21.12.12

Eishockey

Berliner Eisbären siegen gegen die Kölner Haie

Der Titelverteidiger beendete gegen das aktuell zweitbeste Team der DEL eine Serie von fünf Niederlagen auf fremdem Eis mit einem 4:1.

Foto: dpa

Der sonst unauffällige NHL-Star Daniel Briere schoss für die Berliner Eisbären in Unterzahl das 4:1
Der sonst unauffällige NHL-Star Daniel Briere schoss für die Berliner Eisbären in Unterzahl das 4:1

Manchmal ist alles so einfach. "Aggressiv nach vorn, hinten sicher stehen, den Gegner in der neutralen Zone abfangen, dann ist alles kein Problem", lautete die Marschroute, die Constantin Braun am Freitagabend in der ersten Pause für den EHC Eisbären ausrief. Da stand es 2:1 für die Berliner, die gerade bei den Kölner Haien vorspielten, dem aktuell zweitbesten Team der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Zuletzt allerdings scheiterten die Eisbären, ihres Zeichens Titelverteidiger, beständig daran, Marschrouten umzusetzen, so dass die Worte des Verteidigers nicht gerade viel Vertrauen erweckten.

Doch bei den Berlinern war diesmal etwas anders. Stürmer Florian Busch beschrieb das so: "Wir spielen kein Schnickschnack wie in Wien." Dort zeigten die Eisbären im Viertelfinale der European Trophy wenig Engagement gegen die Vienna Capitals und verloren 2:3. An Leidenschaft mangelte es dem Meister gegen die Haie nun erwartungsgemäß nicht, das machte es möglich, die Linie durchzuziehen und tatsächlich problemlos zu gewinnen. Vor 15.234 Zuschauern setzte sich der EHC mit 4:1 (2:1, 1:0, 1:0) durch und kletterte in der Tabelle auf Rang sechs.

Team tags zuvor verbal in die Pflicht genommen

Das war sicher genau die Reaktion, die Trainer Don Jackson erwartet hatte. Der US-Amerikaner nahm sein Team tags zuvor verbal in die Pflicht, sprach davon, dass er keine Emotionen gesehen habe in den vergangenen Spielen. Es sah schon danach aus, als wollten die Spieler das umgehend widerlegen. Selbst der ehemalige EHC-Profi und jetzige Haie-Stürmer Alexander Weiß stellte fest: "Die haben sich offenbar etwas vorgenommen."

Von Beginn an demonstrierte der Titelverteidiger seinen Willen, nach insgesamt fünf Auswärtsniederlagen in Folge mal wieder mehr zu tun, als nur Reisekosten anzuhäufen. Wie Braun es vorgab, wurde aggressiv nach vorn gespielt und hinten gut gestanden. Die Partie ging so zunächst in eine Richtung – das Tor fiel jedoch nicht für, sondern gegen die Eisbären.

Köln kam kaum mehr zu anständigen Angriffen

Etwas unvermittelt traf Charlie Stephens mit einem verdeckten Schuss zur Kölner Führung (9.). Doch Mads Christensen erzielte nur 25 Sekunden später den Ausgleich, als er aus der Drehung schön in den Winkel abzog (10.). Das Spiel des EHC verlor danach an Rhythmus, viele Strafen auf beiden Seiten waren der Grund. Doch dank eines starken Forechecking von Laurin Braun, der gegen drei Kölner den Puck eroberte, konnte Christensen die Führung die Eisbären markieren (20.).

Mit dem Vorsprung fanden die Berliner noch besser in ihr System, sie spielten genau so, wie Braun es gesagt hatte. Köln kam kaum mehr zu anständigen Angriffen, während der EHC durch Jim Sharrow zum 3:1 traf (28.). Da viele Chancen aber nicht genutzt wurden, blieben die Haie in Schlagdistanz. Besonders gefährlich wurde das, weil die Eisbären im Schlussabschnitt immer wieder auf die Strafbank mussten. Und es drohte fast, dass sich die Ereignisse wiederholen. Denn die letzten Auswärtsauftritte in der DEL verlor der Meister alle in den letzten Minuten.

Doch in Köln gelang es, die Partie "zu komplettieren", wie Trainer Jackson es gefordert hatte. Die Mannschaft kämpfte permanent, auch um den häufigen Nachteil der Unterzahl zu kompensieren. Ihr gelang durch den sonst unauffälligen NHL-Star Daniel Briere sogar in Unterzahl das 4:1 (49.). Damit endete die Niederlagenserie auf fremdem Eis genau dort, wo die Berliner vor gut einem Monat zuletzt gewonnen hatten.

Quelle: BM
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