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NBA

Drama beim Sieg von Nowitzkis Mavs

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks haben in der NBA ihren siebten Saisonsieg gefeiert. Die Texaner gewannen am Sonntag (Ortszeit) bei den Detroit Pistons mit 95:90 und verteidigten damit die Tabellenführung in der Southwest Division. Der Superstar kam als bester Werfer seiner Mannschaft auf 25 Punkte.

Dallas-Mavericks-Star  Dirk Nowitzki (41) auf dem Weg zum Korb gegen den Detroit-Pistons-Gegner Charlie Villanueva
Foto: AP
Dallas-Mavericks-Star Dirk Nowitzki (41) auf dem Weg zum Korb gegen den Detroit-Pistons-Gegner Charlie Villanueva

Nach der herbeigesehnten Schlusssirene war für Dirk Nowitzki der 95:90-Sieg mit den Dallas Mavericks bei den Detroit Pistons reine Nebensache. Während des gesamten Spiels hatten der deutsche Basketball-Star und seine Teamkollegen mit ihrem unmittelbar vor dem Tip-Off wegen Schwindelanfällen ins Krankenhaus eingelieferten Center Eric Dampier gezittert. Nach Spielschluss sorgte dann Trainer Rick Carlisle durch seine Entwarnung für große Erleichterung. „Wir wussten nicht, was wirklich passiert ist. Unsere Gedanken und Gebete waren deswegen bei 'Damp'“, beschrieb Nowitzki die Gefühlslage der Mannschaft auf dem Parkett.

Eric Dampier hatte noch das Aufwärmprogramm begonnen, musste danach aber sichtlich benommen vom Feld geführt und in eine Klinik gebracht werden. Untersuchungen auch auf eine Infektion mit dem Schweinegrippeerreger H1N1 blieben allerdings ohne Ergebnis, so dass der 34-Jährige lediglich noch zur Beobachtung bis Montag im Krankenhaus bleiben musste. „Es war ganz schön hart zu sehen, dass er sich noch aufwärmt und dann plötzlich vom Feld und ins Krankenhaus muss“, schilderte Nowitzki die Situation.

Die Ungewissheit über Dampiers Zustand mag ein Grund für den 40:46-Rückstand der Texaner zur Pause gewesen sein. Im dritten Viertel allerdings drehte Dallas die Partie vorentscheidend zu seinen Gunsten. Maßgeblichen Anteil daran hatte Nowitzki, der im vorletzten Abschnitt mit neun Punkten eine dreimal so hohe Ausbeute wie in der ersten Spielhälfte verbuchte. Der gebürtige Würzburger sorgte im spannenden Schlussviertel 35,3 Sekunden vor Spielende auch für den entscheidenden 93:88-Vorsprung seines Teams.

Dallas behauptete durch seinen zweiten Erfolg hintereinander die Tabellenführung in der Southwest Divion mit einer Gesamtbilanz von 7:3 Siegen vor den Houston Rockets (6:4). In der Western Conference rangierte Nowitzkis Mannschaft auf dem dritten Rang hinter den Phoenix Suns (9:2) und den Portland Trail Blazers (8:3), aber noch vor den punktgleichen Teams der Denver Nuggets und von Titelverteidiger Los Angeles Lakers.

Wie Nowitzki war auch sein Nationalmannschafts-Kollegen Chris Kaman mit den Los Angeles Clippers erfolgreich. Die Kalifornier feierten bei Oklahoma City Thunder mit 101:93 ihren ersten Sieg nach zuvor drei Niederlagen in Serie und revanchierten sich zugleich für die 79:83-Heimpleite vier Tage zuvor. Trotz ihres vierten Sieges im elften Saisonspiel sind die Clippers, bei den Kaman mit 25 Zählern erneut der erfolgreichste Spieler war, allerdings auf dem elften Platz der West-Tabelle weiterhin abgeschlagen.

Zeit zum Verschnaufen bleibt Nowitzki und Co. nach dem Erfolg nicht. Bereits am Montag (Ortszeit) gastieren die „Mavs“ bei den Milwaukee Bucks – im vierten Auswärtsspiel nacheinander. Mit einer beeindruckenden Gala-Vorstellung hatte sich zuletzt Rookie Brandon Jennings von den Milwaukee Bucks ins Rampenlicht der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gespielt.

Beim 129:125-Sieg gegen die Golden State Warriors erzielte der 20-Jährige 55 Punkte, wobei er im ersten Viertel noch ohne Korb geblieben war. Am Ende hatte Jennings den Rookie-Rekord des legendären Wilt Chamberlain aus dem Januar 1960 mit 58 Punkten für Philadelphia gegen Detroit nur knapp verfehlt.

Allein im dritten Viertel erzielte Jennings 29 Punkte und sicherte seiner Mannschaft den vierten Sieg in Serie. In der Bucks-Geschichte hatten zuvor überhaupt nur zwei Spieler mehr als 50 Punkte geworfen. In der Statistik standen für Jennings nach 40: 43 Minuten Spielzeit 21 Treffer bei 34 Wurfversuchen aus dem Feld, darunter sieben von acht Dreiern, sowie sechs (von acht) von der Freiwurflinie.



Erschienen am 16.11.2009

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