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13.07.10

Südafrika 2010

Die skurrilsten Geschichten der Weltmeisterschaft

Die 19. Fußball-WM ist vorbei. An den Titel wird sich zwar nur ein Land lange erinnern, an diese Geschichten dagegen alle 32 Teams.

AFP

Als Partygirl beim Public Viewing in Paraguays Hauptstadt Asuncion erregte sie weltweit Aufmerksamkeit.

15 Bilder
32 Länder, 32 Geschichten
Bye-bye, Südafrika! Schön war’s.

32 Nationen nahmen teil, mit mehr oder weniger großem Erfolg. Erlebt aber haben sie alle etwas. Diese kleinen Geschichten haben wir aufgeschrieben, eine über jedes Land.
ALGERIEN

Eine Auszeichnung, die niemand will
Einen Titel hatte das nordafrikanische Team gleich nach Beginn der WM sicher – wenngleich es kein schmeichelhafter war. In einer Umfrage des amerikanischen Internetportals Beautifulpeople.org wurde die algerische Mannschaft zum Team mit den insgesamt hässlichsten Spielern bei diesem Turnier gewählt. Als Schönste gingen, wen wundert’s, die Spanier hervor; Deutschland landete auf Platz sechs. Zum alles in allem hässlichsten Spieler wurde übrigens mit deutlichem Abstand der englische Stürmer Wayne Rooney gekürt.
ARGENTINIEN

Warum Demichelis’ Sohn einen neuen Namen bekommt
Mit einem gestörten Familienfrieden hat Abwehrchef Martin Demichelis zu kämpfen, seit sein Bayern-Kollege Bastian Schweinsteiger vor der Viertelfinalrevanche pauschal alle Argentinier verunglimpfte. Demichelis’ enttäuschte Lebensgefährtin Evangelina kündigte an, den Namen des einjährigen Sohnes Martin Bastian ändern zu lassen. „Ab jetzt werde ich ihn nur noch Martin oder Bichito nennen."
AUSTRALIEN

Als John Travolta für die „Socceroos" tanzte
Sein Herz für die „Socceroos" hatte Hollywood-Star John Travolta notgedrungen als Botschafter einer australischen Airline entdeckt. Doch als der Werbeträger tatsächlich im Teamquartier von Tim Cahill und Co. auftauchte, zeigte er, dass er seit „Grease" nur wenig verlernt hat. Seine Tanzeinlage zum Evergreen „You’re the one that I want" samt umgedichteter Zeile von „I need a man" in „I need a team" war sicher choreografischer Höhepunkt der WM.
BRASILIEN

Unterm Zuckerhut haben sie ein Supermarktorakel
Im Land des fünfmaligen Weltmeisters war der Glaube an den sechsten Titelgewinn offenbar nicht allzu groß. Zu Recht, wie wir jetzt wissen. So verkündete die Supermarktkette „Extra", die auch Sponsor der brasilianischen Nationalmannschaft ist, bereits am 29. Juni versehentlich in einer Zeitungsanzeige das WM-Aus der Südamerikaner – also einen Tag nach dem Einzug ins Viertelfinale. „Die Selecao ist raus aus der WM. Nicht aus unseren Herzen... Danke, Brasilien", hieß es. Dass es drei Tage später beim überraschenden 1:2 gegen die Niederlande tatsächlich so kam, steht auf einem ganz anderen Blatt.
CHILE

Weine nicht, wenn der Kampfhund fällt
Das WM-Aus ist generell zum Heulen, doch Chiles Spieler Gary Medel kann solche Gefühlswallungen bei sich nicht zulassen. Sein Spitzname ist „Pitbull", weswegen aus seiner Sicht der Tränenkanal trocken bleiben muss. Nach dem Aus im letzten Gruppenspiel gegen Spanien sagte er: „Ich wollte weinen, als ich auf den Platz ging, aber ich konnte nicht, weil sie sonst hinterher gesagt hätten, ich sei ein schwuler Pitbull."
DÄNEMARK

