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31.08.09

Trotz Sperre

Florian Busch darf für die Eisbären spielen

Der Internationale Sportgerichtshof hat Eishockeyspieler Florian Busch wegen einer verweigerten Dopingprobe bis 2011 gesperrt. Dennoch wird der Profi eine Spiellizenz für den EHC Eisbären erhalten und am Freitag zum Saisonauftakt auflaufen.

© dpa
Eishockey: Florian Busch (EHC Eisbären Berlin)
Dank langwieriger Gerichtsentscheidungen kann Florian Busch für die Eisbären spielen - zumindest vorerst

Am Mittwoch wird die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) die Spielberechtigungen der Profis an die Klubs schicken. Auf der Liste, die der EHC Eisbären erhält, wird auch der Name Florian Busch stehen. Nach jetzigem Stand "spricht nichts dagegen, dass er spielt", sagt Liga-Sprecher Alexander Morel. Busch war am 23. Juni wegen eines verweigerten Dopingtests vom Sportgerichtshof Cas bis zum 21. Februar 2011 gesperrt worden.

Der 24-Jährige hatte den Test im März 2008 zunächst verweigert, ihn wenige Stunden später aber freiwillig nachgeholt. Dennoch wurde gegen ihn einen Dopingsperre verhängt. Busch geht gegen das Urteil vor, beim Schweizer Bundesgericht legten seine Anwälte eine Rechtsbeschwerde ein. Um zu prüfen, ob der Cas überhaupt zuständig war.

Um die Standpunkte beider Seiten einzuholen, setzte das Bundesgericht die Sperre bis Montag aus. Bis es zu einer Entscheidung kommt, wird die Weltantidopingagentur (Wada) nicht die Vollstreckung des Schiedsspruches beim Berliner Kammergericht beantragen, teilte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke mit. Zumal sich das Kammergericht ohnehin mit dem Fall beschäftigen würde, solange das Schweizer Bundesgericht kein Urteil gesprochen hat. Heißt: Busch spielt zunächst, muss aber weiter eine Umsetzung der Sperre fürchten. Tripcke rechnet allerdings nicht damit, dass in diesem Jahr noch eine mögliche Vollstreckung erfolgt.

Freitag in Kassel wird Florian Busch also auflaufen und mit dem EHC in die Saison starten. Diese scheint schon vor dem ersten Bully entschieden. Zumindest, wenn es nach den Trainern geht. Von den 15 Coaches nennen gleich 13 die Eisbären als großen Favoriten. Wenn jemand Spannung in die Liga bringen kann, dann nur die Adler Mannheim, immerhin neun Trainer schreiben dem DEL-Rekordchampion Titelchancen zu.

Quelle: mst
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