Zwischenfall in Bern
Eisbären-Spieler Weiß bei Schlägerei verletzt
Mit einer guten Ausbeute wollte der EHC Eisbären seine Testspiel-Tournee durch die Schweiz beenden. Doch kurz vor der Abreise aus Bern wurden einige Spieler von jungen Männern angepöbelt. Für Stürmer Alexander Weiß endete der Zwischenfall in einem Krankenhaus der Schweizer Hauptstadt.
Es sollte der gemütliche Abschluss einer zehntägigen Dienstreise werden. Also gingen die Spieler des EHC Eisbären am Samstagabend nach dem 4:2 gegen den SC Bern in der Innenstadt der Schweizer Hauptstadt auf Tour. Für Alexander Weiß, Stürmer des deutschen Eishockey-Meisters, endete der Ausflug ins Nachtleben im Krankenhaus. Der Berliner wurde niedergeschlagen und trug eine Gehirnerschütterung davon.
Zugetragen hatte sich der Vorfall kurz nach drei Uhr in der Nacht zum Sonntag. "Im Bereich der Kreuzung Genfergasse/Aarbergergasse kam es zu einer Auseinandersetzung von mehreren Personen. Laut ersten Aussagen sei ein Teil einer ca. 20-köpfigen Sportgruppe aus Deutschland von zwei Männern angepöbelt und dabei einer der Deutschen durch einen Faustschlag niedergeschlagen worden", heißt es im Bericht der Berner Polizei. Alexander Weiß wurde offenbar nach dem Verlassen einer Bar von hinten angegriffen und verlor nach dem Schlag kurzzeitig das Bewusstsein. Danach flüchteten die Tatverdächtigen, konnten von der Polizei aber festgenommen werden. Weiß wurde mit einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht.
Die Kantonspolizei Bern, die einige der EHC-Profis befragte, sucht nun Zeugen, um den Tathergang zu klären. "Es war wohl nur ein einziger Schlag und es ging alles sehr schnell, deshalb hat kaum einer unserer Spieler gesehen, was passiert ist", sagte Eisbären-Manager Peter John Lee, der wegen des Zwischenfalls seine Abreise aus Bern verschieben musste. Während die Mannschaft nach ihrer Testspielreise, die drei Siege und drei Niederlagen einbrachte, bereits am Sonntagmittag aus der Schweiz zurückkehrte, war Lee erst am späten Abend wieder in Berlin.
Alexander Weiß wird am heutigen Montag aus dem Krankenhaus entlassen und tritt dann die Heimreise an. Da er nach der Verletzung noch Ruhe brauchen wird, droht er womöglich zum Saisonstart in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) in elf Tagen auszufallen. Bei den Kassel Huskies könnte auch Jens Baxmann fehlen, der Verteidiger erlitt eine Halswirbelstauchung. Die stammt allerdings von einem harten Check im Spiel gegen den SC Bern.
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