Kicker-Ticker
Wechselt Enke als Rost-Nachfolger zum HSV?
Mittwoch, 4. November 2009 12:02Hannovers Nationaltorhüter Robert Enke soll beim Hamburger SV als möglicher Nachfolger von Frank Rost im Gespräch sein. Außerdem: Bayern Münchens Sportdirektor Christian Nerlinger kritisiert Günther Jauch, Patrick Helmes trainiert nach seinem Kreuzbandriss wieder, und der englische Zweitligist Newcastle United steht nicht mehr zum Verkauf.
++++ Um Nationaltorhüter Robert Enke ranken sich erneut Wechsel-Spekulationen. Der 32 Jahre alte Schlussmann von Hannover 96 soll laut Berichten Hamburger Zeitungen als Nachfolger für Frank Rost beim Hamburger SV infrage kommen. Rosts Vertrag bei den Hanseaten läuft am Saisonende aus. Derzeit verhandelt der 36-Jährige über eine Verlängerung seines Kontraktes. Die HSV-Verantwortlichen weisen die Spekulationen zurück. Angebliche Gespräche zwischen dem Vereinsvorsitzenden Bernd Hoffmann und Enkes Berater Jörg Neblung seien Gerüchte. „Ich habe definitiv nicht mit Herrn Neblung über Robert Enke gesprochen“, sagte Hoffmann. Auch Enkes Vertrag in Hannover endet im Sommer nächsten Jahres. HSV-Trainer Bruno Labbadia lobte Rost unterdessen als einen Spielertyp, den er „gern in der Mannschaft“ habe. Über die Zukunft des Torhüters in Hamburg soll in den nächsten Wochen entschieden werden. ++++
++++ Carlos Eduardo von 1899 Hoffenheim ist knapp acht Monate vor der WM-Endrunde in Südafrika erstmals ins Aufgebot der brasilianischen Nationalmannschaft berufen worden. Der 22 Jahre alte Offensivspieler ist einer von drei Neulingen im Kader der Selecao für die Testspiele gegen England am 14. November in Doha und drei Tage später gegen Oman in der Hauptstadt Maskat. Nationalcoach Dunga hat zudem erneut die Bundesliga-Profis Josue vom VfL Wolfsburg und Naldo von Werder Bremen für den Jahresabschluss der Selecao eingeladen. Stürmer Hulk vom FC Porto und Außenverteidiger Michel Bastos stehen dagegen wie Carlos Eduardo erstmals im Aufgebot. Für das 24-köpfige Aufgebot mit den Superstars Kaka (Real Madrid) und Robinho (Manchester City) verzichtete Dunga diesmal auf in Brasilien tätige Spieler, da sich dort die Meisterschaft in der Endphase befindet. ++++
++++ Grafite sieht sich beim VfL Wolfsburg zunehmend harter Kritik ausgesetzt. „Der Junge ist keine 18 mehr. Er muss den Alltag bewältigen. Wir können ihn hier nicht in ein Papa-Mobil stecken. Als Profi muss er den Druck des Geschäfts einfach aushalten“, sagte VfL-Aufsichtsrat Stephan Grühsem der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung". Nach seinen bisher meist schwachen Leistungen und der Roten Karte im Champions-League-Spiel vor einer Woche gegen Besiktas Istanbul (0:0) war Grafite von Wolfsburgs Trainer Armin Veh zu einem einwöchigen Urlaub in seine brasilianische Heimat geschickt worden. „Ich hoffe vor allem, dass Grafite zu Hause die richtigen Menschen um sich hat, damit er wirklich auf andere Gedanken kommt“, meinte Grühsem. Am Freitagabend wird Grafite zurückerwartet. Für das Punktspiel am Samstag gegen Mainz 05 ist ein Einsatz des 30-Jährigen somit wohl erneut kein Thema. Erst Sonntag soll der Stürmer wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Grühsem fordert, dass sich Grafite dann bedingungslos auf seine Aufgabe beim VfL konzentriert und auch seinen Traum von einer WM-Teilnahme mit der brasilianischen Nationalmannschaft hinten anstellt. ++++
++++ Mit einem 2:0 beim Zweitligisten FC Barnsley hat Manchester United seine Pflichtaufgabe gelöst, doch dem Premier-League-Klub droht nach Ausschreitungen von Manchester-Anhängern eine Untersuchung der Polizei und des Fußballverbandes FA. Ein Teil der rund 4000 mitgereisten ManU-Fans stürmte am Rande des Ligapokalspiels eine Imbissbude im Oakwell-Stadion, plünderte die Kasse und stahl Getränke und Lebensmittel, mit denen später Ordner und Polizei beworfen wurden. Acht Randalierer wurden nach Polizeiangaben festgenommen. Die Szenen überschatteten einen verdienten Sieg der gegenüber der 0:2-Niederlage beim FC Liverpool in der Liga auf allen Positionen veränderten Gäste-Elf. Danny Welbeck (6. Minute) und Michael Owen mit einem sehenswerten Treffer (59.) sicherten den Sieg. Auch in den übrigen Spielen setzten sich in der 4. Pokalrunde die Premier-League-Vereine durch. Die mit drei Schweinegrippe-Fällen im Team kämpfenden Blackburn Rovers schlugen den FC Peterborough mit 5:2, Aston Villa setzte sich erst im Elfmeterschießen gegen den FC Sunderland mit 3:1 durch. Der FC Portsmouth schlug Premier-League-Konkurrent Stoke City mit 4:0 und zog ebenfalls in die Runde der letzten Acht ein. ++++
