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Eishockey

Eisbären verlieren nach der Pause

Auch im Eishockey hinterließ der Tod von Robert Enke seine Spuren. Bevor in Köln das Spiel der Haie gegen den Meister EHC Eisbären gestartet wurde, gedachten die Mannschaften und die Zuschauer dem Fußball-Nationaltorhüter. Bei den Haien kennen sie das Gefühl, einen Mannschaftskameraden zu verlieren. Am 29. Mai dieses Jahres verstarb der Kölner Torhüter Robert Müller im Alter von 28 Jahren. Allerdings zeichnete sich sein Schicksal lange ab, Müller litt an einem Gehirntumor.

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Die Stille vor dem Spiel schlug jedoch bald in das Gegenteil um. Nicht nur, weil die Haie gegen den Titelverteidiger und Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) mit 14 098 Zuschauern mehr Zuspruch erhielten als zuvor in dieser Saison. Sondern vor allem, weil die Kölner mal wieder gewannen.

Anders gesagt: Die Berliner unterlagen mit 3:5 (1:2, 2:0, 0:3).

In Köln herrschte schon so etwas wie Aufbruchsstimmung vor der Partie gegen die Eisbären. Bislang verlief die Saison wenig erfreulich, von Platz eins, den die Haie anfangs belegten, wurden sie durchgereicht bis auf Platz zehn. Zuletzt hatte es gar sechs Niederlagen in Serie gesetzt. Die Länderspielpause der vergangenen beiden Wochen war den Rheinländern willkommen - um den Frust abstreifen und neu starten zu können.

Nur wollten die Eisbären da zunächst nicht mitspielen. Es sah so aus, als gönnten sich die Berliner nach der Pause nicht viel Zeit, um wieder in den beeindruckenden Rhythmus zu kommen, der sie im ersten Viertel der Saison ausgezeichnet hat. Schon nach drei Minuten traf Tyson Mulock zur Führung.

Der anfängliche Eifer der Eisbären, bei denen Constantin Braun nach einer Schulteroperation sein Saisondebüt gab und den gesperrten Angreifer Jeff Friesen ersetzte, erwies sich jedoch als wenig dauerhaft. Stattdessen kamen die Haie besser ins Spiel und drehten selbiges durch Bryan Adams (11.) und Dusan Frosch (15.).

Bis sie sich mit der Situation arrangieren konnte, benötigte die Gäste-Mannschaft von Trainer Don Jackson etwas Zeit. Es wurden viele Pucks verloren, alles wirkte ungeordnet. Ganz so leicht war es für die Eisbären also doch nicht, die Spielpause wegzustecken. Langsam aber fanden sie mehr Sicherheit, Derrick Walser traf zum 2:2 (29.), und wenig später nutzte Richie Regehr ein Überzahlspiel, um die Berliner wieder in Führung zu bringen (31.).

Die Treffer brachten die Routine zurück, ihr Spiel zogen die Eisbären ruhiger und abgeklärter auf. Wie schon so oft in dieser Saison kam irgendwann allerdings etwas Leichtfertigkeit hinzu. Adams wurde, das Tor umkurvend, nicht angegriffen und erzielte so den erneuten Ausgleich (42.). Zwar blieben die Eisbären auch danach spielbestimmend, ein Treffer gelang ihnen allerdings nicht mehr. Dagegen verwertete Stephane Julien ein Überzahlspiel kurz vor Schluss zum 4:3 für Köln (57.). Ivan Ciernik traf zum 5:3-Endstand ins verwaiste Berliner Tor (60.).BM

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