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10.02.10

Streit im DFB

Kapitän Ballack fürchtet Schaden für die Nationalelf

Der Streit im DFB um die Verträge von Joachim Löw und Oliver Bierhoff macht Michael Ballack Sorgen. Der Kapitän der Nationalmannschaft geht davon aus, dass das Thema noch lange köcheln werde. Das sei im Vorfeld der Weltmeisterschaft in Südafrika keine optimale Situation.

© dpa/DPA
Gespräch über Ballacks Zukunft erst nach WM
DFB-Kapitän Michael Ballack im Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw

Kapitän Michael Ballack sieht trotz des anscheinend beigelegten Streits zwischen DFB-Präsident Theo Zwanziger und Bundestrainer Joachim Löw sowie Manager Oliver Bierhoff einen Schaden für die deutsche Nationalmannschaft. "Das ist keine optimale Situation. Ich glaube schon, dass das Thema noch lange köcheln wird", wurde Ballack am Dienstag in der "Süddeutschen Zeitung" zitiert.

Damit vor der WM-Endrunde in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) wieder Ruhe einkehrt, fordert Ballack für das Länderspiel am 3. März gegen Argentinien ein positives Signal von der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). "In dieser Hinsicht ist es jetzt besonders wichtig, dass wir gegen Argentinien ein gutes Spiel abliefern, damit die Diskussionen nicht endlos weitergehen", erklärte der Mittelfeldspieler vom englischen Pokalsieger FC Chelsea.

Zahlreiche Nationalspieler schenken sowohl Löw als auch Bierhoff volles Vertrauen und haben sich für ein weiteres Engagement der beiden auch nach der WM ausgesprochen. "Joachim Löw ist ein sehr guter Trainer", sagte Philipp Lahm vom deutschen Rekordmeister Bayern München in einer Umfrage der "Bild"-Zeitung, Bierhoff habe entscheidend an der Entwicklung der Nationalmannschaft mitgewirkt.

Mit Blick auf die WM sieht Lahm durch die ungeklärte Vertragsfrage bei Löw und Bierhoff keine negativen Auswirkungen. "Klar wäre es schöner, wenn bald eine Einigung erzielt würde. Aber der Kern der Nationalmannschaft ist schon lange genug dabei, um auch mit dieser Situation umzugehen", erklärte Lahm: "Daher sehe ich keine Gefahr für die WM und würde es nicht als Ausrede gelten lassen."

Quelle: sid/jr
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