Eisbären
So feierten die Berliner ihren Eishockey-Meister
Bereits nach der Rückkehr vom entscheidenden 4:2-Sieg in Düsseldorf hatten die Fans die Eisbären hochleben lassen. Doch heute ist der große Meistertag. Tausende feierten den vierten Meistertitel mit einem Autokorso durch die Stadt, Berlins Regierender Bürgermeister empfing das Team und am Abend stieg die große Party in der O2 World.
"Hey, wir wollen die Eisbären sehen!" erschallt gegen 15 Uhr der Schlachtruf der EHC-Fans vor der Roten Rathaus. Aber die Deutschen Meister kommen nicht. Noch nicht. Stattdessen erscheint erst mal Klaus Wowereit, Berlins Regierender Bürgermeister, und schüttelt Hände. Applaus und "Wowi"-Rufe für den Regierenden. Die Fans sind gut drauf. Viele haben schon ein, zwei Flaschen Bier getrunken. Fast alle stecken in riesigen Eisbären-Trikots. Fahnen schwenken. Eisbär-Schals wehen. Als dann endlich die Mannschaft kommt, ist die Stimmung fast wie in der Arena.
Zum vierten Mal ist der EHC Eisbären in den vergangenen fünf Jahren Deutscher Meister geworden und das wurde am Sonnabend in Berlin kräftig gefeiert. Im Schneckentempo hatte sich zunächst ein Autokorso mit 260 Wagen die Straße unter den Linden runter Richtung Brandenburger Tor geschoben. Die Spieler thronten dabei cool mit Sonnenbrillen in silberfarbenen Mercedes Cabrios – wie Gewinner eben. Und rund 4000 Fans begleiteten sie, machten Fotos, jagten nach Autogrammen oder wollten einfach nur mal ihren Stars die Hand geben.
Am Roten Rathaus gratulierte Wowereit den Spielern, Trainer Don Jackson und dem Management zur Meisterschaft. Berlin habe bewiesen, dass es eine echte Sportmetropole geworden sei, sagte der SPD-Politiker. Dabei seien die Eisbären zu einem Gesamtberliner Verein geworden. Wowereit lobte die Erfolge als das stolze Ergebnis einer jahrelangen, kontinuierlichen Arbeit. Mit Blick auf die neue Arena am Ostbahnhof meinte er, der Titel in diesem Winter sei in einer großartigen Halle vor einer begeisterungsfähigen Kulisse gewonnen worden. Der Regierende Bürgermeister empfing auch die Eisladies des OSC Berlin, die ebenfalls deutscher Meister wurden.
Vor der O2 World stieg dann am Abend die große Abschlussparty. Dort hatte die Mannschaft schon am Donnerstag nach der Rückkehr vom entscheidenden 4:2-Sieg in Düsseldorf ihren Fans den Meisterpokal präsentiert. Die meisten Spieler verabschieden sich am Sonntag in den Urlaub. Für Sven Felski, Frank Hördler und André Rankel steht noch die am Freitag in Bern beginnende Weltmeisterschaft auf dem Programm. Die Eisbären verlassen werden der nach Mannheim zurückkehrende Nathan Robinson, Torhüter Youri Ziffzer, der nach Hannover geht und Mark Beaufait, der seinen Abschied angekündigt hat.
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