Matrosenaufstand gegen den Flatterball
Kein Spieler brachte die Kritik am flatternden WM-Ball Jabulani so blumig auf den Punkt wie Dänemarks Daniel Agger. „Dieser Ball", sagte der Verteidiger vom FC Liverpool, „lässt die Spieler aussehen wie besoffene Seemänner." Unterstützung erhielt Agger übrigens von vielen Torhütern und am Ende des Turniers auch von der Nasa. Die US-Raumfahrtbehörde untersuchte den Ball und stufte ihn ab einer Geschwindigkeit von 72 km/h als „unberechenbar" ein
DEUTSCHLAND

Ein dankbarer Libanese zeigt Flagge in Neukölln
20 Meter lang und fünf Meter breit war die gigantische Deutschland-Fahne, die ein Haus in Berlin-Neukölln schmückte. Linksautonome zündeten die Flagge an. Zweimal. Doch der Besitzer ließ sich nicht entmutigen und hängte noch eine dritte auf. Wer hinter dem vermeintlichen Nationalisten steckte: Ein Libanese, der sich für die Gastfreundschaft bedanken wollte.
ELFENBEINKÜSTE

Ein Star rät der Jugend: Bildet euch!
Nationalspieler Abdul Kader Keita (29), der nach Stationen beim OSC Lille, Olympique Lyon, Galatasaray Istanbul nun in Katar beim Hauptstadtklub Al-Sadd sein Geld verdient, spielt eine Nebenrolle in der ivorischen Fernsehserie „Teenager". Dennoch warnt er die Jugend seines Landes vor Illusionen von Reichtum durch Fußball und Film: „Ihr müsst zur Schule gehen. Bildung ist wichtig, Arbeit zahlt sich aus. Ihr muss an die Zeit nach der Karriere denken."
ENGLAND

England am Boden, Gascoigne erst recht
Ex-Star Paul Gascoigne (43) hatte wieder keine gute WM. Am Anfang wurde er bei einem Autounfall schwer verletzt, am Ende nahm sich einer seiner Freunde das Leben. Raoul Moat (37) war eine Woche lang auf der Flucht vor der Polizei gewesen, nachdem er seine Ex-Freundin, deren Liebhaber und einen Polizisten umgebracht hatte. Schließlich umzingelt, bot ihm sein Kumpel Gascoigne Hilfe an: „Eine Dose Bier, ein bisschen Hühnchen, ein Mobiltelefon und etwas zum Warmhalten", sagte Gascoigne, „ich möchte ihm nur ein wenig Therapie geben und sagen: ‚Los Moaty, ich bin’s, Gazza!’" Moat erschoss sich.
FRANKREICH

Bürgermeister erlassen Fernsehverbot
Nach den etlichen Skandalen um die blamierte Nationalmannschaft strichen zwei französische Städte die öffentliche Liveübertragung des letzten Gruppenspiels. „Die Spieler sind kein Vorbild für die Franzosen, vor allem nicht für die Kinder, die ihren Sport und ihr Land lieben", sagte Bürgermeister Laurent Lafon, der das Public Viewing auf dem Rathausplatz in Vinciennes absagte. Sein Amtskollege David Hecq aus Anzin-Saint-Aubin handelte genau so. Begründung: „Die Spieler sind Gesindel."
GHANA

Zehnmal Pommes rot-weiß, bitte!
Mit dem Essen unter Profis ist das so eine Sache. Einige sind verwöhnt von der guten heimischen Küche, so dass sie sich schwer tun mit den kulinarischen Köstlichkeiten vor Ort. Dass aber ausgerechnet ein afrikanischer Teilnehmer ausscherte, überrascht: Weil das Essen im Teamhotel wiederholt nicht gefiel, ließen sich einige Profis der Mannschaft Ghanas von einem deutschen Journalisten kurzerhand die Produkte einer bekannten Fast-Food-Kette liefern. Immerhin kamen die offenbar gut gestärkten Spieler bis ins Viertelfinale.
GRIECHENLAND

Herr Rehhagel, entfernen Sie das Fahrzeug aus dem Strafraum!
Die bissigsten Pressestimmen erreichten uns während dieser Weltmeisterschaft aus Athen. Zum Finale von Nationaltrainer Otto Rehhagel schrieb „Sportday": „Das griechische Team bewegt sich wie die Akropolis." Und „Derbynews" hielt fest: „Otto Rehhagel würde, wenn er könnte, auch den Mannschaftsbus in die Abwehr stellen."
HONDURAS

