürmer Adrian Grygiel sagte resignierend: „Wir haben alles versucht.“ Und alles gegeben. Für Kollege Daniel Sevo endete das mit einem Nasenbeinbruch – weil sich ihm Eisbären-Verteidiger Frank Hördler ohne Angst in den Weg gestellt hatte.

Ohne Furcht agierte auch EHC-Torhüter Rob Zepp und nahm Grygiel nach einem Konter die große Chance zum Ausgleich (57.). Auf der anderen Seite traf Jeff Friesen ins leere Tor (60.) und widerlegte Bartas Theorie endgültig.



Erschienen am 15.11.2009

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