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Eishockey

Eisbären setzen sich an die Tabellenspitze

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Die Berliner Eishockey-Profis von EHC Eisbären haben sich am Donnerstag in Wolfsburg gegen den Pokalsieger durchgesetzt. Die Berliner gewannen mit 4:3 und setzten sich damit an die Spitze der noch jungen Saison der Eishockey-Liga.

Manche Geschichten lassen sich nicht besser ausdenken. Da beklagt sich Trainer Don Jackson am Sonntag noch, dass seine Verteidiger beim EHC Eisbären nach vier Spieltagen in der Saison noch nicht ihre Betriebstemperatur erreicht haben. Seine sonst so treffsicheren Defensivspezialisten hatten es bis dato versäumt, Tore beizutragen. Jacksons Worte durften als Kritik verstanden werden.

Was die Abwehr offenbar nicht auf sich sitzen lassen wollte. Der 4:3 (2:0, 1:1, 1:2)-Sieg in Wolfsburg, mit dem sich die Berliner zumindest vorübergehend an die Spitze der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) schoben, wurde durch einen Verteidiger-Treffer eingeleitet.

Das war nur der eine Teil der Geschichte. Der andere handelt von Marvin Degon, dem Torschützen. Als torgefährlicher Blueliner hatte sich der 26-jährige US-Amerikaner vergangene Saison (14 Tore), seiner ersten in Europa, einen Namen gemacht – im Trikot der Grizzly Adams Wolfsburg. Ausgerechnet gegen seine alten Kollegen traf der Neu-Berliner nun zum ersten Mal für die Eisbären (2.). Sogar in Überzahl, seiner Spezialität.

Jackson war sicher gewesen, dass sich der Torerfolg bei Degon bald einstellen würde. Auf Fragen bezüglich der zunächst ausbleibenden Treffer des Verteidigers reagierte der Trainer des Titelverteidigers zuletzt sogar gereizt. Er nahm den Zugang in Schutz und verwies darauf, dass dieser gut spiele.

In guter Form befindet sich auch Kapitän Steve Walker. Der 36-Jährige steuerte das 2:0 für die Eisbären bei (10.). Damit konnte der Kanadier in jedem Spiel der bisherigen Saison ein Tor erzielen. Besonders schwer haben es ihm die Wolfsburger, immerhin Pokalsieger, allerdings auch nicht gemacht. Sie ließen die Eisbären lange munter kombinieren. Teilweise sah es aus wie im Training.

Größter Unterschied zwischen beiden Mannschaften war die Laufbereitschaft. Wobei die Niedersachsen ein recht flinkes Team sind. „Aber wir müssen das Tempo annehmen, dass die Berliner vorgeben“, sagte Grizzly-Manager Karl-Heinz Fliegauf. Diesen Gefallen tat die Mannschaft ihm aber erst spät. So konnten die Eisbären durch den ersten Saisontreffer von Chris Hahn mit 3:0 in Führung gehen (26.). Eingeleitet hatte dies Sven Felski mit einem ungestörten Lauf über die ganze Eisfläche.

Gefährdet war der vierte Sieg in Folge für die Eisbären damit nicht mehr. Dem 3:1 durch John Laliberte (39.) ließ Travis James Mulock das 4:1 folgen – er war nach Hahn und Degon der dritte EHC-Neuling, der sein erstes Saisontor erzielte (47.). David Sulkovsky (50.) und Sebastian Furchner (59.) nutzen danach noch EHC-Fehler zum Anschluss, ohne den Meister damit wirklich in Bedrängnis zu bringen.

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