Rekord und Tragödie der Palacios-Brüder
Die Mittelamerikaner stellten einen Rekord auf: Erstmals nahm eine Mannschaft mit drei Brüdern an der WM teil. Wilson, Johnny und Jerry Palacios spielten in Südafrika für einen Mann: den vierten Bruder Edwin. Der damals 15-Jährige wurde 2007 entführt und trotz Zahlung von 150.000 Dollar Lösegeld ermordet. „Alles was ich im Fußball mache, ist für Edwin. Er schaut mir vom Himmel aus zu", sagte Jerry zu Turnierbeginn.
ITALIEN

Diese WM lief nicht wie geschmiert
Für den Titelverteidiger lief die WM derart daneben, dass selbst der italienische Reformminister nur noch in Bestechung eine Chance sah. Umberto Bossi jedenfalls sagte vor dem Schicksalsspiel gegen die Slowakei: „Ich bin sicher, sie werden das Match gegen die Slowakei kaufen. Im nächsten Jahr werden einige slowakische Fußballer in unseren Vereinen spielen." Der Verdacht sollte sich zum Leidwesen einiger hart gesottener Fans nicht erhärten. Italien verlor völlig unverdächtig 2:3.
JAPAN

Aufstehen, Majestät, die Hymne läuft!
Japans Regentin ist seit der WM Fußballfan. Die Erfolge der „Blauen Samurai" hatten es Kaiserin Michiko so angetan, dass sich die 75-Jährige für das Achtelfinale gegen Paraguay mitten in der Nacht wecken ließ – der Anpfiff erfolgte nach Ortszeit 3.30 Uhr. Alle royale Unterstützung half nichts, Japan verlor im Elfmeterschießen.
KAMERUN

Geldsegen und Welttournee dank Shakira
Jean Paul Ze Bella ist Sänger und hat es als solcher zu lokalem Ruhm, aber nicht zu großem Reichtum gebracht. Dies will er jetzt nachholen, schließlich wurde der WM-Song „Waka Waka" von Weltstar Shakira ursprünglich von seiner Band Zangalewa gespielt. Ze Bella kassiert nun Tantiemen, plant ein Best-of-Album und eine Welttournee: „Das haben wir Shakira zu verdanken."
MEXIKO

In einem deutschen Standesamt wären diese Eltern chancenlos
Wenn schon keinen Pokal, so haben die Mittelamerikaner in Südafrika doch einen Fan fürs Leben gefunden. Der Südafrikaner Charl Reinhardt wurde während des Eröffnungsspiels Vater von Zwillingen und gab ihnen die Namen der beteiligten Mannschaften: Bafana und Mexico. Noch fragwürdiger scheint der Name, den sich Anele Ntshinga für ihre kurz nach dem Spiel geborene Tochter aussuchte. Das Mädchen heißt allen Ernstes Fifa.
NEUSEELAND

Die Lehren aus Südafrika: Wer trötet, fliegt raus
Gute Nachricht für alle Rugbyfans. Ausrichter Neuseeland hat für das kommende Jahr eine Vuvuzela-freie Rugby-Weltmeisterschaft angekündigt. Schon bei Testspielen an diesem Wochenende in Auckland sollten die nervtötenden Hörner bedingungslos eingezogen werden. Dabei hatten sie den „Kiwis" Glück gebracht, erreichten ihre Fußballspieler in Südafrika doch überraschend drei Unentschieden.
NIEDERLANDE

Wie sagt der Berliner?„Jips jips nich mehr!"
In den Krankenhäusern unseres westlichen Nachbarn können Patienten sich die Farbe des Gipses aussuchen, mit dem ihre gebrochenen Arme und Beine fixiert werden. Offenbar hatte niemand mit den großen Erfolgen der eigenen Nationalelf gerechnet: Bereits vor dem Viertelfinale war die Farbe Orange im ganzen Land aus. Der Marktführer versprach umgehend Nachschub für 9000 weitere Unfallopfer.
NIGERIA

