14.09.08

Sebastian Vettel

"Diese Bilder und Emotionen vergesse ich nie"

Sebastian Vettel überraschte mit seinem Sieg in Monza alle Experten. Nach dem großen Triumph sprach der 21-jährige Toro-Rosso-Pilot über die Nervenbelastung während des Rennens, große Gefühle bei der Siegerehrung, sein Verhältnis zu Michael Schumacher und den Aufschwung seines Teams.

Foto: DPA

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Morgenpost Online: Können Sie die Emotionen nach diesem Sensationssieg überhaupt in Worte fassen?

Sebastian Vettel: Das ist sicher der beste Tag meines Lebens. Diese Bilder und Emotionen werde ich nie vergessen. Erste Pole-Position, erster Rennsieg – das ist einfach unglaublich. Ich habe beim Fahren immer wieder gedacht: Geil, da steht Position eins – das kann nicht wahr sein.


Morgenpost Online: Haben Sie nach dem überraschenden Startplatz eins jemals daran gedacht, dass sie auch nach dem Rennen auf dem Podest ganz oben stehen könnten?

Vettel: Als ich am Morgen aufgestanden und meine Runde gelaufen bin, da habe ich davon noch nicht mal geträumt. Aber die Jungs in meinem Team haben Witze gemacht wie: "Zerstör die anderen oder fahr wie die Hölle." Wir haben ein kleines Team, aber die Mentalität hat sich in den vergangenen Monaten unglaublich verbessert. Es ist vor allem der Sieg des Teams. Jetzt werden in Italien alle wissen, dass es auch eine andere Mannschaft als Ferrari gibt, und wir werden zusammen feiern Ich habe nun jeden Winkel der Startaufstellung gesehen. Es ist schwierig, wenn du von hinten startest. Nun können wir auf uns selbst stolz sein.

Morgenpost Online: Wie sind Sie mit der Belastung umgegangen, als Sie den ersten Sieg Ihrer Karriere vor Augen hatten?

Vettel: Ich habe immer weiter gepusht, ich wollte das Auto und mich nicht schonen, ich wollte gewinnen. Es waren extrem schwierige Bedingungen, besonders in der ersten Phase. Aber ich war ziemlich ruhig und hatte alles unter Kontrolle. Die Emotionen in der letzten Runde werde ich nie vergessen. Es war sicher nicht die schnellste, aber die schönste Runde in Monza. Bei der deutschen Hymne sind mir die Tränen gekommen. Meine Familie und diese Leute da unten, unglaublich.

Morgenpost Online: Was war der Schlüssel zum Sieg?


Vettel: Dass ich klare Sicht hatte. Der Start mit dem Safetycar hat sicher geholten. Ich konnte sehr viel Druck machen. Manchmal bin ich dabei auch über das Limit gegangen, und es wurde hart.


Morgenpost Online: Wie haben Sie das Auto für das Rennen speziell vorbereitet?


Vettel: Wir haben gepokert und haben eine Abstimmung für trockene Verhältnisse gewählt. Dadurch waren wir auf der abtrocknenden Strecke während der Hochgeschwindigkeitspassagen in Monza mit dem starken Ferrari-Motor klar im Vorteil. Mein Auto war perfekt, wir hatten eine erstklassige Strategie und beim zweiten Boxenstopp viel Glück, dass sich der Regen weniger wurde, so dass wir auf Intermediate-Reifen wechseln konnten.

Morgenpost Online: Es war der erste deutsche Sieg seit Michael Schumacher.

Vettel: Jeder muss begreifen, was dieser Mann geleistet hat. Er ist sicher einer der Besten im Sport, die es jemals gab. Ich bin sehr stolz, dass ich ihn kenne.

Morgenpost Online: Hatten Sie in dieser Saison mit einem Grand-Prix-Sieg gerechnet?


Vettel: Nein. Nach einem problematischen Saisonstart ist es dem Team gelungen, ein konkurrenzfähiges Auto zu entwickeln. Ich bin neugierig, wie es weiterläuft.

Aufgezeichnet von Burkhard Nuppeney

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