Fussball-Bundesliga
Finanznot – Schalke entlässt acht Mitarbeiter
Wegen der großen finanziellen Probleme hat Schalke 04 acht Mitarbeiter gekündigt. Zuvor war bekannt geworden, dass der Londoner Investor Stephen Schechter, dem der Klub einen Großteil der künftigen Zuschauereinnahmen verpfändet hat, die Absetzung von Geschäftsführer Peter Peters gefordert haben soll.
Bundesligist Schalke 04 entlässt wegen seiner großen Finanzprobleme Mitarbeiter. Nach Informationen der Fachzeitschrift RevierSport wurde in dieser Woche acht langjährigen Mitarbeitern unter anderem aus der Rechtsabteilung und der Hausmeisterei gekündigt. Vor einigen Wochen mussten bereits zwei Kräfte aus dem Schalke-Museum gehen.
"Der Verein befindet sich im Umbruch, dazu gehören die Veränderung der Strukturen und unangenehme Aufgaben wie die Entlassungen", sagte Trainer und Manager Felix Magath am Donnerstag: "Wir reduzieren die Ausgabenseite und arbeiten daran, Gelder reinzubekommen."
Der mit 136,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten belastete siebenmalige deutsche Meister hat nach Informationen der "Financial Times Deutschland"(FTD) noch größere Finanznöte als bislang bekannt. Der Londoner Investor Stephen Schechter, dem der Traditionsklub für einen Stadionkredit einen Großteil der künftigen Zuschauereinnahmen verpfändet hat, soll die Absetzung von Geschäftsführer Peter Peters gefordert haben, weil er diesem nicht zutraue, die Finanzen in den Griff zu bekommen.
"Keiner hat dieses Thema angedacht, wir lassen uns nicht von Außenstehenden reinreden", sagte Magath: "Es wird keinen neuen Vorstand geben, keiner wird gehen, und keiner neu hinzukommen."
Peters, nach der Entmachtung des Vereinspräsidenten Josef Schnusenberg im Schalker Vorstand für die Finanzen zuständig, soll Schechter kürzlich berichtet haben, dass drei der vier Sicherheitskonten, über die zahlreiche Kredite des Klubs bedient werden, kein Guthaben aufweisen. Der Verein erklärte am Donnerstag, die Sicherheitskonten der Schechter-Anleihe seien vertragsgemäß gefüllt. Alle bislang fälligen Raten der Anleihe seien pünktlich bedient worden.
Laut "FTD" sei nur das Konto noch gefüllt, über das die Schechter-Anleihe bedient wird. Der Brite selbst hat bislang, so seine Firma, immer pünktlich die Raten aus Gelsenkirchen überwiesen bekommen.
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