Europameisterschaft
Top-Volleyballer schlagen im Sommer in Berlin auf
Die Europameisterschaft im Beachvolleyball in Berlin kann nun doch stattfinden. Die europäischen Topteams werden vom 11. bis 15. August vor der O2 World in Friedrichshain antreten. Ein Streit zwischen Veranstalter und Vermarkter hätte das Turnier beinah verhindert.
Erst in letzter Minute ist die Ausrichtung der Beachvolleyball-Europameisterschaften im August in Berlin gerettet worden. Zwischen dem europäischen Volleyball-Verband (CEV) und dem Beachvolleyball-Vermarktungsunternehmen GSM war ein Streit entbrannt. Die GSM fordert eine Vereinbarung, wonach bis 2015 kleinere Länder, in denen Beachvolleyball nicht allzu große Popularität genießt, ihre Turniere auch mit geringeren Etats bestreiten dürfen.
Der CEV besteht dagegen auf seinen Festpreisen. Erst an diesem Montag erhielten die Berliner Veranstalter von der CEV die Bestätigung, dass die EM unabhängig von allen Differenzen durchgeführt werden soll. Das Turnier soll vom 11. bis 15. August vor der O2 World stattfinden.
Schon am 30. Juni und 1. Juli tritt die Hallen-Nationalmannschaft der Männer im Rahmen der Weltliga in Berlin zu zwei Spielen gegen Argentinien an. Erstmals nach sechs Jahren Pause nimmt Deutschland wieder an der Weltliga teil. Die Gruppengegner Polen, Kuba und Argentinien zählen allesamt zur Top 10 der Weltrangliste. Gegen jeden Gegner bestreiten die Deutschen zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele. "Von solch großen Spielen soll ein Impuls ausgehen für den Volleyballsport in Deutschland insgesamt", sagte Werner von Moltke, Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV). Gegen Polen spielt die DVV-Auswahl in Stuttgart (5./6. Juni), gegen Kuba in Trier (25./26. Juni). Der DVV muss für die Teilnahme einen Etat von 550.000 Euro aufbringen.
Auf einer Pressekonferenz am Montag in Berlin brachte von Moltke zudem überraschend den Berliner Volleyball-Verbandschef, Ex-Nationalspieler Rene Hecht, als seinen Nachfolger im Amt des DVV-Präsidenten ins Gespräch. "Ich würde mich freuen, wenn Rene Hecht mal an meine Stelle tritt", sagte von Moltke, "es muss ja nicht sofort sein, aber vielleicht in zwei, drei Jahren".
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