Kicker-Ticker
Bayern-Star Ribery verschiebt Vertragsgespräche
Mittwoch, 24. März 2010 10:47Die für Ende März angesetzten Vertragsgespräche mit den Bayern hat Franck Ribery vertagt. Außerdem: Real Madrid angeblich an Wayne Rooney interessiert, Burghausens Ex-Präsident beteuert im Rahmen des Wettskandals seine Unschuld, Liverpool besiegt Portsmouth und HSV-Anhänger erhalten landesweites Stadionverbot.
++++ Im Vertrags-Poker um Franck Ribéry ist noch kein Ende in Sicht. Der französische Nationalspieler hat die ursprünglich für Ende März, Anfang April angesetzten Gespräche mit dem FC Bayern München über eine vorzeitige Vertragsverlängerung verschoben. „Ich habe das Thema in einem Gespräch mit Franck angeschnitten und ihn gefragt, wie er sich seine Zukunft vorstellt. Er hat geantwortet, dass er sich in den nächsten Wochen erst einmal aufs Sportliche konzentrieren will“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger der „Bild“-Zeitung. Laut Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge könnte erst am Saisonende eine Entscheidung über Ribérys Zukunft fallen. ++++
++++ Nach dem schmerzlichem Aus im Achtelfinale der Champions League plant der spanische Rekordmeister Real Madrid offenbar schon die „Shopping-Tour“ für die kommende Saison. Nach Medienberichten sind die „Königlichen“ am englischen Nationalstürmer Wayne Rooney interessiert. Laut der spanischen Zeitung ABC sei der 24-Jährige von Manchester United der „Favorit“ von Real-Präsident Florentino Perez. Rooney, der in den letzten 24 Spielen 22 Tore für den englischen Meister erzielte, stünde schon lange auf der Wunschliste des Real-Bosses. Andere spanische Medien halten einen Wechsel von Rooney, der seinem früheren Teamkollegene Cristiano Ronaldo nach Madrid folgen würde, jedoch für unwahrscheinlich. Eine kolportierte Ablösesumme von 70 Millionen Euro sei Madrid zu hoch. Zudem wolle Manchester-Trainer Sir Alex Ferguson einen Spieler, der Ronaldo ersetzt, „nicht verlieren“. ++++
++++ Stefan Kießling bleibt Bayer Leverkusen treu. Der 26-Jährige, mit 16 Treffern derzeit bester Bundesliga-Torschütze, verlängerte seinen 2012 auslaufenden Vertrag beim Werksklub vorzeitig bis zum 30. Juni 2015. „Ich fühle mich mit meiner Familie in Leverkusen sehr wohl, und der Klub hat auf lange Sicht ausgezeichnete Perspektiven. Deshalb gibt es für mich keinen Grund, irgendetwas zu ändern“, sagte Kießling. Auch Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser zeigte sich angetan von der Vereinbarung: „Wir waren uns im Prinzip schon länger einig, jetzt haben wir auch die formalen Dinge erledigt. Es freut uns sehr, mit Stefan Kießling einen der besten deutschen Stürmer auch weiterhin in unseren Reihen zu haben.“ Kießling gehörte zuletzt wieder zum festen Kreis der Nationalmannschaft und hat gute Chancen auf eine Teilnahme an der WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli). ++++
++++ Lars Stindl wechselt zur kommenden Saison vom Karlsruher SC zu Hannover 96. Der niedersächsische Bundesligist und der 21-Jährige einigten sich am Dienstag auf einen Vertrag bis 2013. Der Kontrakt gilt nach Angaben des Vereins auch für die 2. Liga. Das 96-Team steht acht Runden vor Saisonende auf dem Relegationsplatz 16, hofft aber nach zwei Siegen in Serie auf den Klassenverbleib. Stindl wechselt ablösefrei zu Hannover 96. Sein Vertrag beim KSC, für den er in der laufenden Saison bislang acht Tore erzielte, endet im Sommer. ++++
++++ Nach den erneuten Vorwürfen gegen den früheren Zweitligisten Wacker Burghausen im Zuge des Wett- und Manipulationsskandals hat Ex-Präsident Kurt Gaugler seine Unschuld beteuert. „Ich wusste von nichts und habe auch nichts geahnt. Ich hatte den Spielern nach dem Hoyzer-Skandal sogar ausdrücklich verboten zu wetten“, sagte Gaugler. Zuvor hatte er mitbekommen, dass mehrere Spieler regelmäßig im örtlichen Wettbüro gewesen seien. Gänzlich ausschließen wollte er mögliche Vergehen seiner damaligen Profis aber nicht. „In der heutigen Zeit weiß man ja nie“, sagte Gaugler, der Mitglied des DFB-Vorstands und des DFL-Aufsichtsrates ist. Am Dienstag wollte Gaugler auf eigenen Wunsch DFB-Spielbetriebsdirektor Helmut Sandrock seine Sicht der Dinge darlegen. Nach einem Bericht der ARD-Sendung Fakt sollen zwei Spiele der Burghausener aus der Abstiegssaison 2006/07 verschoben worden sein. Dabei gehe es um die Partien bei der SpVgg Greuther Fürth am 1. Oktober 2006 (1:4) und bei Erzgebirge Aue am 16. Februar 2007 (0:3). Wie ein bulgarischer Wettpate aussagte, seien vier Feldspieler mit jeweils 10.000 Euro und der Torhüter mit 15.000 Euro bestochen worden. Zugleich sollen die Spieler selbst Wetten in Höhe von 30.000 Euro platziert haben. Wacker Burghausen stieg am Ende der Saison 2006/07 mit einem Rückstand von vier Punkten zu den Nichtabstiegsplätzen ab. Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte Ende November 2009 den größten Wett- und Manipulationsskandal in der Geschichte des europäischen Fußballs öffentlich gemacht. In Deutschland sollen mindestens 32 Spiele von der 2. Bundesliga bis in den Juniorenbereich manipuliert worden sein. ++++
