2. Fussball-Bundesliga
Augsburg und Düsseldorf stolpern in der Fremde
Der FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf haben am 26. Spieltag im Aufstiegsrennen der Zweiten Liga gepatzt. Die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay unterlag beim Karlsruher SC. Der Aufsteiger verlor beim abstiegsbedrohten FSV Frankfurt, die damit ihre Serie fortsetzten. Für den FCA war es die erste Niederlage drei Monaten.
Der Karlsruher SC hat den Höhenflug des FC Augsburg in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt. Der Ex-Bundesligist gewann am Samstag das Punktspiel gegen den zuvor seit drei Monaten ungeschlagenen Tabellenzweiten durch ein Tor von Lars Stindl (27.) mit 1:0 (1:0) und feierte nach dem 1:0 bei Arminia Bielefeld den zweiten wichtigen Sieg innerhalb von sechs Tagen. Für Augsburg, das mit 50 Punkten Zweiter bleibt, war es nach neun Ligaspielen in Folge ohne Niederlage und 25 von 27 möglichen Punkten die erste Pleite.
"Der KSC hat das gut gemacht", sagte Augsburgs Torhüter Simon Jentzsch, der von 1995 bis 2000 in Karlsruhe gespielt hat, und ergänzte: "Wir haben noch einen weiten Weg vor uns."
Die Gäste kamen vor 15.705 Zuschauern zu keiner Phase des Spiels mit dem defensiven System des KSC zurecht. Karlsruhes Trainer Markus Schupp ließ vor der Abwehr mit drei defensiven Mittelfeldspielern agieren. Das Kopfball-Tor von Stindl auf Vorlage von Macauley Chrisantus war im Prinzip die erste Chance des Spiels.
Im zweiten Durchgang erhöhte das Team von Trainer Jos Luhukay zwar den Druck und das Tempo, aber klare Möglichkeiten ergaben sich dadurch nicht. Im Gegenteil ergaben sich zahlreiche gute Kontersituationen für Karlsruhe, aber Chrisantus war in seinen Aktionen wie bei der Doppelchance in der 57. Minute nicht konsequent genug.
"In der bisherigen Saison wurden bei uns immer Kleinigkeiten falsch gemacht, das haben wir jetzt abgestellt", sagte KSC-Torschütze Stindl, der zuletzt noch wegen Formschwäche auf der Bank gesessen hatte. "Wir müssen wie heute kompakt stehen, dann klappt es."
Auch Fortuna Düsseldorf hat im Aufstiegskampf einen herben Rückschlag einstecken müssen. Der Aufsteiger verlor beim Abstiegskandidaten FSV Frankfurt 0:2 (0:1) und verpasste damit den Sprung auf den Relegationsplatz. Die seit sieben Spielen ungeschlagenen Hessen verließen dagegen die Abstiegszone und kletterten auf den 15. Rang.
Matchwinner war vor 7034 Zuschauern Cidimar. Der Brasilianer erzielte in der 24. und 63. Minute seine Saisontore Nummer sechs und sieben. Dabei bestrafte er jeweils Düsseldorfer Abwehrfehler. Vor dem 1:0 hatte Jens Langeneke ein Kopfballduell verloren, vor dem 2:0 brachte Anderson den Ball nicht aus der Gefahrenzone.
"Wir haben gut dagegengehalten und das Quäntchen Glück gehabt", sagte FSV-Kapitän Alexander Klitzpera, der im Abstiegskampf neue Perspektiven sieht: "Wir werden das mit Kampf und Leidenschaft bis zum Ende durchziehen."
Gegen kampfstarke Frankfurter mussten die Düsseldorfer schon nach zwölf Minuten ohne Ranisav Jovanovic auskommen, der verletzt ausschied. Sein Sturmpartner Martin Harnik, mit bislang zwölf Toren bester Fortuna-Torjäger, hätte eigentlich alleine für einen Sieg der Gäste sorgen können. Doch der Österreicher vergab reihenweise beste Torchancen.
Pech hatten die Düsseldorfer zudem, als Dmitri Bulykin nach einem missglückten Ausflug von FSV-Torhüter Patrick Klandt mit einem Heber die Latte traf (74.).
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
-
19:17Karneval: Kreuzberger Käuze, Kinder und eine lange Karawane
-
18:51Pfingsttreffen: Sudetendeutsche wählen auffällig leise Töne
-
18:49Berliner Staatsoper: Intendant Flimm fühlt sich von Wowereit im Stich...
- 1. Live-Ticker Hertha BSC will über Einspruch beraten
- 2. Relegationsspiel Hertha BSC und der Abstieg ohne Gnade
- 3. Relegationsspiel Hertha BSC gibt sich offenbar geschlagen
- 4. Stromerzeugung Solaranlagen liefern so viel Strom wie fast 20 Atommeiler
- 5. Rocker-Kriminalität Hells Angels betrieben eigenen Folterkeller














