Sieg gegen Ljubljana
Hertha BSC im Uefa-Cup, Chermiti schwer verletzt
Dienstag, 30. September 2008 19:19Drei Tage vor dem heiß erwarteten Gastspiel beim FC Bayern ist Hertha BSC im Schongang in den Uefa-Cup spaziert. Das Team von Trainer Lucien Favre bleibt auch im siebten Pflichtspiel der Saison ungeschlagen. Überschattet wurde der Sieg von der schweren Verletzung des tunesischen Zugangs Chermiti.

Hertha BSC Berlin hat seine Pflichtaufgabe ohne Mühe erfüllt und ist im Schongang zum zehnten Mal in den UEFA-Cup eingezogen. Das Team von Trainer Lucien Favre blieb auch im siebten Pflichtspiel der Saison ungeschlagen und feierte im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde ein verdientes 1:0 (1:0) gegen den slowenischen Pokalsieger NK Ljubljana.
„Pflichtaufgabe erfüllt, mehr ist nicht zu sagen“, meinte Hertha-Nationalspieler Arne Friedrich: „Wir haben in den ersten 20 Minuten gut angefangen, danach aber aufgehört, Fußball zu spielen. Vielleicht hatten wir schon die Bayern im Kopf.“ Trainer Lucien Favre lobte das „super Tor“ von Ebert, monierte aber auch, „dass wir viele Torchancen nicht genutzt“ haben.
Hertha musste Madonna weichen
Vor 11.849 Zuschauern im Berliner Jahnsportpark - das Olympiastadion war wegen
eines Konzertes von Popstar Madonna belegt - traf Ebert aus 25 Metern genau
in den linken Torwinkel. In der Folgezeit dominierten die Hausherren den
Tabellenletzten der slowenischen Liga, gingen mit ihren Torchancen durch
Stürmer Marko Pantelic (6./11./26.) und Ebert (13.) aber zu verschwenderisch
um.
Favre setzte drei Tage vor dem Bundesligaspiel bei Rekordmeister Bayern München auf das Rotationsprinzip und brachte in der Startelf unter anderem den 17 Jahre alten Außenverteidiger Shervin Radjabali-Fardi. In der Abwehr durfte auch Josip Simunic wieder ran, dessen Verbannung auf die Bank am vergangenen Samstag gegen Arminia Bielefeld (1:1) bei einigen Mitspielern für Unmut gesorgt hatte.
Nach dem Seitenwechsel schalteten die Berliner einen Gang zurück und versuchten, für das Duell am Sonntag Kräfte zu sparen. Die Gäste, deren Trainer Alberto Bigon wegen Herzrhythmusstörungen in Ljubljana geblieben war, fanden zwar besser ins Spiel, blieben in ihren Angriffsbemühungen jedoch zu harmlos. Die Hertha hätte noch erhöhen können, aber der eingewechselte Raffael (64./78.) scheiterte mit Distanzschüssen knapp. Torhüter Jaroslav Drobny vereitelte in der 79. Minute die bis dahin einzige Chance der Gäste durch Martin Pregelj.
Stärkste Berliner, bei denen Neuzugang Amine Chermiti mit Verdacht auf Innenbandriss im linken Knie vom Platz (11.) musste, waren Ebert und Nationalspieler Arne Friedrich. Auf Seiten von NK Ljubljana überzeugten Antreiber Amer Jukan sowie Verteidiger Junior N'tame.
Erschienen am 28.08.2008


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