2. Fussball-Bundesliga
Bielefeld verliert in Aachen – Koblenz gewinnt
Die Entlassung von Trainer Thomas Gerstner hat nicht die erhoffte Wirkung bei Arminia Bielefeld gebracht. Zum Auftakt des 26. Spieltags unterlagen die Westfalen bei Alemannia Aachen. Im Kellerduell fuhr TuS Koblenz drei wichtige Punkte beim direkten Konkurrenten Rot Weiss Ahlen ein. Greuther Fürth und Union Berlin trennten sich torlos.
Zweitligist Arminia Bielefeld steckt auch nach der Entlassung von Thomas Gerstner weiter in der Krise. Einen Tag nach der Trennung vom bisherigen Trainer kassierten die auch von einer finanziellen Notlage gebeutelten Ostwestfalen zum Auftakt des 26. Spieltages am Freitagabend ein 1:2 (1:2) bei Alemannia Aachen und mussten unter Interimstrainer Detlev Dammeier im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Bei 43 Punkten könnte der Rückstand auf Rang drei an diesem Wochenende auf sechs Zähler anwachsen.
Dank eines Traumtores von Emmanuel Krontiris schöpft die TuS Koblenz unterdessen wieder Hoffnung im Abstiegskampf. Eine sehenswerte Direktabnahme von Krontiris aus rund 30 Metern ebnete der Mannschaft von Trainer Petrik Sander einen 2:0 (1:0)-Erfolg im Kellerduell bei Rot Weiss Ahlen. Die SpVgg Greuther Fürth (36 Punkte) und Aufsteiger Union Berlin (35) trennten sich torlos.
"Wir haben insgesamt ein ordentliches Spiel gemacht, aber zu leichte Gegentreffer bekommen. So laufen wir ständig hinterher", sagte Dammeier. Benjamin Auer mit seinen Saisontoren elf und zwölf (10. und 44. ) bescherte den Aachenern den ersten Erfolg nach zuletzt drei Niederlagen in Folge und fügte den Gästen die zweite Pleite in Serie zu. Für Bielefeld traf vor 19.123 Zuschauern nur Pavel Fort zum zwischenzeitlichen 1:1 (39.). An der Seitenlinie des Erstliga-Absteigers stand vorübergehend Sport-Geschäftsführer Dammeier. Ein Nachfolger für Gerstner soll in den nächsten Tagen gefunden werden.
Die Koblenzer gaben die Rote Laterne wieder an Ahlen ab (beide 21 Punkte) und verkürzten den Rückstand auf den Tabellen-16. FSV Frankfurt auf zwei Zähler. Die Gäste kamen nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg zu einem verdienten Erfolg. Zwar hatte Ahlen in der Anfangsphase vor 4103 Zuschauern eine gute Möglichkeit durch Julian Jenner (3.), doch danach stand die TuS meist sicher in der Abwehr. Das Führungstor von Krontiris in der 42. Minute verlieh der TuS zusätzliche Sicherheit. Andreas Glockner machte aber erst in der Nachspielzeit (90.+4) alles klar.
"Es war etwas glücklich, dass der Ball so einschlägt. Das war ein kleines Endspiel. Der Sieg gibt uns Schwung", sagte Krontiris. Ahlens Trainer Christian Hock meinte: "Wir wollten den Dreier. Die Mannschaft hat bis zur letzten Sekunde alles gegeben."
Fürth verpasste zwar einen Heimsieg, blieb aber zum vierten Mal in Folge unbesiegt und ohne Gegentor. Union wartet hingegen seit mittlerweile acht Auswärtsspielen auf einen Sieg.
5450 Zuschauer sahen ein schwaches Zweitliga-Spiel, in dem Union zwar leichte Vorteile hatte, aber jegliche Torgefährlichkeit vermissen ließen. Pech hatten die Gäste allerdings bei der besten Chance des Spiels, als Michael Parensen in der 27. Minute mit seinem Schuss aus etwas 20 Metern nur die Latte traf. Greuther Fürth kam erst nach der Pause etwas besser ins Spiel.
Union-Trainer Trainer Uwe Neuhaus zog ein positives Fazit: "Unsere Rechnung ist zu 100 Prozent aufgegangen. Aber wir müssen mit einem Punkt zufrieden sein, Fürth hatte auch noch einige gute Chancen." Michael Kohlmann fügte hinzu: "Drei Punkte waren möglich. Schade, dass die Riesenchance von Michael Bemben nicht reingegangen ist." Torsten Mattuschka scheiterte sieben Minuten vor Schluss per Freistoß an Fürths Torwart Max Grün, der auch Bembens Nachschuss mit einem tollen Reflex parierte.
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