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O2-Arena

Auch die Klitschko-Brüder wollen hier boxen

Die Verhandlungen laufen, die Chance auf den ganz großen Box-Knüller in der O2 World ist groß. Und es wäre eine Premiere für den amtierenden Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko.

Der 32-jährige Champion der Weltverbände World Boxing Organization (WBO), International Boxing Federation (IBF) und der unbedeutenden IBO hat, im Gegensatz zu seinem fünf Jahre älteren Bruder Vitali, noch nie als Profi in Berlin geboxt.

Wladimir Klitschko, der zunächst am Sonnabend (22.10 Uhr live bei RTL) in Hamburg gegen den Amerikaner Tony Thompson antritt, könnte im November auf seinen Pflichtherausforderer Alexander Povetkin treffen. Der Schwergewichtler aus Tschechow (bei Moskau) hatte sich die Nummer-eins-Position durch Siege über die Amerikaner Chris Byrd und Eddie Chambers (in Berlin) erkämpft.

Ein klares Ja zu Berlin

Für Kalle Sauerland, Sohn des Povetkin-Promoters Wilfried Sauerland, und Entdecker des 28-jährigen Olympiasiegers von 2004 wäre es „eine ganz tolle Sache mit so einem Superkampf in die neue Halle zu gehen“. Und auch bei der Klitschko Management Group GmbH in Hamburg hat man ein offenes Ohr für Gespräche. Geschäftsführer Bernd Bönte: „Ein klares Ja für Berlin. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zur Anschutz Group. Und Detlef Kornett hat in Los Angeles ja auch schon zweimal mit Vitali kooperiert. Wir reden aber nicht zwingend von einem Kampf gegen Povetkin.“ Schließlich sei auch das angestrebte Comeback von Vitali Klitschko gegen Samuel Peter aus Nigeria ein Klasse-Duell. Zunächst gelte es aber, den Kampf vom Wochenende abzuwarten.

Selbstbewusster Champion

Wladimir Klitschko, der als haushoher Favorit in den Ring der Color Line Arena steigt, beschäftigt sich aus diesem Grund auch nur mit der vor ihm liegenden Aufgabe gegen den 36-jährigen US-Routinier aus Washington. „Man darf Thompson nicht unterschätzen. Um seine Schwächen zu zeigen, werde ich aber die Fäuste sprechen lassen“, kündigte der Champion nach sechs Wochen harter Vorbereitung in Going (Österreich), wo er insgesamt 95Sparringsrunden absolviert hat, vor seinem 54.Kampf (bislang 50 Siege, drei Niederlagen) an. Tony Thompson, der sich das Recht des Herausforderers durch den technischen K.-o.-Sieg gegen Luan Krasniqi (Rottweil) im Juli vergangenen Jahres in Hamburg erkämpfte, weist eine Bilanz von 31 Siegen (19 durch K.o.) und einer Niederlage auf.

Als Alternative zu einem Auftritt der Klitschko-Brüder sieht Hagen Döring, technischer Direktor im Team Sauerland, zwei Weltmeisterschaften im Mittelgewicht als publikumsträchtige Veranstaltungen.

„Sowohl das anstehende Duell zwischen Felix Sturm und Sebastian Sylvester als auch den Superknüller mit Kelly Pavlik (der Amerikaner ist WBO- und WBC-Champion, d.Red.) und Arthur Abraham könnte ich mir sehr gut in der O2 World vorstellen“, sagte der 37-Jährige.

Wladimir Klitschko verteidigt am Sonnabend seine WM-Gürtel Foto:dpa

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