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12.02.12

Biathlon

Vier Strafrunden – Neuner in der Verfolgung Zweite

Beim Weltcup-Verfolgungsrennen in Kontiolahti belegt Magdalena Neuner den zweiten Rang – es ist ihr 15. Podestplatz in dieser Saison.

Bongarts/Getty Images/Getty

Magdalena Neuner wird am Saisonende ihre Biathlon-Karriereende beenden.

28 Bilder

Magdalena Neuner hat in der Kältekammer Kontiolahti mit ihrem 32. Weltcupsieg im Sprint und Platz zwei in der Verfolgung ihre Ambitionen auf die große Kristallkugel eindrucksvoll unterstrichen. Wenige Tage nach ihrem

25. Geburtstag verteidigte die Biathlon-Rekordweltmeisterin aber nicht nur ihre Führung im Gesamtweltcup erfolgreich, sondern feierte auch eine gelungene Generalprobe für die Weltmeisterschaften im heimischen Ruhpolding (29. Februar bis 11. März). Dort will die in diesem Winter überragende Wallgauerin zum Abschluss ihrer einmaligen Karriere sechs Medaillen gewinnen.

"Es war alles ein bisschen aufregend"

Dafür ist Neuner kein Weg zu weit. Bei Temperaturen um 20 Grad unter Null war sie am Samstag zu Fuß zum Stadion gelaufen, nachdem sie zuvor fast eine Woche lang mit einer Erkältung im Bett gelegen hatte. "Wir hatten eine Dopingkontrolle und sind dann nicht durchgekommen. Ich musste zwei Kilometer zu Fuß gehen, hatte kein Gewehr und keine Schuhe. Es war alles ein bisschen aufregend", berichtete Neuner.

Trotzdem lief sie anschließend die versammelte Weltelite in Grund und Boden und feierte im Sprint über 7,5 km ihren achten Saisonsieg vor Lokalmatadorin Kaisa Mäkäräinen und der Weißrussin Darja Domratschewa.

"Ich bin überrascht, dass es so gut gelaufen ist. Ich habe die ganze Woche überhaupt nichts gemacht und wirklich nur im Bett gelegen. Was mir aber auch zeigt, dass es die richtige Entscheidung war, am vergangenen Sonntag in Olso nicht zu laufen. Dafür bin ich mit einem Sieg belohnt worden", sagte Neuner.

Sieg am Schießstand vergeben

Einen Tag später ließ Neuner Sieg Nummer 33 am Schießstand liegen. Sie leistete sich im letzten Stehendanschlag gleich zwei Fehler und war mit insgesamt vier Strafrunden chancenlos gegen Mäkäräinen. Die Finnin feierte einen überlegenen Heimsieg vor Neuner, die im Schlusssprint Domratschewa schlug.

"Heute waren es einfach zwei Fehler zu viel", sagte Neuner: "Ich bin froh, dass ich die Dascha (Darja Domratschewa, d.R.) noch gehalten habe, das heißt schon was. Da bin ich schon ein bisschen stolz drauf."

Den starken Auftritt der deutschen Skijägerinnen machten Einzel-Vizeweltmeisterin Tina Bachmann (Schmiedeberg/3) als Sechste und Andrea Henkel (Großbreitenbach/1) als Achte perfekt. Dagegen leistete sich Staffel-Weltmeisterin Miriam Gössner (Garmisch) nach ihrem sechsten Platz im Sprint gleich acht Schießfehler und landete nur auf Platz 20. Alle vier haben wie Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld), die diesmal 43. wurde, die WM-Norm geschafft.

Bei den Männern spielte die deutsche Rupftruppe dagegen keine Rolle. Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld), Andreas Birnbacher (Schleching), Simon Schempp (Uhingen) und Michael Greis (Nesselwang) waren erst gar nicht angereist, der kränkelnde Florian Graf (Eppenschlag) hatte ohne Einsatz frühzeitig den Heimweg angetreten.

Björndalens 93. Weltcupsieg

Beim 93. Weltcupsieg des sechsmaligen Olympiasiegers Ole Einar Björndalen vor dem im Gesamtweltcup führenden Sprintsieger Martin Fourcade aus Frankreich und dem Russen Dmitri Malyschko musste sich Doppel-Europameister Daniel Böhm nach Rang neun im Sprint mit Platz

16 begnügen. Der 25-Jährige aus Buntenbock leistete sich insgesamt fünf Schießfehler, genau wie Erik Lesser (Frankenhain) auf Platz 22. "Bis auf das erste Schießen bin ich mit der Leistung der beiden zufrieden", sagte Herren-Bundestrainer Mark Kirchner.

Michael Rösch (Altenberg) war wegen einer leichten Erkältung nicht mehr angetreten, Daniel Graf (Siegsdorf) hatte sich im Sprint nicht für die Verfolgung qualifizieren können. Die WM-Norm erfüllt haben Peiffer, Birnbacher, Schempp, Florian Graf und Rösch. Dagegen muss der lange angeschlagene Dreifach-Olympiasieger Greis mit starken Leistungen im Trainingslager in Ridnaun um seinen Traum von der Heim-WM kämpfen.

Quelle: sid/jr
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