Die Zukunft spielt in Finnland
Private Fußballschulen sollen Afrikas bevölkerungsreichstem Land nach der WM-Blamage zu neuer Blüte verhelfen. Ursprünglich wollte die Regierung die Nationalelf ja abmelden, jetzt gibt es doch andere Pläne: In einem Vorort von Lagos betreibt Emmanuel Amunike (39) der Mitte der 90er-Jahre nur mit juristischer Mühe einem unterschriebenen Vertrag in Duisburg entkam, um in Barcelona berühmt zu werden, eine Akademie. 30 junge Männer zwischen 15 und 22 lernen den ganzen Tag Fußball, in Theorie und Praxis. Drei Spieler sollen sich gerade auf Leihbasis in Finnland durchsetzen: Während sie zu Hause lediglich 200 Dollar im Monat verdienen können, träumen alle vom Ausland mit 120.000 Dollar pro Monat.
NORDKOREA

Ein Vorbild für Steffen Simon?
Die Partie gegen Portugal war die erste Liveübertragung eines WM-Spiels im nordkoreanischen Fernsehen, doch die erhoffte Werbung für den totalitären Staat misslang auf ganzer Linie. Erst stammelte der Reporter seltsam entsetzt, dann schwieg er beim 0:7 die letzten 30?Minuten komplett. Nur nach dem Schlusspfiff geriet er wieder in Plauderlaune: „Die Portugiesen haben gewonnen und haben jetzt vier Punkte. Wir beenden die Liveübertragung.
PARAGUAY

Das WM-Playmate kommt aus Asuncion
Larissa Riquelme hat eine mächtige Oberweite – dafür ist sie in der Heimat berühmt. Nachdem das Model während des ersten Gruppenspiels gegen Italien beim Public Viewing erst ein Handy zwischen ihren Brüsten versteckt und dann den Werbeschriftzug eines Deodoranten-Herstellers offenherzig präsentiert hatte, wurde sie von Spaniens Zeitung „Marca" zur „Frau der WM" gekürt. Jüngster Coup: gut bezahlte Nacktbilder in einem heimischen Magazin.
PORTUGAL

Spielt Ronaldo noch Fußball?
Die größten Schlagzeilen machte Superstar Cristiano Ronaldo mit der Niederkunft seines ersten Sohnes. Die Mama ist nicht seine Freundin, sondern eine unbekannte Leihmutter. Sie soll zwölf Millionen Euro für ihre Dienste bekommen haben und aus dem Umfeld von Paris Hilton stammen. Das alleinige Sorgerecht liegt bei Ronaldo. Der wiederum liegt derzeit in der Sonne, um das Kind kümmert sich die Oma. Verstehen müssen wir das alles nicht.
SCHWEIZ

„Rüpelfußball"! Dicke Luft im Alpenstaat
Der FC Zürich steht in der kommenden Spielzeit unter besonderem Druck. FCZ-Präsident Ancillo Canepa erwartet, dass seine Mannschaft in der kommenden Saison zeigt, wie besserer Fußball als bei der Weltmeisterschaft gespielt wird: „Auch wenn es mir keiner glaubt, der Erfolg allein interessiert mich nicht! Dieser destruktive Rüpelfußball, den einige Nationalmannschaften bei der WM in Südafrika spielten, wäre nichts für den FCZ. Ich nenne bewusst keine Namen!" Die Schweiz hatte die Vorrunde nicht überstanden.
SERBIEN

Ja, ist denn schon Weihnachten? Bratäpfel in Südafrika
Was Steve Jobs wohl dazu sagen würde? Als Imageträger jedenfalls gehen die serbischen Spieler beim Apple-Gründer wohl kaum durch. Weil allzu viele (offenbar vom Lagerkoller bedrohte) Profis ihre iPods an den Stromkreis anschlossen, entfachten sie einen Brand im „Sunnyside Park Hotel" von Johannesburg. Die Flammen wurden schnell gelöscht. Wäre doch nur Serbiens WM-Auftritt so feurig gewesen.
SLOWAKEI

