EHC Eisbären
Manager Lee will NHL-Star Jeff Friesen behalten
Es ist beim EHC Eisbären die derzeit wohl spannendste Frage: Bleibt Jeff Friesen, der als Probespieler die Saisonvorbereitung bei den Berlinern absolviert? Mannschaftskollegen wie Sven Felski und Stefan Ustorf sind dafür. Und auch bei Manager Peter John Lee zeichnet sich eine Tendenz ab.
Von Marcel Stein
Nach der Rückkehr aus der Schweiz wollte die sportliche Leitung des EHC Eisbären erst einmal wissen, wie die Spieler die Reise mit sechs Testspielen verkraftet haben. Deshalb standen am Montagmorgen Laktaktests an für die Eishockey-Profis. Während die Mannschaft danach ihrer Wege ziehen durfte, musste einer noch bleiben. Manager Peter John Lee hatte Jeff Friesen zum Gespräch gebeten.
Es ist beim EHC die derzeit wohl spannendste Frage: Bleibt Friesen, der als Probespieler die Saisonvorbereitung bei den Eisbären absolviert? Die Antwort darauf lässt sich nach dem Gespräch nicht mit letzter Sicherheit geben. Aber die Tendenz geht eindeutig dahin, dass die Fans in der neuen Saison einen Mann bestaunen dürfen, der fast 1000 Spiele in der NHL bestritten hat.
"Wir hatten ein gutes Gespräch, das ist für mich zunächst das Wichtigste. Ein Angebot habe ich Jeff aber noch nicht unterbreitet", sagt Lee. Die Entscheidung will wohl überlegt sein. Der 33-Jährige konnte in den vergangenen beiden Jahren aufgrund einer Leistenverletzung nicht spielen. Es besteht also das Risiko, ob Friesen wieder zu seiner einstigen Form findet.
Nach dem Gespräch war zumindest klar, dass den Außenstürmer keinerlei Schmerzen mehr plagen und dass er sich gut fühlt - trotz der Belastung in den vergangenen beiden Wochen. Für Lee eine bedeutsame Erkenntnis. "Er ist auch sehr motiviert", sagt der Manager. Einwände der Trainer gegen den früheren Stanley-Cup-Sieger und zweifachen Weltmeister gibt es ebenfalls nicht. "Sie stehen Jeff sehr positiv gegenüber", erklärt. Lee.
In der Mannschaft konnte Friesen ebenso beeindrucken. "Man hat gesehen, dass er ein Großer ist. Jeff hat viele gute Sachen gemacht, ich würde ihn verpflichten", sagt Angreifer Sven Felski. Einer wir Friesen würde die Mannschaft zusätzlich verstärken. Felski denkt, dass der Kanadier mit der Spielpraxis in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) schnell wieder die alte Klasse erreicht.
Auch vom Charakter gäbe es kein Problem. "Menschlich passt er sehr gut in die Kabine", sagt Stürmer Stefan Ustorf. Er glaubt, dass die Eisbären gut genug besetzt sind, um Friesen die nötige Zeit zur Anpassung zu geben. "Noch fehlt ihm der Wettkampf, das merkt man schon", so Ustorf. Aber letztlich spreche die Anzahl von Friesens NHL-Partien für sich: "Das war kein Unfall."
Das weiß auch Lee, genauso ist er "sicher, dass jeder in der Mannschaft gern mit ihm spielen will". Letztlich müsse er aber noch ein paar Gespräche führen mit anderen Entscheidungsträgern im Verein, in denen endgültig geklärt wird, ob Jeff Friesen ein Angebot erhält. Es scheint, als würde sich der Manager dabei für einen Verbleib Friesens bei den Eisbären engagieren.
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
- Trotz Sperre: Florian Busch darf für die Eisbären spielen
- Zwischenfall in Bern: Eisbären-Spieler Weiß bei Schlägerei verletzt
- Neue Saison: Eisbären erreichen Rekord bei Dauerkarten
- EHC Eisbären: Berliner Frank Hördler fällt für drei Wochen aus
- Eishockey: EHC Eisbären gewinnen 9:4 gegen Kassel
- Interview: "Fans sollen sich noch mehr zu Hause fühlen"
-
20:49Festnahme: Toter in Friedrichshainer Bar: Verdächtiger gefass...
-
20:11Piraten-Chef: Wie der "Bundesbernd" Piraten-Amt und Job stemmt
-
19:17Karneval: Kreuzberger Käuze, Kinder und eine lange Karawane
- 1. Live-Ticker Hertha BSC will über Einspruch beraten
- 2. Relegationsspiel Hertha BSC und der Abstieg ohne Gnade
- 3. Relegationsspiel Hertha BSC gibt sich offenbar geschlagen
- 4. Stromerzeugung Solaranlagen liefern so viel Strom wie fast 20 Atommeiler
- 5. Rocker-Kriminalität Hells Angels betrieben eigenen Folterkeller














