Fussball-Bundesliga
Wolfsburg erzittert sich Heimsieg gegen Freiburg
In Wolfsburg gab es zum Auftakt des 21. Spieltags einen Abend der offenen Tore. Am Ende reichte es für einen glücklichen Sieg der Gastgeber gegen Schlusslicht Freiburg.
Mit einem Sieg gegen Schlusslicht SC Freiburg wollte der VfL Wolfsburg bei zweistelligen Minusgraden ...
Schlecht verteidigt, nicht überzeugend nach vorn gespielt und trotzdem gewonnen: Trotz großer Schwächen hat sich der VfL Wolfsburg aus der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga verabschiedet. Vor allem dank der Tore des tschechischen Zugangs Petr Jiracek (5./61. Minute) gewannen die Niedersachsen am Freitagabend mit 3:2 (2:2) gegen den SC Freiburg und verbesserten sich vorerst auf den achten Tabellenplatz. Vor 23.075 Zuschauern erzielte Marcel Schäfer (14.) den Treffer zum 2:1 für das Team von Felix Magath. Der Tabellenletzte aus Freiburg holte durch Johannes Flum (11.) und Daniel Caligiuri (38.) zweimal einen Rückstand auf, stand aber mit leeren Händen da. Magath gab zu: "Freiburg war heute die bessere Mannschaft. Wir haben glücklich gewonnen."
Entsprechend groß war der Frust bei den Gästen aus dem Breisgau. "Wir haben den Kampf hier angenommen und dann kriegen wir so ein dummes Tor. Wir müssen die Fehler abstellen, sonst wird es schwierig", sagte SC-Torhüter Oliver Baumann. "Selbstbewusstsein kommt, wenn man Spiele gewinnt. Aber solche Niederlagen tun einfach weh. Das ist bitter", ergänzte Verteidiger Immanuel Höhn.
Die unterhaltsame, wenngleich nicht hochklassige Begegnung lebte in erster Linie von Fehlern. Die leistete sich vor der Pause besonders die Defensive der Wolfsburger, die diesmal in Ricardo Rodriguez einen Schwachpunkt in ihren Reihen hatte. Den flinken Caligiuri bekamen die Hausherren selten in den Griff. Aber auch im Spiel nach vorne lief es im Gefüge des im Winter für Millionen runderneuerten VfL nicht rund. Immerhin bewies Jiracek zweimal seine Qualitäten im Abschluss.
SC fühlt sich betrogen
Die Partie lief zunächst nur in eine Richtung – auf das Tor von Baumann. Im Anschluss an die dritte Wolfsburger Ecke traf der Tscheche Jiracek schon nach fünf Minuten aus spitzem Winkel zu seinem ersten Liga-Tor. Der schnelle Ausgleich durch Flum schockte die Magath-Elf nicht, schon mit dem nächsten Angriff gelang Schäfer das 2:1. Der wendige Sio leistete mit der Hacke gekonnt die Vorarbeit, stand dabei aber in Abseitsposition.
"Es zieht sich fast durch jedes Spiel, dass wir benachteiligt werden", kommentierte SC-Sportdirektor Dirk Dufner diese Szene. Doch der VfL legte nicht nach. Statt Sicherheit zu gewinnen, brachten sich die Niedersachsen selbst wieder in Schwierigkeiten. Sieben Minuten vor der Pause bestrafte Caligiuri eine von zahlreichen Nachlässigkeiten mit einem Schuss in den Torwinkel – 2:2. In der zweiten Spielhälfte ging es weiter hin und her, Mario Mandzukic (52.) und Sio (53.) hatten die besten Wolfsburger Möglichkeiten. Gegen den von Fallou Diagne abgefälschten Jiracek-Schuss war dann auch der wackere Baumann machtlos.
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