20.02.13

Eishockey

Berliner Eisbären gewinnen 6:2 gegen Nürnberg Ice Tigers

Die Eisbären Berlin haben Nürnberg in einer umkämpften Partie am Ende klar mit 6:2 bezwungen. Damit festigten sie den direkten Play-off-Platz.

Von Marcel Stein
Foto: picture-alliance / City-Press Gb

Frank Hördler erzielte das 1:0 für die Berliner
Frank Hördler erzielte das 1:0 für die Berliner

Gewinnspiele gibt es eine ganze Menge rund um so eine Eishockey-Partie. Das neueste geht so: Mit ein bisschen Glück besteht die Chance, vor dem Spiel auf das Eis zu kommen und die Startaufstellung des EHC Eisbären zu verlesen.

Die Dame, der diese Ehre am Dienstagabend in der O2 World zu teil wurde, absolvierte ihren Part fehlerfrei, dafür aber mit einer sehr piepsigen Stimme, die nicht ganz in Einklag steht mit diesem kraftvollen Sport.

Zu dieser Ansetzung in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) passte es trotzdem, denn bei den Berlinern und ihrem Gegner in der Arena am Ostbahnhof, den Nürnberg Ice Tigers, harmonieren Ansprüche und Ausbeute schließlich auch nicht.

Diesmal traf das besonders auf die Gäste aus Franken zu. Denn der Titelverteidiger zeigte eines seiner konsequenteren Spiele und gewann mit 6:2 (3:1, 1:1, 2:0). In der Tabelle sorgte das für einen kleinen Sprung nach oben von Platz sechs auf Platz vier.

Hohe Investitionen bei den Franken

Vor der Saison gehörten die Eisbären und die Ice Tigers zu den Mannschaften, denen am ehesten der Gewinn der Meisterschaft zugetraut worden ist. Bei den Berlinern gehört das als Seriensieger zum Alltag. Die Nürnberger dagegen hatten zuletzt das Play-off verpasst, doch Geldgeber Thomas Sabo veranlasste das, die Investitionen deutlich zu erhöhen. Um gut eine Million Euro wurde der Etat nach oben geschraubt, so dass die Mannschaft entsprechend verstärkt werden konnte. Dabei bediente sich Nürnberg vor allem in Düsseldorf, holte gleich vier Spieler und dazu den Trainer Jeff Tomlinson.

Der ist längst nicht mehr da. Bedingt auch durch Verletzungen lief nach gutem Start irgendwann gar nichts mehr. An den Ambitionen änderte das nichts, wie die Verpflichtung des Schweden Bengt-Ake Gustafsson als neuen Headcoach zeigte. Der hatte sein Heimatland 2006 zum Olympiasieg und zum Weltmeistertitel geführt, Nürnberg führte er Anfang Januar immerhin zum Sieg (4:3) bei einem Höhepunkt dieser Saison, dem ersten DEL-Spiel unter freiem Himmel, dem Winter Game. Gegner waren damals die Berliner. Seither hat sich an der Situation der Ice Tigers aber wenig verbessert. Statt um den direkten Einzug ins Viertelfinale kämpfen sie verzweifelt um die Teilnahme am Pre-Play-off.

Bei den Berlinern hätte wohl niemand erwartet, dass sie sich strecken müssen, um einen der sicheren ersten sechs Plätze für das Viertelfinale zu erreichen. Doch wie bei den Franken ist das einzig konstante in dieser Spielzeit der stetige Wechsel von Licht und Schatten. Nach der Länderspielpause setzte es gerade auf der Zielgeraden der Hauptrunde eine Niederlage in Augsburg, die den EHC stark unter Druck brachte. Damit ergab sich die Konstellation, dass beide Kontrahenten dringend einen Sieg brauchten. Zumindest einen Teilerfolg konnten die Berliner schon am Nachmittag verbuchen. Stürmer Darin Olver wurde nach der Matchstrafe in Augsburg nur ein Spiel gesperrt, da die Aktion nicht als absichtliches Foul gewertet worden ist. Am Wochenende kann er wieder mitmachen.

Unsicherheit im EHC-Team

Wieder mit dabei war bei den Eisbären Travis Mulock, der wegen eines Innenbandanrisses im Knie fünf Wochen gefehlt hatte. Das entlastete die Personalsituation der Berliner, die sehr engagiert begannen.

Doch in der Mannschaft von Trainer Don Jackson steckt viel Unsicherheit. Dem Überzahltreffer von Frank Hördler (9.) folgte umgehend der Ausgleich von Yasin Ehliz (10.). Danach hatten beide Teams nur das Toreschießen im Kopf, immer wieder wurden die Abwehrreihen komplett aufgelöst, so dass sich die Torchancen hübsch aneinander reihten.

Zum vogelwilden Spiel passte, dass die Berliner nach aggressivem Forechecking in Unterzahl durch Jamie Arniel das 2:1 erzielten (15.) – und nur 19 Sekunden später fast mit einer Kopie das 3:1 durch Mads Christensen (16.).

Mehr Struktur kam allerdings erst in die Partie, als Matt Foy nach einem Solo das 4:2 für den EHC erzielte (35.). Zuvor unterliefen den Eisbären einige Schnitzer in der Abwehr, es war schon etwas Glück dabei, dass Patrick Reimer nur der zwischenzeitliche Anschluss (22.) gelang.

Als Tyson Mulock leicht bedrängt das 5:2 erzielte (42.), übernahmen die Berliner endgültig die Kontrolle in der Partie und brachten den Vorsprung mit einem Treffer von Travis Mulock (57.) sehr souverän über die Zeit. Die Frage ist nur, ob die Eisbären so einen Erfolg auch mal bestätigen können.

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