Persönliche Gründe
Eisbären trennen sich von Verteidiger Nicholas Angell
Sein Vertrag läuft eigentlich noch bis 2013 - doch aus persönlichen Gründen verlässt Nicholas Angell schon vorzeitig den Eishockeymeister.
Kommende Woche beginnt das Training beim EHC Eisbären wieder, der deutsche Eishockeymeister steigt früh in die Vorbereitung ein, weil bereits in zwei Wochen die ersten Partien der European Trophy auf dem Programm stehen. Und eigentlich dachte Manager Peter John Lee, soweit alles erledigt zu haben mit den Zugängen Mark Katic und Matt Foy. Ganz unverhofft aber sieht sich Lee mit einem Problem konfrontiert. Nick Angell gehört ab sofort nicht mehr zum Kader.
Der Manager klingt immer noch so, als müsse er das selbst erst verarbeiten. "Nick hat uns aus persönlichen Gründen gebeten, seinen Vertrag nicht erfüllen zu müssen. Das hat uns sehr unvermittelt getroffen", sagt Lee. Kürzlich erst hatte er noch mit dem Defensivspieler über dessen Sommertraining gesprochen. "Alles war im grünen Bereich", so Lee. Doch offenbar veränderte sich die Lage zuletzt sehr schnell. Der 32-jährige US-Amerikaner war seit vielen Jahren mit einer Berlinerin aus Hohenschönhausen liiert, die er in den USA an der Universität kennengelernt hat. Offenbar hat das Paar sich getrennt, und Angell sieht sich daher wohl nicht mehr in der Lage, weiter bei den Eisbären zu spielen, an die er noch eine weitere Saison gebunden war. Wie es bei dem sympathischen Verteidiger nun weitergeht, ist offen. Angebote habe er keine, sogar ein Karriereende wäre denkbar.
So schmerzlich alles sein mag für Angell, auch die Eisbären müssen nun nach Alternativen suchen. Angell, der im vergangenen Sommer aus Russland nach Berlin gewechselt war, ist ein erfahrener Profi und mit Richie Regehr (Schweden) der zweite herbe Verlust in der Abwehr. Zum einen will sich Lee nun nach Ersatz umschauen, zum anderen stehen mit Dominik Bielke, Thomas Supis und Henry Haase auch einige jungen Verteidiger im Kader, die sich über mehr Eiszeit freuen.















