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04.05.10

Neue Rippen-OP

Torwart René Adler fällt für die WM aus

Schlechte Nachrichten für Joachim Löw: Nationaltorhüter René Adler wird bei der WM nicht dabei sein. Er muss sich einer OP unterziehen.

dpa/DPA

Schock für Towart Adler: Deutschlands Nr. 1 fällt für die WM aus.

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Schock für Bundestrainer Joachim Löw und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft: Am Dienstag musste Torwart Rene Adler seine Teilnahme an der WM-Endrunde in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) absagen. Der 25 Jahre alte Schlussmann von Bayer Leverkusen, den Löw für die WM als Nummer eins eingeplant hatte, muss sich einer erneuten Rippen-OP unterziehen und kann deshalb bei der WM nicht spielen. Bayer bestätigte in einer Presseerklärung den Ausfall des Keepers für die WM.

"Natürlich tut es uns sehr leid, dass René nun doch operiert werden muss und somit für die Weltmeisterschaft ausfällt. Wir werden nun im Trainerteam gemeinsam darüber beraten, wer als weiterer Torhüter mit nach Südafrika fährt, und dies am Donnerstag bei der Pressekonferenz zur Nominierung des WM-Kaders in Stuttgart bekanntgeben", sagte Löw.

Die deutsche Nummer eins unterrichtete am Dienstag Bundestrainer Joachim Löw in einem Telefonat über den gemeinsam mit den behandelnden Ärzten gefassten Entschluss, die Fraktur operieren zu lassen. "Das war die schwierigste Entscheidung meines Lebens. Aber es wäre mir selbst, meinem Verein und der Nationalmannschaft gegenüber letztlich unverantwortlich gewesen, an der WM teilzunehmen. Medizinisch betrachtet ist es zwar möglich. Doch die Schmerzen sind so erheblich, dass ich auf Dauer sowohl im Training als auch in den Spielen keine Bestleistung hätte bringen können. In einem derart langen und intensiven Turnier aber ist das unerlässlich. Da braucht es topfitte Spieler", sagte Adler.

"Es tut mir unheimlich leid für Rene", sagte Leverkusens Sportchef Rudi Völler: "Sein großer WM-Traum ist geplatzt, aber wir müssen die Entscheidung der Ärzte akzeptieren. Ich hoffe und glaube fest daran, dass Rene beim nächsten großen Turnier für Deutschland zwischen den Pfosten stehen wird."

Auch Werder Bremens Torwart Tim Wiese zeigte Mitgefühl. "Für ihn tut es mir leid", sagte Wiese am Dienstag nach dem Werder-Training vor Journalisten. "Ich weiß nicht, ob ich jetzt die Nummer eins bin. Das muss der Trainer entscheiden", erklärte der Bremer Fußballprofi. "Ich habe immer meine Leistung gezeigt."

Für Adler wird voraussichtlich Manuel Neuer von Schalke 04 bei der WM zwischen den Pfosten stehen. Als dritter Torwart wird voraussichtlich Jörg Butt vom designierten deutschen Meister Bayern München mit nach Südafrika fliegen. Auch Roman Weidenfeller von Borussia Dortmund ist noch eine Option. Am Donnerstag gibt Löw in Stuttgart sein erweitertes WM-Aufgebot bekannt. Am Dienstagmorgen hatte bereits der Leverkusener Mittelfeldspieler Simon Rolfes seine WM-Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen.

Adler hatte am vergangenen Samstag beim 1:1 gegen Hertha BSC Berlin mit einem speziellen Rippen-Panzer sein Bundesligacomeback gegeben. Adler hatte schon einmal einen komplizierten Rippenbruch erlitten. Dieser hatte 2006 sogar die Fortsetzung seiner Karriere infrage gestellt. Damals musste eine Titanplatte mit vier Schrauben eingesetzt werden.

Dieses Mal hat der Bayer-Schlussmann zunächst weitaus weniger Probleme, konnte Anfang der vergangenen Woche wieder ins Training einsteigen, nachdem auch Nationalmannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt grünes Licht gegeben hatte. Bei einer neuerlichen Untersuchung stellte Müller-Wohlfahrt jedoch fest, dass die Blessur schwerwiegender als zunächst angenommen ist.

Erst Anfang März vor dem Länderspiel gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien (0:1) hatte sich Bundestrainer Joachim Löw für Adler als Nummer eins entschieden und dem Leverkusener den Vorzug gegenüber Manuel Neuer (Schalke 04) und Tim Wiese (Werder Bremen), den anderen WM-Kandidaten für das Tor, gegeben.

Quelle: sid/dpa/ws
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