Berlin-Marathon
Vorjahressieger Makau fordert Gebrselassie heraus
Eineinhalb Wochen vor dem Berlin-Marathon ist das Starterfeld um einen weiteren Hochkaräter gewachsen. Vorjahressieger Patrick Makau wird auch bei der 38. Auflage des Traditionslaufs durch die Hauptstadt an den Start gehen. Auch bei den Frauen startet ein Top-Feld.
Beim 37. Berlin-Marathon mussten die Teilnehmer dem Regen davonlaufen. Bis zum Schluss bestimmte das Schmuddelwetter das Rennen.
Im vergangenen Jahr konnte Patrick Makau gar nicht genug bekommen von Berlin. Nachdem der Kenianer den 37. Berlin-Marathon gewonnen hatte, blieb er gleich noch eine Woche lang als Tourist in der Hauptstadt. "Zoo und Olympiastadion muss ich auf alle Fälle anschauen", kündigte er damals an. Der 26-Jährige wird sich also ganz gut auskennen, wenn er zur 38. Auflage des Rennens am 25. September wieder am Start sein wird. Denn in Vorjahressieger Makau wird an jenem Sonntag eine weitere große Attraktion dabei sein, wie die Organisatoren am Mittwoch verkündeten.
Der Kenianer, der 2010 bei Dauerregen und Kälte herausragende 2:05:08 Stunden gelaufen war, dürfte am 25. September der größte Rivale für Weltrekordler Haile Gebrselassie sein. "Ich traue ihm zu, dass er auch in Berlin nochmals sehr schnell läuft", sagte Makau über Gebrselassie, der 2008 den noch bestehenden Weltrekord von 2:03:59 Stunden in Berlin aufgestellt hatte. "Aber ich werde versuchen, mich auf mein Rennen zu konzentrieren. Wenn wir am Schluss noch zusammen sind, wird der Stärkere gewinnen."
Fest steht ja schon seit einem Vierteljahr, dass Haile Gebrselassie laufen wird, der Weltrekordinhaber aus Äthiopien. Seit 2008 hält Gebrselassie die Bestmarke, damals kam er vor einer Million Zuschauern in Berlin in 2:03:59 Stunden ins Ziel. Für Makau und Gebrselassie gilt es, eine starke Zeit zu laufen, um sich für ihr Land als Teilnehmer an den Olympischen Spielen 2012 in London zu qualifizieren. "Das ist eine sehr ernste Angelegenheit", erklärt der 38-jährige Gebrselassie. "Nur die drei Schnellsten meines Landes werden nach London fahren."
Abgesehen von den beiden kann der Berlin-Marathon in diesem Jahr eine, zumindest von den Namen her, noch nie dagewesene Topbesetzung melden. Berlin schafft ein Novum: Noch nie waren bei einem Marathon sowohl die Weltrekordinhaberin als auch der -inhaber am Start. Neben Gebrselassie wird die Britin Paula Radcliffe laufen, die 2003 in London den noch bestehenden Rekord von 2:15:25 Stunden aufstellte. Für die 37-Jährige ist es nach knapp zwei Jahren Baby- und Verletzungspause ihr Marathon-Comeback.
Das Leistungsvermögen von Radcliffe ist schwer einzuschätzen, die Konkurrenz ist jedenfalls sehr stark. Allen voran Irina Mikitenko, Deutschlands beste Marathonläuferin, sowie Europameisterin Nailya Yulamanova (Russland).
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