18.02.13

Eishockey

Berliner Eisbären rutschen auf Platz sechs ab

Mit dem 2:3 in Augsburg ist der Fehlstart des Titelverteidigers EHC Eisbären in die Endphase der Hauptrunde perfekt.

Foto: picture alliance / Augenklick/Ra
Darin Olver fehlt den Eisbären nach einer Matchstrafe im Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers
Darin Olver fehlt den Eisbären nach einer Matchstrafe im Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers

Der Manager weiß noch, wie man gewinnt. Mit ein paar früheren Profis des EHC Eisbären war Peter John Lee am Wochenende in Garmisch-Patenkirchen beim Teich-Eishockey-Cup. Er und die Eisbären Allstars holten sich den Cup, danach rauschte der Kanadier in das nicht allzu weit entfernte Augsburg.

Dort spielte die aktuelle Profitruppe in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Bei der nahm Lee dann umgehend eine ungewohnte Position ein: Er ging als Co-Trainer auf die Spielerbank. Geholfen hat es nicht, die Berliner unterlagen den Panthern 2:3 (0:1, 1:2, 1:0).

Lees Ausflug auf die Bank stellte keinen Misstrauens-Beweis für Trainer Don Jackson dar, der eigentliche Co-Trainer Vince Malette fehlte kurzfristig wegen Krankheit. So durfte Lee hautnah miterleben, wie seine Spieler wichtige Plätze in der Tabelle verspielten.

Als Dritter war der Titelverteidiger in das Wochenende gegangen, gegen den Letzten, die Düsseldorfer EG, reichte es dann nur zu zwei Punkten beim 5:4 nach Penaltyschießen. In Augsburg gab es gar keine Zähler, während die Konkurrenz fleißig punktete. Nach dem Wochenende finden sich die Berliner plötzlich auf Rang sechs wieder. Und Augsburg, das auf dem siebten, nicht mehr direkt ins Viertelfinale führenden Platz liegt, ist auch nur noch fünf Zähler entfernt.

Alles in allem verliefen die vergangenen Tage also sehr konträr zu dem, was die Eisbären wollen – nämlich Platz drei nach der noch acht Spiele andauernden Hauptrunde. In Augsburg musste Jackson zunächst einmal auf Laurin Braun verzichten, der sich mit Leistenproblemen abmeldete.

Dafür stellte er auf Bewährtes um und ließ Florian Busch im Gegensatz zum Experiment vom Freitag wieder mit Darin Olver und Barry Tallackson auflaufen. Olver hatte zwei Tage zuvor noch die vielen Gegenstöße, die die Berliner zulassen, moniert. In Augsburg dauerte es nur gut sechs Minuten, bis erneut ein Konter zum Rückstand führte: Chad Bassen traf zum 1:0. "Das passiert derzeit einfach zu häufig", sagte Kapitän André Rankel.

Fragwürdige Strafe für Olver

In diesem Spiel zumindest unterlief das den Berlinern kaum noch, gegen die aggressiven Schwaben konnten sich die Eisbären trotzdem nur selten in Szene setzen. Sie hatten wenig Platz zum Kombinieren. Noch schwerer wurde es, als Olver mit einer fragwürdigen Matchstrafe vom Eis musste (28.). In der fünfminütigen Unterzahl fiel das 2:0 für Augsburg durch Stephen Werner (29.). Als Justin Forrest auf 3:0 erhöhte, indem er EHC-Verteidiger Jens Baxmann anschoss (39.), schien das Spiel bereits verloren.

Trotzdem wurde es noch einmal eng, erst verkürzte Rankel auf 1:3 (40.), später traf Julian Talbot noch zum 2:3 (56.). Mit etwas Glück wäre sogar noch ein Punkt möglich gewesen, denn die Eisbären trafen dreimal an den Pfosten. Allerdings hatten die Eisbären dennoch häufig Probleme, sich gegen die Abwehr der Gastgeber durchzusetzen.

Nach der Länderspielpause begann der Start in die Endphase der Hauptrunde für die Berliner also mit einem deutlichen Rückschritt. Der darf nicht mehr größer ausfallen, denn sonst droht das Pre-Play-off. Zu Gute kommt den Eisbären allerdings, dass sie fünf der letzten acht Partien daheim austragen können. Die nächste folgt schon am Dienstag gegen die Nürnberg Ice Tigers (19.30Uhr, O2 World).

Quelle: BM
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Unglück in Moskau Total-Chef stirbt bei Kollision mit Schneepflug
Afghanistan Terroranschlag in Kabul auf Armeebus
Ukraine Panik bei Pressekonferenz in Donezk nach Explosion
DJ Hardwell Holländer zum zweiten Mal bester DJ der Welt
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Lichterglanz

Berlin erstrahlt beim "Festival of Lights"

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote