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06.02.12

"Auszeit"

Man kann noch mehr Mist bauen als Ibrahimovic

Zlatan Ibrahimovic' achter Platzverweis zeigt, dass alles nur ein Frage der Perspektive ist. Gegen Ricky Broadley ist der Schwede geradezu friedfertig.

© dpa/DPA
AC Milan vs SSC Napoli

Als Erstes müssen wir eine Lanze für Zlatan Ibrahimovic brechen. Immerhin ist es fast ein Jahr her, dass sich der schwedische Stürmerhüne etwas zu Schulden kommen ließ – obwohl das damals schon reichlich dämlich war. Es war das erste Spiel nach einer Rotsperre. Und was tat Ibrahimovic? Er bepöbelte den Linienrichter. Zack, wieder war er drei Spiele außen vor.

Dass er aber nun mal nicht nur ein explosives Füßchen, sondern einen mindestens ebenso explosiven Charakter hat, ist nichts Neues. "Ich habe so viel Scheiß gebaut, dass ich kaum wage, mich an alles zu erinnern", hat er in seiner Biografie geschrieben .

Ein hübscher Schwinger mit der Rechten

Insofern dürften die Oberen des AC Mailand nicht sonderlich verwundert über den Vorfall im Spiel gegen Neapel gewesen sein. Ein hübscher Schwinger mit der Rechten ins Gesicht von Salvatore Aronica, und schon war der achte Platzverweis in der Karriere des Zlatan I. perfekt.

Wenn er sich anschaue, was sonst so passiere, sei er doch im Grunde friedfertig, hat Ibrahimovic mal gesagt. Was wiederum beweist, dass alles eine Frage der Perspektive ist. Erinnern wir uns an Ricky Broadley, den Mann aus der fünften walisischen Liga, der es 2010 schaffte, vier Rote Karten in einem Spiel zu kassieren.

Ein Tritt auf den am Boden liegenden Gegenspieler, Karte Nummer eins. Der anschließende Disput mit dem Schiedsrichter, Karte Nummer zwei. Nach dem Abpfiff nahm sich Broadley den Schiri erneut zur Brust, Karte Nummer drei.

Und Karte Nummer vier gab es wegen des herumstehenden Wassereimers, mit dem er den armen Mann dann noch duschte. Summa summarum machte das zwei Jahre Sperre und ein Rauswurf aus dem Verein. Zumindest davon ist Ibrahimovic noch weit entfernt.

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