++++ Der FC Liverpool hat den 30. Spieltag der englischen Premiere League mit einem 4:1 (3:0)-Sieg über Schlusslicht FC Portsmouth abgeschlossen. An allen Toren für die „Reds“ war Fernando Torres beteiligt. Der 25-Jährige schoss Liverpool in der 26. Minute zur 1:0-Führung, bereitete das 2:0 von Ryan Babel (28.) und das 3:0 von Alberto Aquilani (32.) vor und machte mit seinem 15. Saisontor das 4:1 perfekt. Mit dem Sieg über Portsmouth hat sich Liverpool vorbei an Manchester City auf den fünften Platz geschoben und kann somit wieder auf den Champions-League-Einzug hoffen. Am Donnerstag müssen die Reds an der heimischen Anfield Road die Hinspielniederlage gegen Lille wettmachen, um doch noch den Einzug in die Runde der letzten Acht der Europa League zu schaffen. ++++
++++ Mehr als 30 Anhänger des Hamburger SV sind vom DFB mit landesweiten Stadionverboten belegt worden. Der DFB reagierte damit auf Ausschreitungen vor gut drei Monaten, als Fans des HSV sowie von Arminia Bielefeld und Hannover 96 den Bahnhof von Bielefeld verwüstet hatten. Die Stadionverbote gelten bis Mitte 2012, sagte HSV-Vorstandsmitglied Oliver Scheel dem Hamburger Radiosender NDR 90,3. Einige der Randalierer müssen mit Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und Vandalismus rechnen. Die Deutsche Bahn erwägt Schadenersatzansprüche, da der Zugverkehr an diesem Tag für 85 Minuten lahmgelegt worden war. Hamburger Fußball-Anhänger hatten sich am 27. November 2009 vor dem Spiel des HSV in Mainz (1:1) mit Fans von Arminia Bielefeld und Hannover 96 in Bielefeld zu einer gemeinsamen Feier getroffen. Am Morgen des nächsten Tages lief die Party jedoch aus dem Rahmen und es kam zu schweren Ausschreitungen im Bielefelder Bahnhof. ++++
++++ Milos Maric vom VfL Bochum ist vom DFB-Sportgericht wegen einer Tätlichkeit für drei Spiele gesperrt worden. Maric war beim 1:4 gegen Borussia Dortmund mit seinem Gegenspieler Jakub Blaszczykowski aneinandergeraten und von Schiedsrichter Wolfgang Stark des Feldes verwiesen worden. Gegen die Entscheidung des Einzelrichters kann binnen 24 Stunden Einspruch beim Sportgericht eingelegt werden. ++++
++++ Zweitligist FC Augsburg hat die bestehenden Verträge mit Trainer Jos Luhukay und Geschäftsführer Andreas Rettig vorzeitig um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2012 verlängert. Der frühere Gladbacher Coach Luhukay kam vor knapp einem Jahr zum FCA und liegt mit den Schwaben als Tabellenzweiter derzeit auf Aufstiegskurs. Rettig ist in Augsburg bereits seit 2006 als Manager tätig. ++++
++++ Zweitligist Hansa Rostock hat wieder einen neuen Trainer – allerdings nur aus formalen Gründen. Marco Kostmann wurde nach einer am Dienstag veröffentlichten Hansa-Mitteilung zum neuen Cheftrainer befördert, da Thomas Finck bislang nur die A-Lizenz hat. „Die DFL-Statuten schreiben vor, dass der Cheftrainer eines Zweitligisten die Fußballlehrer-Lizenz besitzt. Daher gehen wir diesen Schritt“, sagte Hansa-Manager René Rydlewicz zum Rollentausch und fügte hinzu: „Wir hatten zunächst positive Signale der DFL, dass Finck eine Ausnahmegenehmigung erhält. Diese wurde jedoch nicht erteilt.“ Nun soll er schnellstens den Lehrgang absolvieren. ++++
++++ Zweitligist FC St. Pauli hat im Vorfeld des „Hochsicherheitsspiels“ gegen Hansa Rostock am 28. März Maßnahmen zur Vorbeugung von Krawallen ergriffen. Demnach wird Hansa keine Stehplatzkarten für das Spiel erhalten. Stattdessen gehen lediglich 500 personifizierte Sitzplatztickets an die Rostocker. Die freibleibenden Stehplätze sollen stattdessen als Pufferzone zwischen den rivalisierenden Fanblöcken dienen. „Dadurch, dass wir weniger Karten verkaufen, verzichten wir im Interesse der Sicherheit auf Einnahmen in Höhe von rund 20.000 Euro. Aber in einem solchen Spiel steht die Sicherheit kombiniert mit einer weitestgehend möglichen Wahrung der Fanrechte im Vordergrund“, sagte St. Paulis Präsident Corny Littmann. In der Vergangenheit war es rund um die Spiele der beiden Mannschaften häufig zu teils heftigen Krawallen gekommen. ++++
++++ Deutschlands erster WM-GruppengegnerAustralien wird sein letztes Vorbereitungsspiel gegen die USA bestreiten. Das Spiel wird acht Tage vor dem ersten Gruppenspiel gegen die DFB-Elf (13. Juni in Durban) in Suburban-Johannesburg austragen. Für Australien ist es nach 1974 und 2006 in Deutschland die dritte Teilnahme bei der Endrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft. Die Mannschaft von Joachim Löw wird ihr letztes Spiel am 3. Juni auf heimischen Boden in Frankfurt gegen Bosnien-Herzegowina bestreiten. ++++dpa, sid/fbErschienen am 16.03.2010




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