Die schwarze Seele des Herrn Weiss
Von kritischen Fragen genervt brach Trainer Vladimir Weiss eine Pressekonferenz ab. Beim Hinausgehen beschimpfte er die Journalisten als „verfickte Schwuchteln", einem Reporter soll er sogar Schläge angedroht haben. Die Zeitung „Plus?1" verlangte daraufhin beim Weltverband Fifa eine Disziplinarstrafe gegen Weiss. Dann gewann die Slowakei gegen Italien, und Weiss wurde ganz weich: „Meiner Frau will ich sagen: Ich liebe Dich! Sie war böse mit mir wegen meines Streits mit den Journalisten."
SLOWENIEN

Slowenien, Slowakei? Hauptsache WM-Teilnehmer
Trotz ihres Vorrundenausscheidens wurden die Spieler des kleinsten Teilnehmerlandes wie die Weltmeister von 10?000 Fans in der Heimat empfangen. Neben einem Sieg über Algerien habe die Mannschaft in Südafrika vor allem eines erreicht, sagte Stürmer Milivoje Novakovic: „Die Leute verwechseln immer Slowakei und Slowenien. Vielleicht hilft diese WM dabei, dass das endlich aufhört." Bestimmt.
SPANIEN

Die Verschwörung der Tintenfische
Seit dem Sieg über Deutschland ist das Tintenfischorakel Paul aus Oberhausen ein Superstar in Spanien. Die Zeitung „AS" druckte ein Interview mit Paul, in dem dieser auf die Ähnlichkeit mit dem Siegtorschützen Carles Puyol verweist: „Sieht der nicht aus wie ein Tintenfisch? Diese Haare! Die sehen aus wie Tentakeln, die überall herumwuseln." Damit dürfte geklärt sein, dass Deutschlands Niederlage nichts anderes als eine Krakenverschwörung zugrunde liegt.
SÜDAFRIKA

Der verpasst noch seine eigene Beerdigung...
Ein Verlierer dieser WM war der Bestattungsunternehmer Reuben Ndlovu. Sein Geschäft liegt am Ellis-Park-Stadion in Johannesburg und wurde an Spieltagen regelmäßig von Polizei und Fans blockiert. „Wir hatten Tage mit 15 Beerdigungen, aber nur zehn Durchfahrtsberechtigungen", berichtete Ndlovu: „Angehörige durften dem Leichenwagen nicht mit ihren Fahrzeugen zum Friedhof folgen. Ein Chaos."
SÜDKOREA

„Frau Kim, was kosten die Kondome?"
Die Erfolge ihrer Mannschaft machten den südkoreanischen Fans anscheinend Lust auf mehr. Je näher das Team dem Achtelfinale kam, desto besser lief der Kondomverkauf. Nach dem Motto: erst Sieg, dann Sex. Der koreanischen Zeitung „Joongang Daily" zufolge wurden fünfmal so viele Kondome verkauft wie noch bei der WM in Deutschland vor vier Jahren, als das Nationalteam bereits in der Gruppenphase ausgeschieden war
URUGUAY

Warum Forlan die Haare so schön hat
Vor dem Viertelfinalspiel gegen Ghana stand der komplette afrikanische Kontinent hinter dem Team. Scheinbar. Denn das kleine Städtchen Kimberley sympathisierte unverhohlen mit den Urus, weil die Südamerikaner ihr WM-Quartier dort bezogen hatten. An der Spitze des „Fanklubs" stand Friseurmeisterin Philinda Golden, die Diego Forlan während des Turniers die blonden Locken stutzen durfte und zur lokalen Berühmtheit aufstieg.
USA

Der König unter den Burgern
Ein Restaurant in Arizona setzte parallel zur Fußball-WM einen Löwenburger zum Preis von 21 Dollar auf die Karte. Das Raubtierfleisch kam von einer Farm in Illinois und wurde mit Rinderhack vermischt. Ergebnis des Werbegags: 15 verkaufte Burger pro Tag, 150 Protestmails von Tierschützern und eine Bombendrohung. Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums betonte daraufhin, der Verzehr von Löwenfleisch sei zwar ungewöhnlich, aber nicht verboten.
Quelle: suf, jb, pk, jöwi
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