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Fussball-Bundesliga

Kuranyi schießt Schalke zum Sieg über Stuttgart

Schalke 04 ist nach dem Heimsieg über den VfB Stuttgart zumindest bis Samstagabend neuer Spitzenreiter in der Fußball-Bundesliga. Ein gutes Omen für Felix Magath? Vor einem Jahr kletterte der 56-Jährige mit dem VfL Wolfsburg ebenfalls am 26. Spieltag auf Platz eins – und gab die Tabellenführung nicht mehr ab.

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Schalke 04 - Bundesliga
Foto: Bongarts/Getty Images/Getty
Vor Schalke-Keeper Neuer steht mit nur 19 Gegentreffern die beste Abwehr der Bundesliga

Schalke 04 hat dank Kevin Kuranyi die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen und seine Titelambitionen untermauert. Mit seinem 14. Saisontor sicherte der Ex-Nationalspieler den Königsblauen den 2:1 (0:0)-Sieg gegen den VfB Stuttgart und zumindest für eine Nacht Platz eins. Rekordmeister Bayern München kann am Samstag (18.30 Uhr/live bei Sky und Liga total) bereits mit einem Unentschieden gegen den SC Freiburg die Spitze zurückerobern.

Der ehemalige Stuttgarter Kuranyi schoss die Gelsenkirchener mit seinem Treffer in der 55. Minute zum achten Heimsieg in Folge. Der Sekunden zuvor eingewechselte Edu hatte die Schalker in Führung gebracht (46.), Abwehrspieler Serdar Tasci für den VfB ausgeglichen (50.). Für Schalkes Trainer Felix Magath war der Sprung an die Tabellenspitze ein Deja-vu: Vor einem Jahr kletterte er mit dem VfL Wolfsburg ebenfalls am 26. Spieltag auf Platz eins - und gab die Tabellenführung nicht mehr ab.

„Meine Mannschaft hat so gespielt wie immer: in der ersten Halbzeit etwas verhalten, dann nach der Pause energischer. Wir konnten uns bei Manuel Neuer bedanken, dass wir ohne Gegentor in die Halbzeit gegangen sind. Doch statt nach der Führung nochmal nachzusetzen, haben wir dem Gegner das Feld überlassen. Der VfB war bärenstark, wir haben glücklich gewonnen“, sagte Magath. „Das zweite Schalker Tor war regelgerecht: Es war eine neue Situation, also kein Abseits. Wir verlieren nicht gerne und werden die Niederlage schnell aufarbeiten. Ich habe viele positive Ansätze gesehen. Gegen Barcelona muss uns ein perfektes Spiel gelingen, wenn wir eine Chance haben wollen“, meinte VfB-Coach Trainer Christian Gross.

„Wir gehen glücklich nach Hause und sind zufrieden mit diesem wichtigen Sieg. Wir haben aber noch viel vor uns und müssen weiter hart arbeiten“, sagte Matchwinner Kuranyi. Der Stuttgarter Sportdirektor Horst Heldt haderte mit der Szene vor dem Schalker 2:1, in der drei Schalker Spieler im passiven Abseits gestanden hatten: „Das ist Müll mit dem passiven und dem aktiven Abseits.“

Nach der Pause überschlugen sich vor 61.673 Zuschauern die Ereignisse in der ausverkauften Schalker Arena: Magath bewies ein glückliches Händchen, als er zur zweiten Halbzeit Edu für den angeschlagenen Jefferson Farfan einwechselte. Der Brasilianer nutzte die Konfusion in der Stuttgarter Abwehr und erzielte nach einem Querschläger von Tasci sein erstes Bundesliga-Tor für Schalke.

Aber Tasci machte seinen Fehler nur vier Minuten später wieder gut. Nach einem Freistoß von Zdravko Kuzmanovic köpfte der Nationalspieler völlig unbedrängt zum 1:1 ein. Schalkes Kapitän Heiko Westermann hatte den Stuttgarter ungehindert köpfen lassen. Doch auch Westermann gelang schnell die Wiedergutmachung: Nachdem Ivan Rakitic die Stuttgarter Abseitsfalle überlistet hatte, legte der Nationalspieler quer auf Kuranyi, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste.

In der ersten Hälfte hatte Schalke zwar versucht, von Beginn an Druck zu erzeugen, doch Torchancen blieben selten. Die erste Möglichkeit hatten auch die Königsblauen. Peer Kluge eroberte in der gegnerischen Hälfte den Ball, Jefferson Farfan setzte sich durch, doch Kuranyi verfehlte knapp das lange Eck (14.).

Die Stuttgarter, die unter Trainer Christian Gross acht von zwölf Pflichtspielen gewonnen hatten, versteckten sich nicht. So entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel. Allerdings fehlte auf beiden Seiten zunächst die Präzision beim letzten Pass in die Spitze. Die beste Möglichkeit für die Gäste hatte Pawel Pogrebnjak, der allerdings aus kurzer Entfernung an Nationaltorwart Manuel Neuer scheiterte (35.).

Magath konnte wieder auf die beim 4:1 in Frankfurt verletzten Stammspieler Marcelo Bordon und Farfan zurückgreifen. Dafür wichen Carlos Zambrano und Edu aus der Startformation. Sein Stuttgarter Gegenüber Gross musste den gelb-gesperrten Abwehrchef Matthieu Delpierre ersetzen, Georg Niedermeier rückte für den Kapitän in die Innenverteidigung.sid/fb



Erschienen am 12.03.2010

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