25.01.13

DEL-Titelverteidiger

Große Personalsorgen vor den Topspielen bei den Eisbären

Nach dem jüngsten Aufschwung steht der Meister bei den Heimpartien gegen Köln und Hamburg am Wochenende vor großen Herausforderungen

Foto: Bongarts/Getty Images

Travis James Mulock (links) ist einer von sieben Spielern beim Meister, die am Donnerstag beim Training fehlten
Travis James Mulock (links) ist einer von sieben Spielern beim Meister, die am Donnerstag beim Training fehlten

Auf der einen Seite des Eises trainierte ein Häuflein Eishockeyprofis eifrig das Kombinationsspiel, eine normale Sache. Auf der anderen Seite des Eises trainierte ein weiteres Häuflein Eishockeyprofis eifrig das Kombinationsspiel, soweit auch ganz normal. Auf der Bank ist derzeit alles verwaist, und das ist nicht normal, weil eine Mannschaft üblicherweise über so viele Spieler verfügt, dass bei solchen Übungen immer ein paar auf der Bank ausharren müssen.

Der EHC Eisbären allerdings ist mit Personal so eng bestückt im Augenblick, dass niemand für die Bank übrig war. In Anbetracht der bevorstehenden Aufgaben gab daher Trainer Don Jackson einen kleinen Einblick in seine Fähigkeiten: "Ich kann passen, aber mit dem Laufen klappt es nicht so gut."

Wenn er ehrlich zu sich selbst ist, kann der Trainer Don Jackson solche Typen wie den Spieler Don Jackson nicht gebrauchen. Über das Laufen definiert sich nämlich das Spiel der Eisbären. Ein Comeback des 56-Jährigen ist also ausgeschlossen. Aber das ist auch schon so ziemlich das einzige, was gerade sicher zur aktuellen Aufstellung zu sagen ist. "Wer am Freitag spielt? Ich weiß es nicht", so der US-Amerikaner. Vier seiner Profis fallen definitiv aus, bei dreien besteht noch die kleine Hoffnung, dass sie ihre Handicaps überwinden können. Ein paar Spieler sind zudem erkältet.

Auswärtsschwäche überwunden

Jede Hilfe wäre dem Trainer willkommen. Die Mannschaft hat sich gerade gefangen und ihre Auswärtsschwäche überwunden, nun kommen mit den Kölner Haien (Freitag, 19.30 Uhr, Laola1.tv) und den Hamburg Freezers (Sonntag, 14.30 Uhr, jeweils O2 World) der Zweite und der Dritte der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nach Berlin zum Vierten. Nach dem Aufschwung droht also schon wieder Ernüchterung – so wie in der ganzen Saison bisher. Obwohl Jackson das von sich weg schiebt. "Auf der Speisekarte für morgen stehen trotzdem drei Punkte", sagt er.

Dazu hat er intern klare Ansagen gemacht. Es werden nach längerer Zeit wieder Nachwuchsspieler wie Thomas Supis, Henry Haase und Max Faber ins Team rutschen. "Ich erwarte von ihnen, dass sie sich den Hintern aufreißen", so der Trainer. Außerdem verlangt Jackson von seiner Mannschaft, "defensiv sehr gut und mental sehr stark zu spielen". Beides sind Dinge, die schon mit voller Kapelle nur selten funktionierten.

Quelle: ste
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