16.12.08

Eishockey

Eisbären verlieren gegen DEG Metro Stars

Das Eis drohte zu schmelzen, so viel Leidenschaft legten die Spieler der EHC Eisbären am Dienstag in der 02 World an den Tag. Geholfen hat es gegen die DEG Metro Stars jedoch nichts: Nach Penaltyschießen unterlagen die Berliner mit 3:4. Und verbesserten sich trotzdem in der Tabelle.

Von Marcel Stein

In eine Arena wie der O2 World gehört natürlich eine so genannte Kiss-Cam. Zwar dauerte es etwas, bis die Veranstalter dieses neue Element realisieren konnten, seit ein paar Wochen aber werden in den Pausen der Spiele des EHC Eisbären öfter Bilder von Paaren, umrahmt von einem Herz auf dem Videowürfel eingeblendet. Anfangs reagierten die Auserwählten etwas zögerlich, inzwischen aber ist mancher Kuss so leidenschaftlich, dass das Publikum begeistert mitgeht.

Noch mehr Leidenschaft zeigten die 13.400 Besucher am Dienstag in der Arena während des Spiels gegen die DEG Metro Stars. Sie wurde am Ende nicht ganz belohnt, völlig vergeblich war sie indes auch nicht. Zwar verlor der EHC Eisbären in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) mit 3:4 (0:0, 1:3, 2:0, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen und kassierte die dritte Heimniederlage in der elften Partie vor eigenem Publikum. Doch der eine Punkt reichte immerhin, um auf Platz zwei der Tabelle vorzustoßen.

Die Nachricht, dass bei den Düsseldorfern Stammtorhüter Jamie Storr für mehrere Wochen verletzt ausfällt (Innenbandanriss), schien die Aussichten der Mannschaft von Trainer Don Jackson auf den vierten Sieg in Folge zunächst zu erhöhen. Schließlich stand in Berlin nun der 23-jährige Jochen Reimer im DEG-Tor, der zuvor gerade 13 Minuten eingesetzt worden war.

Als Vorteil erwies sich das für die Eisbären allerdings nicht. Düsseldorf war in der Defensive sehr gut organisiert und verstellte den Berlinern geschickt die Schusswege. Reimer bekam lange Zeit wenig zu tun. Auch offensiv boten die Gäste einiges, es entwickelte sich ein sehr schnelles Spiel, in dem die DEG trotz Unterzahl durch Evan Kaufmann in Führung ging (21.). Richie Regehr glich bald darauf aus (25.), eine Spieldauerstrafe für Daniel Weiß (29.) brachte die Berliner jedoch erneut ins Hintertreffen. Die anschließende fünfminütige Unterzahl nutzten die Gäste aus Düsseldorf eiskalt zu zwei Toren durch Rob Collins (30.) und Evan Kaufmann (33.).

Daraufhin erhöhten die Berliner noch einmal das Tempo und bekamen die DEG zunehmend besser in den Griff. Resultat: Der Anschlusstreffer von André Rankel (43.). DEG-Torhüter Reimer geriet nun immer stärker in Bedrängnis, hielt aber stark. Gegen den Schuss von Deron Quint kurz vor Ende der regulären Spielzeit zum 3:3 war Reimer jedoch machtlos (57.).

Die Eisbären retteten sich damit in die Verlängerung, die ebenso aufreibend war wie das Drittel zuvor. Da jedoch kein weiterer Treffer fiel, ging das Spiel ins Penaltyschießen. Dort verfehlten alle drei Berliner, während EHC-Torhüter Rob Zepp von Daniel Kreutzer überwunden wurde. Auf die Revanche müssen die Eisbären derweil nicht lange warten: Am Freitag sind sie zu Gast in Düsseldorf.

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