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Eishockey

EHC Eisbären startet mit Debakel in die Saison

Das erste Spiel sollte man als so etwas wie die Generalprobe betrachten - denn die muss ja daneben gehen. Unter dieser Prämisse lässt sich mit dem Ergebnis des Auftaktes in die Eishockey-Saison leben: Der EHC Eisbären aus Berlin verlor gegen Kassel Huskies mit 8:3. Ein Debakel.

Die Eisbären sind nicht mehr dieselben. Fünf neue Spieler hat der Meister der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) in seinen Reihen. Für eine Mannschaft, die große Kontinuität gewohnt ist, stellt selbst so eine geringe Anzahl von Zugängen eine Menge an Integrationsarbeit dar. Man muss sich erst finden. Deshalb sagte Kapitän Steve Walker vor dem ersten Spiel der Saison, dass ihm die im unteren Tabellendrittel beheimateten Kassel Huskies als Gegner gelegen kämen. Das würde die Aufgabe zum Auftakt nicht ganz so schwierig machen. Aber da täuschte sich Walker gewaltig. Die Berliner starteten mit einem Debakel, 3:8 (1:1, 1:4, 1:3) hieß es am bitteren Ende.

Am Torhüter lag das deutliche Resultat kaum. Obwohl zwischen den Pfosten ein Mann stand, der eigentlich für die Zweite Liga vorgesehen war. Doch beim Abschlusstraining verletzte sich Rop Zepp, ein Pucktreffer verursachte eine Lungen- und Rippenprellung und verhinderte einen Einsatz. Deshalb aktivierten die Berliner Markus Keller, der zuletzt mit Förderlizenz in Dresden spielte. Wacker schlug sich der 20-Jährige, der vergangene Saison das Tor der Eisbären Juniors hütete. Seine Vorderleute zeigten derweil weniger Interesse, Gegentore zu vermeiden.

Werden die Eisbären auch in dieser Saison wieder Meister?
 
77% Ja.
 
19% Nein.
 
4% Ich weiß nicht.
Gesamt: 1504 Stimmen

Besonders in der Abwehr traten deutliche Abstimmungsprobleme zu Tage. Da die Verteidigerpaare neu formiert sind, verwundert das wenig. So agierten die Eisbären in der Defensive unsicher, Kassel kam relativ einfach zu den Toren. Die Eisbären verteilten Einladungen.

Als Trainer Don Jackson nach dem siebten Gegentreffer durch Ryan Kraft (53.) eine Auszeit nahm und kaum 40 Sekunden später sah, dass auch das nichts nutzte – Sean Tallaire besorgte das 3:8 – holte er Keller bei seinem ersten DEL-Einsatz für einen sechsten Feldspieler aus dem Tor. Vielleicht aus Mitleid.

Der erste Auftritt der Saison zeigte, dass vor dem Titelverteidiger noch eine Menge Arbeit liegt. Wer etwas Positives sehen wollte, der freute sich über das erste DEL-Tor von NHL-Star Jeff Friesen, der in seinem ersten Pflichtspiel für den EHC zum 3:5 traf (44.). Es war einer der wenigen schönen Momente für die Eisbären an diesem ansonsten doch überaus unangenehmen Abend.BM



Erschienen am 04.09.2009

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