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14.09.11

Später Ausgleich

Perisic rettet Dortmund einen Punkt gegen Arsenal

Trotz drückender Überlegenheit kam Borussia Dortmund nicht über ein Remis gegen Arsenal hinaus. Der eingewechselte Perisic sorgte erst spät für den Ausgleich.

Bongarts/Getty Images/Getty

Borussia Dortmund - FC Arsenal 1:1 (0:1) Gebührend empfingen die BVB-Fans ihre Elf in der Königsklasse.

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Joker Ivan Perisic hat mit einem Traumtor Borussia Dortmund vor einem Fehlstart in der Champions League bewahrt.

Der in der 69. Minute eingewechselte Offensivspieler traf in der 88. Minute mit einem sehenswerten Volleyschuss zum 1:1 (0:1) für den deutschen Meister gegen den FC Arsenal aus der englischen Premier League. Der niederländische Vizemeltmeister Robin van Persie hatte Arsenal in der 42. Minute in Führung geschossen.

"Es war super gerecht heute. Das ist im Fußball leider nicht immer so. Wir haben über 90 Minuten ein richtig klasse Spiel geamcht.", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp: "Wir waren frech, wir waren mutig und sind am Ende dafür belohnt worden."

Die Partie gegen den Tabellen-Elften der Premier League und 13-maligen englischen Meister erinnerte zunächst an die Spiele der Europa League vor einem Jahr, als der BVB in fast allen Gruppenspielen die bessere Mannschaft stellte, nur einmal verlor, aber zu viele Punkte zum Weiterkommen liegen ließ.

Die 65.590 Zuschauer in der ausverkauften Arena, verabschiedeten die tapfer kämpfenden BVB-Youngster mit Standing Ovations, denn die Leistung stimmte und sollte auch für die kommenden Bundesliga-Aufgaben Mut machen.

Trainer Jürgen Klopp hatte die Anfangsformation im Vergleich zum 1:2 am vergangenen Samstag in der Bundesliga gegen Hertha BSC auf zwei Positionen verändert. Für Ilkay Gündogan rückte Sebastian Kehl ins defensive Mittelfeld, für Jakub Blaszczykowski spielte der in der Liga rotgesperrte Hoffnungstreäger Mario Götze.

Arsenal musste kurzfristig auf den Ex-Dortmunder Tomas Rosicky (Kniebeschwerden) verzichten. Dafür feierte der Ex-Bremer Per Mertesacker seine Champions-League-Premiere im Dress der Gunners.

Es dauerte nur fünf Minuten bis die Fans die ersten Turbulenzen in den beiden Strafräumen erlebten. Zunächst scheiterte Arsenals Gervinho schon beim Schussversuch, im Gegenzug schoss der freistehende Kevin Großkreutz über das Tor. Ingesamt wirkten die Borussen wesentlich aggressiver und spielstärker und erinnerten mit ihrem couragierten Auftritt an die zumeist erfolgreichen Vorstellungen der vergangenen Saison.

So wie in der neunten Minute, als der Japaner Shinji Kagawa ebenfalls freistehend verzog. Fast folgerichtig hatte Robert Lewandowski (11.) das 1:0 auf dem Fuß. Doch Bacary Sagna konnte für den polnischen Nationaltorhüter Torhüter Wojciech Szczesny auf der Linie klären.

Mit ihrem schnellen Umschalten in die Offensive brachten die Dortmunder den 13-maligen englischen Meister mehrfach in arge Verlegenheit. Es fehlte jedoch die letzte Abgeklärtheit, um erfolgreich zu sein. Arsenal kam nur zu wenigen Entlastungsangriffen und durch van Persie, der BVB-Torhüter Roman Weidenfeller mit einem Schuss aus spitzem Winkel (32.) prüfte, zur zweiten Chance, weil die Dortmunder Abwehr einen Moment zu sorglos agierte.

Kurz vor der Pause nutzte van Persie einen katastrophalen Fehlpass von Kapitän Kehl prompt zur glücklichen Führung für die Gäste. "Wir müssen noch konsequenter spielen und dürfen uns von dem Rückstand nicht beeindrucken lassen", appellierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc zur Halbzeit.

"Ich habe Mist gebaut. Es wäre bitter gewesen, wenn wir durch meinen Fehler verloren hätten. Deswegen war ich froh, dass wir das Unentschieden noch geschafft haben", sagte Kehl.

Vollgas nach der Pause

Mit Vollgas begannen die Borussen nach der Pause, kämpften um jeden Meter Boden und jeden Ball, fanden dabei jedoch keine Lücke für den erfolgreichen Abschluss. Die Londoner hatten sich offensichtlich besser auf den Dortmunder Power-Fußball eingestellt und setzten ihrerseits mit einigen Kontern Nadelstiche.

Gervinho hatte in der 61. Minute im direkten Duell mit BVB-Torhüter Weidenfeller das 2:0 auf dem Fuß. In der Schlussphase stemmte sich Dortmund noch einmal mit Vehemenz gegen die drohende Niederlage und wurde schließlich durch Perisic belohnt.

Quelle: sid, dpa/fb
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