15.02.2013, 23:05

Eishockey Olver rettet die Eisbären im Penaltyschießen


Darin Olver (l.) gelang der entscheidene Treffer

Foto: Britta Pedersen / picture alliance / dpa

Gegen Schlusslicht Düsseldorfer EG haben sich die Eisbären schwer getan. Erst in der Verlängerung setzte sich der Titelverteidiger durch.

Sie haben eine Mission, die Eisbären. Die fällt momentan etwas kleiner aus als sonst, Platz drei nach der Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), das ist das aktuelle Ziel des Rekordmeisters. Doch selbst das dürfte in den verbleibenden neun Spielen nur mit größter Mühe erreicht werden. Das zeigte der Beginn des Endspurts nach der Länderspielpause. Die Berliner setzten sich daheim vor 14.100 Zuschauern gegen den Tabellenletzten Düsseldorf erst nach Penaltyschießen mit 5:4 (1:0, 1:2, 2:2, 0:0, 1:0) durch und rutschten auf Platz vier ab.

Die Eisbären taten sich von Anfang an schwer, die neuen Reihen, die Trainer Don Jackson formiert hatte, fanden wenig überraschend nicht zu vollendeter Harmonie. Selbst gegen das Schlusslicht reichte es so nicht, um ein dominantes Spiel aufzuziehen. Die Düsseldorfer sind ohnehin immer für eine Überraschung gut. In Berlin gelang es ihnen, dass die großen Unterschiede zwischen den Budgets und Ansprüchen im Vergleich zu den Eisbären auf dem Eis keinen Ausdruck fanden.

In die Verlängerung gerettet

Dennoch ging der EHC in Führung, Constantin Braun hatte mehr aus Verlegenheit abgezogen (16.). Die Abstimmungsprobleme wurden dadurch nicht weniger, das Spiel des EHC kam nur selten in Fluss. Beim Aufbau stimmten die Pass- und Laufwege nicht. Wie üblich führte dies zu Kontern, einen davon nutzte Colin Long zum Ausgleich (27.). Der stürzte den EHC in eine kurze Phase der Konfusion, was letztlich in einen Rückstand mündete: Carl Ridderwall traf nur zwei Minuten später zum 2:1 für die DEG (29.).

Dieses Resultat brachte die Berliner Vorsätze ins Wanken, offenbar waren sich die Spieler dessen bewusst und sammelten sich. Ein schöner Spielzug bescherte Corey Locke sein erstes DEL-Tor (33.). Mark Katic brachte die Berliner nach einem weiteren guten Angriff wieder in Führung (47.). Doch die Eisbären sind nach zwei Dritteln der Saison noch immer nicht gefestigt, ein krasser Abwehrfehler gestattete Travis Turnbull den erneuten Ausgleich zum 3:3 (50.). Und Ridderwall gelang sogar das 4:3 für die DEG (55.). Ein Treffer von Florian Busch (58.) rettete die Berliner dann in die Verlängerung und Darin Olver sicherte den schmeichelhaften Sieg im Penaltyschießen.

(ste)
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