Zweite Heimpleite
Hamburger SV blamiert sich gegen VfL Bochum
Donnerstag, 26. November 2009 15:00Der stark ersatzgeschwächte Hamburger SV hat zum Abschluss des 13. Spieltags überraschend vor heimischen Publikum gegen den VfL Bochum verloren. Durch das fünfte sieglose Spiel in Serie und die zweite Heimpleite in Folge rutschte die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia auf den fünften Tabellenrang zurück.

Mangelnde Durchschlagskraft im Angriff und ein „Torklau“ durch Schiedsrichter Günter Perl sorgten bei den 53.838 Zuschauern für erneuten Frust, während Heiko Herrlich im dritten Anlauf den ersten Sieg als VfL-Trainer feierte. Die Westfalen, die zuvor viermal nacheinander verloren hatten, bleiben Vorletzter, schlossen mit elf Punkten aber zum Tabellen-16. VfB Stuttgart auf. „Es ist unfassbar“, sagte HSV-Kapitän David Jarolim: „Wir haben Chancen genug gehabt. Dann haben wir hinten einen Riesenfehler gemacht, da darf man sich nicht wundern, wenn man verliert.“
Neben den sechs Langzeitverletzten um die Torjäger Mladen Petric und Paolo Guerrero fiel beim HSV auch noch Nationalspieler Jerome Boateng mit einer Grippe aus, und Regisseur Ze Roberto fehlte mit einem Bänderriss. Der Schwede Marcus Berg konnte nach gerade überstandener Magen-Darm-Erkrankung erst in der Schlussphase eingreifen. Eljero Elia hatte sich nach grippalem Infekt praktisch im letzten Moment fit gemeldet. „Das kann kein Alibi sein“, sagte Jarolim aber.
Erst ab der 25. Minute wagte sich der VfL ab und an nach vorne, ohne aber wirklich gefährlich zu sein. Wie sehr den Hamburgern ihre Top-Angreifer fehlten, war in der 29. Minute zu sehen, als der 19-jährige Tolgay Arslan den Ball im Strafraum freistehend verstolperte. In der 32. Minute köpfte dann Joris Mathijsen nach einem Eckball die vermeintliche Führung. Schiedsrichter Perl erkannte den regulären Treffer aber nicht an, er hatte eine Behinderung von Heerwagen durch Elia im Strafraum beobachtet. „Die Bilder sagen alles“, meinte HSV-Trainer Bruno Labbadia nach Ansicht der Fernsehbilder.
Im zweiten Durchgang mischten die Gäste etwas mutiger mit und hätten mit etwas Glück schon durch den eingewechselten Roman Prokoph (61.) in Führung gehen können. Auf der anderen Seite erwies sich erneut Elia bei zwei guten Gelegenheiten (56., 63.) als „Chancentod“. Der Schwung des ersten Durchgangs war nun aber dahin, mit zunehmender Spielzeit machte sich so etwas wie Resignation bei den Hamburgern breit.„Zu den Problemen, die wir momentan haben, fehlt auch noch das Glück“, analysierte Labbadia, der seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen wollte: „Wir haben 60, 70 Minuten lang alles richtig gemacht, aber es fehlte die Durchschlagskraft, das war das Manko.“sid/fb






















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