++++ Beim Verein von David Odonkor geht offenbar die Schweinegrippe um. Nach Angaben des spanischen Zweitligisten Real Betis Sevilla weisen gleich zehn Profis Symptome des H1N1-Virus auf. Die Ergebnisse entsprechender Tests lägen in 48 Stunden vor, erklärte der Verein. „Den Symptomen nach handelt es sich um Schweinegrippe, aber wir müssen die Ergebnisse abwarten.“ Von fünf Spielern hat der Klub den Namen veröffentlicht, Odonkor ist nicht darunter. ++++
++++ Gegen den FC Portsmouth ist von der englischen Premier League ein vorübergehendes Transferverbot verhängt worden. Ligasprecher Dan Johnson bestätigte den Vorgang, sagte aber nichts über die Länge des Verbots. Hintergrund sind die Wechsel von Glen Johnson vom FC Chelsea im August 2007 und Lassana Diarra vom FC Arsenal im Januar 2008 in den Fratton Park. Portsmouth soll die Transfersummen noch nicht vollständig an die jeweiligen Klubs gezahlt haben. „Der Prozess zur Klärung läuft. Wir sind zuversichtlich, dass sich das bis Ende der Woche geklärt hat“, sagte Portsmouth-Pressesprecher Gary Double. Johnson sowie Diarra haben den derzeitigen Tabellenletzten der Premier League mittlerweile schon wieder verlassen. Diarra spielt bei Real Madrid in Spanien, Johnson beim FC Liverpool. ++++
++++ Drittligist Dynamo Dresden hat auf zuletzt mehrfache Disziplinverstöße seiner Fans reagiert und das Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching am Samstag (14.00 Uhr) in eigener Regie zum Sicherheitsspiel erklärt. Um die erhöhten Kosten für aufgestocktes Ordnerpersonal und Sprengstoff-Suchhunde an den Eingängen aufzufangen, wurden die Ticketpreise im Stehplatzbereich einmalig um einen Euro erhöht. Zudem herrscht im neuen Rudolf-Harbig-Stadion ein komplettes Alkoholverbot. Beim letzten Heimspiel gegen Kickers Offenbach (2:4) war aus dem Stehplatz-Block ein Knallkörper auf das Feld geworfen worden und hatte Dynamos Torwart Axel Keller nur knapp verfehlt. Bei neuerlichen Vorfällen drohen den Sachsen harte Strafen des DFB bis hin zu einem sogenannten Geisterspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Gegen Offenbach waren mehr als 21.000 Zuschauer im Stadion. Für die Partie gegen Unterhaching rechnet Dynamo trotz bislang schwachen Saisonleistungen und Tabellenplatz 17 mit einer ähnlichen Kulisse. 8.000 Tickets wurden bereits im Vorverkauf abgesetzt. ++++
++++ Der englische Zweitligist Newcastle United steht nicht mehr zum Verkauf. Eigner Mike Ashley nahm den Absteiger aus der Premier League vom Markt, weil auch das jüngste Kauf-Angebot nicht die geforderte Mindesthöhe von umgerechnet 88 Millionen Euro erreichte, und will nun vielmehr weitere 22 Millionen Euro in den Klub aus dem Nordosten Englands investieren. Ashley will durch den Verkauf der Namensrechte am St. James Park neues Geld generieren. Zudem erhielt Interims-Manager Chris Hughton nun einen Vertrag für die nächsten 18 Monate als Teammanager. Nach 14 Spieltagen in der Championsship steht Newcastle an der Spitze. ++++
++++ Juventus Turin will zukünftig stärker auf Talente setzen. „Wir müssen selber Spieler produzieren, nur so werden wir zu großen Resultaten kommen. Daher werden wir mehr in junge Talente investieren. Wir werden dafür sechs Millionen Euro pro Jahr in den nächsten fünf Jahren ausgeben“, sagte Juventus-Geschäftsführer Jean-Claude Blanc, der am Dienstag auch das Amt des Präsidenten anstelle des zurückgetretenen Giovanni Cobolli Gigli übernommen hat. Bei der Aktionärsversammlung des Klubs in Turin erklärte Blanc, dass junge Spieler mit den Juve-Stars im Klublager von Vinovo bei Turin trainieren werden. Als schärfste Rivalen in Europa betrachtet Blanc Bayern München, Real Madrid und Manchester United. „Diese Vereine besitzen ihr Stadion und wir wollen auch diesen Weg gehen“, sagte Blanc. Juves neue Arena, die in eineinhalb Jahren fertiggestellt sein soll, wird dann voraussichtlich 40.000 Zuschauern Platz bieten. 105 Millionen Euro soll der Bau auf dem Gelände des alten Stadions Delle Alpi kosten. ++++sid/dpa/jrErschienen am 28.10.2009




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