Neuer Trainerjob
Jetzt ist es offiziell - Bochum setzt auf Funkel
Mission Wiederaufstieg – Ex-Hertha-Trainer Friedhelm Funkel soll in Bochum nun richten, wozu er in Berlin keine Chance hatte: Den direkten Wiedereinstieg in die erste Bundesliga. Funkel gelang das bereits mehrere Male - doch genauso so oft ging es auch in den Keller. Jetzt wurde er als neuer Trainer des VfL präsentiert.
Mit Herthas Abstiegstrainer Friedhelm Funkel will der VfL Bochum auf direktem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga. "Er ist der fähigste Mann, den wir für unsere Ziele brauchen. Wir sind überzeugt, nicht nur einen guten, sondern einen sehr guten Fachmann verpflichtet zu haben", sagte Bochums Aufsichtsratsvorsitzender Werner Altegoer am Sonnabend bei der Präsentation des neuen Trainers.
"Wir sind uns einig: Der VfL will zurück in die 1. Liga und ich will zurück in die 1. Liga", so Ex-Hertha-Trainer Funkel. Nach dem gescheiterten Experiment in der vergangenen Saison mit dem vermeintlichen Trainer-Frischling Heiko Herrlich setzen sie in Bochum wieder ganz auf die Karte Erfahrung.
Jetzt soll es Funkel richten, der in Bochum seine siebte Trainerstelle im bezahlten Fußball antritt. "Ich freue mich auf eine interessante und spannende Aufgabe", sagte Funkel. Er erhält einen Vertrag über ein Jahr, der sich im Aufstiegsfall um weitere zwölf Monate verlängert.
Trotz seiner glücklosen Mission in Berlin ist Funkel unter den Trainern in Deutschland der "Rekord-Aufsteiger". Er verhalf dem KFC Uerdingen (1992 und 1994), dem MSV Duisburg (1996), dem 1. FC Köln (2003) und Eintracht Frankfurt (2005) ins Fußball-Oberhaus.
Es reizt mich sehr, zum sechsten Mal einen Club in die Bundesliga zu führen", sagte der Coach. Allerdings stieg Funkel mit Uerdingen (1991, 1993 und 1996), Köln (2002) und zuletzt mit Hertha auch schon fünfmal ab.
In Abstiegs- und Aufstiegskämpfen kennt sich der frühere Mittelfeldspieler (320 Bundesligaspiele/83 Tore) aus. Eine wichtige Voraussetzung, um den Trainerjob in Bochum anzunehmen. Nach fünf Abstiegen gelang den Bochumern jeweils der direkte Wiederaufstieg. Funkel soll dieses Kunststück zum sechsten Mal wiederholen. Der Trainingsauftakt ist für den 28. Juni geplant.
"Dass ich mich aufgrund der Situation in Berlin schon lange gedanklich mit der zweiten Liga befasst habe, ist sicherlich ein Vorteil", meinte der 56-Jährige. Erst am Donnerstag führte er die ersten Gespräche mit den Bochumer Verantwortlichen, am Freitag wurden Details geklärt und am Sonnabend wurde er der Öffentlichkeit vorgestellt.
Nach der Entlassung von Marcell Koller im September 2009 ist Funkel der vierte VfL-Trainer nach Frank Heinemann, Herrlich und Dariusz Wosz innerhalb weniger Monate. Dass Funkel in Bochum nur wenig finanzielle Mittel zur Verfügung hat, um die Mannschaft zu verändern, ist ihm bewusst. "Wir können nur ausgeben, was wir auch einnehmen", betonte Bochums Sportvorstand Thomas Ernst am Sonnabend. Ein Ausverkauf der Mannschaft drohe aber nicht. "Ich weiß aber, dass es bei Spielerverkäufen kein Tabu gibt, wenn ein entsprechender Erlös erzielt werden kann", sagte Funkel
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