18.11.12

Eishockey

Berliner Eisbären melden sich mit Gala in Köln zurück

Die Eisbären Berlin haben dank einer überzeugenden Abwehrleistung das Spitzenspiel in der Deutschen Eishockey-Liga gewonnen.

Foto: picture alliance / dpa

Was immer die Kölner unternahmen, um das Spiel noch zu drehen, endete spätestens bei Eisbär Rob Zepp, der mit überragenden Paraden die ohnehin exzellente Mannschaftsleistung krönte
Was immer die Kölner unternahmen, um das Spiel noch zu drehen, endete spätestens bei Eisbär Rob Zepp, der mit überragenden Paraden die ohnehin exzellente Mannschaftsleistung krönte

Am Freitag hatten die Berliner Eisbären noch gegrübelt, wie in aller Welt sie gegen Krefeld hatten verlieren können. Keine 48 Stunden später war alle Nachdenklichkeit wie weggefegt. Mit großem Kampf und Einsatz stürzte der Meister aus Berlin Tabellenführer Köln, schlug am Sonntag die Haie vor 12.784 Zuschauern in eigener Halle 3:0 (0:0, 3:0, 0:0).

Im Vergleich zum Freitag präsentierten sich die Eisbären gleich von Beginn an ungleich spritziger, obwohl Coach Don Jackson auf seinen NHL-Star Claude Giroux verzichten musste. Der hatte sich gegen die Pinguine am Hals verletzt. Jackson hatte vor dem ersten Bully gefordert, nach dem Negativerlebnis "schnell zurückzukommen". Dem entsprechend agierte sein Team.

Die Spieleröffnungspässe kamen härter und genauer, zum anderen knüpfte die Reihe mit Darin Olver, der nach seiner Hüft-OP am Freitag sein erstes Saisonspiel bestritten hatte, viel mehr an gute, alte Zeiten an. Die ersten Chancen hatten seine Außen Florian Busch und Barry Tallackson in der sechsten Minute.

Dass es nach dem ersten Drittel noch 0:0 stand, lag an beiden Torhütern. Ex-Eisbär Youri Ziffzer im Kasten der Haie rettete in der Folge gegen Olver, sein Gegenüber Rob Zepp gegen Andreas Falk. In der 13. Minute setzte Felix Schütz für die Gastgeber einen Penalty gegen den Pfosten.

Rankel eröffnet die Gala

Als Matthew Foy gleich zu Beginn des zweiten Drittels auf der Strafbank saß, hätte es im Berliner Tor eigentlich einschlagen müssen. Die letzte von drei Großchancen der Haie vereitelte Zepp gegen Alex Weiß. Kaum war die Strafe überstanden, ging es in die andere Richtung. Andre Rankel zog mit allem, was er hatte, von der blauen Linie ab und traf zum 1:0 (23.). Wenig später flog Jens Baxmann in einen Pass von T.J. Mulock, gleich darauf dann in die Bande, der Puck aber ins Tor (27.). Die Eisbären führten 2:0.

Den Plan Rankels umzusetzen, "jetzt weiter unser Spiel durchzuziehen", war dann nicht ganz so einfach. Die Hausherren, als souveräner Tabellenführer einen solchen Rückstand nicht gewohnt, erhöhten den Druck. Aber die Eisbären hielten dem Ansturm auch dank Zepp stand und orientierten sich wieder nach vorn. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts ließ dann Daniel Briere, der zweite NHL-Star der Eisbären, sein Können aufblitzen. Mit der Scheibe hinter dem gegnerischen Tor passte er genau in dem Moment und mit dem Tempo zu Laurin Braun, dass der sich nur noch bedankte und es 3:0 stand (39.).

"Wenn die anderen das erste Tor geschossen hätten, hätte es vielleicht auch anders laufen können", sagte der Torschütze des dritten Tores. "Wir haben dann den Schub nach dem ersten Tor sehr gut genutzt und gut gespielt." Zu Beginn des Schlussdrittels hatten die Berliner die bis dahin größte Krise zu überstehen. Rankel und Foy saßen auf der Strafbank, 1:24 Minuten mussten drei Berliner Feldspieler gegen fünf der Haie bestehen.

Jacksons Team gelang auch das. Und was immer die Kölner dann unternahmen, um das Spiel noch zu drehen, endete spätestens bei Rob Zepp, der mit überragenden Paraden die ohnehin exzellente Mannschaftsleistung noch krönte. BMO

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