16.11.12

Eishockey

Pinguine verderben Berliner Eisbären die Party-Stimmung

Die Eisbären haben in der ersten Partie nach der Länderspielpause eine Heimniederlage kassiert. Gegen die Krefeld Pinguine unterlagen sie 3:4.

Foto: Massimo Rodari

Die Eisbären benötigten vor 14.100 Zuschauern etwas Anlaufzeit, um in die Partie zu kommen
Die Eisbären benötigten vor 14.100 Zuschauern etwas Anlaufzeit, um in die Partie zu kommen

Es war alles für eine große Eishockey-Feier gerichtet. Das erste Heimspiel seit knapp vier Wochen, ein mit 14.100 Zuschauern ausverkauftes Haus, das erste Saisonspiel von Center Darin Olver nach seiner Hüftoepration im Sommer, Florian Busch und Frank Hördler wurden für ihr 501. Spiel im Eisbären-Trikot geehrt, und EHC-Legende Hartmut Nickel feierte an der Bande seinen 68. Geburtstag.

Aber die Krefeld Pinguine wollten nicht mitfeiern. Die Eisbären verloren am Freitagabend 3:4 nach Verlängerung (1:2, 1:0, 1:1, 0:1).

Die Berliner hätten gewarnt sein müssen. Die Krefelder waren nicht nur mit NHL-Star Christian Ehrhoff angereist, sondern auch als Team, das zuvor mehr Punkte auswärts als zu Hause geholt hatte. Und so musste Eisbären-Torhüter Sebastian Elwing – Rob Zepp musste mit einem Magen-Darm-Infekt passen – schnell hinter sich greifen.

Erst verlor Julian Talbot vor Elwings Tor die Scheibe, Krefelds Andreas Driendl bedankte sich mit dem 0:1 (5.). 39 Sekunden später übersahen die Eisbären Herberts Vasiljevs. Als der den Puck direkt vor dem Tor bekam, ließ er Elwing keine Chance – 0:2. Der Beginn einer Party sieht anders aus. Andererseits hatte der Abend ja gerade erst begonnen.

Zu viele Chancen verpasst

In der Folge spielten die Hausherren durch Strafen der Gäste vermehrt in Überzahl. Gleich die erste nutzte T.J. Mulock zum 1:2 (9.), weitere Großchancen blieben vorerst ungenutzt. Erst im zweiten Drittel schlenzte Talbot den Puck aus Nahdistanz zum 2:2 unter die Latte (29.). In den Minuten danach sah es so aus, als wäre der Führungstreffer der Eisbären nur eine Frage, aber die Gäste brachten das Remis in die zweite Pause. Zumindest sei man "nach dem Fehlstart zurückgekommen und unser Forechecking ist viel besser", sagte Daniel Blaire, einer der beiden NHL-Stars der Berliner. Es gelte, "weiter Chancen herauszuspielen".

Der Wille dazu war erkennbar. Jetzt stand Elwings Gegenüber, Krefelds Torwart Scott Langkott, im Mittelpunkt. Gegen den zweiten Treffer des Abends von T.J. Mulock war er machtlos, der traf aus zwei Metern zum 3:2 (43.). Fünf Minuten vor dem Ende glich Boris Blank nach einem erneuten unnötigen Scheibenverlust von Talbot zum 3:3 aus. In der Verlängerung hatte Rückkehrer Olver die größte Chance, die Partie zu entschieden. Er verfehlte aber das leere Tor. Auf der anderen Seite endete die Party-Stimmung 17 Sekunden vor dem Ende, als Francois Méthot die Heim-Niederlage besiegelte.

Am Sonntag müssen die Eisbären zum souveränen Tabellenführer nach Köln.

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