Berlins Sportler des Jahres
Britta Steffen und Arthur Abraham sind die Besten
Montag, 7. Dezember 2009 08:26Die Schwimmerin Britta Steffen und der Boxer Arthur Abraham sind zum dritten Mal in Folge zu Berlins „Sportlern des Jahres" gewählt worden. Nach dem Bundesliga-Debakel musste Hertha BSC auch bei der Sportler-Wahl eine Schlappe hinnehmen. Dagegen können sich die Fans des 1. FC Union besonders freuen.

Rund 2400 Gäste sind am Abend ins Estrel Convention Center nach Neukölln gekommen, um die besten Sportler, Teams und Trainer bei der Gala zum „Berliner Sportler des Jahres“ zu ehren – und kaum ein Athlet wollte sich dieses rauschende Fest entgehen lassen. Allen voran Britta Steffen. Die 26-Jährige war auch in diesem Jahr wieder einmal nicht zu besiegen. Mit großem Abstand verwies die Studentin, die im Sommer bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom zweimal Gold in Weltrekordzeit erkämpft hatte, Eisschnellläuferin Jenny Wolf und die Teameuropameisterin im Golf, Lara Katzy, auf die Plätze.
Ursprünglich hatte auch Claudia Pechstein zur Wahl gestanden. Nach dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs Cas, nach dem die fünfmalige Olympiasiegerin wegen auffälliger Blutwerte für zwei Jahre gesperrt bleibt, wurde Pechstein jedoch von der Kandidatenliste gestrichen und somit von der Wahl ausgeschlossen. Alle für sie abgegebenen Stimmen verfielen. Ebenfalls souverän und wie Steffen zum dritten Mal in Folge lag Boxprofi Arthur Abraham in der Gunst der Berliner ganz vorn. Bei der Leichtathletik-WM im Olympiastadion noch mit Gold dekoriert, muss sich Diskus-Weltmeister Robert Harting nun mit Silber bei der Sportlerwahl begnügen, Geher André Höhne holte Bronze.
Sonst als Duo ziemlich unzertrennlich, wenn es um ihren Sport geht, musste diesmal Arthur Abraham allein ob der hart erkämpften Ehre strahlen. Ulli Wegner stand in Ludwigsburg in der Ecke von Cruisergewichtler Marco Huck, der seinen Titel gegen den Briten Ola Afolabi verteidigen musste.
„Ich freue mich immer, wenn die Fans eine Wahl entscheiden. Sie sind unsere wichtigsten Partner. Ein Zuschauer bezahlt Geld, um uns zu sehen. Wir müssen ihn mit guten Leistungen belohnen. Dann bekommen wir was zurück. Dafür möchte ich mich bedanken“, freute sich Deutschlands derzeit populärster Boxer. Ulli Wegner bedankte sich bereits im Vorfeld: „Es ist für mich, obwohl ich schon oft gewinnen durfte, immer eine Ehre. Danke an alle, die uns gewählt haben. Ohne euch Fans wären wir nicht da.“
Bei den Mannschaften setzte sich zum dritten Mal nach 2005 und 2008 der EHC Eisbären durch. Deutschlands Eishockeymeister gelang damit sowohl sportlich als auch bei den Champions 2009 die Titelverteidigung. Als würden die Fußballer von Hertha BSC mit dem letzten Tabellenplatz in der Bundesliga derzeit nicht schon genug gestraft sein, mussten sie auch in der Sportler-Wahl ein herbe Schlappe hinnehmen. So kamen die Profikicker hinter den Eisbären, Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Union und dem Handballern der Füchse Berlin lediglich auf den vierten Rang.
Mit einem Sonderpreis geehrt werden die Fans des 1. FC Union, die von Juni 2008 bis Juli 2009 das Stadion an der Alten Försterei saniert haben.BMO
Erschienen am 05.12.2009


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