20.08.09

Leichtathletik

Maskottchen Berlino ist der wahre Star dieser WM

Wann immer es bei der Leichtathletik-WM etwas zu feiern gibt, taucht aus dem Nichts "Berlino" auf und ist mittendrin. Längst ist aus dem Bären ein Star der Titelkämpfe geworden, vielleicht sogar der größte – Divenhaftigkeit inklusive. Interviewanfragen lehnt er ab, der feine Bär kommuniziert ausschließlich via Internet.

Von Steffen Lüdeke
Foto: AFP

Wer hätte das gedacht? WM-Maskottchen Berlino hat in kürzester Zeit Kultstatus erlangt.

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Das schnellste Wesen im Olympiastadion? Usain Bolt? Falsch gedacht. Berlino, das bärige Maskottchen der Leichtathletik-WM, ist dem Jamaikaner meist einen Schritt voraus. Wann immer es etwas zu feiern gibt, taucht aus dem Nichts ein Bär auf und ist mittendrin. Steffi Nerius hätte er fast erdrückt, Berlino war der erste, mit dem Bolt seinen Weltrekord feierte, von Robert Harting ließ sich er sich durchs Stadion tragen und Jennifer Oeser wusste kaum wie ihr geschah, als der Bär ihre Hand küsste. Die Zuneigung stößt aber auf Gegenliebe. "Berlino ist das süßeste und schönste Maskottchen seit Jahren", erklärte Oeser.

Längst ist aus dem Bären ein Star der Titelkämpfe geworden, vielleicht sogar der größte. Divenhaftigkeit inklusive.

Interviewanfragen lässt er über das Organisationskomitee negativ bescheiden, mehr als ein Brummen war ihm bisher nicht zu entlocken. Der feine Bär kommuniziert ausschließlich via Internet, auf der Homepage der Weltmeisterschaften ist zu erfahren, dass er Knut, Herthinho, Fuchsi und Bully zu seinen Freunden zählt und Currywurst und Gummmibärchen zu seinen Lieblingsspeisen gehören. Knut tut gut, hieß es früher in Berlin. Gut möglich, dass in Zukunft nicht mehr der Eisbär, sondern Berlino in Liedern besungen wird. Drei Berliner verleihen der Figur Leben, so wird der Bär zur multiplen Persönlichkeit, die an verschiedenen Orten gleichzeitig für Frohsinn sorgen kann. Am Brandenburger Tor wollen die Touristen fast ohne Pause mit Berlino fotografiert werden, auch auf dem Gelände des Olympiastadions bildet sich eine Menschentraube, wo immer der Bär sich blicken lässt.

Diese Metamorphose des Maskottchens ist erstaunlich. Vom Ladenhüter zum Liebling der Massen, in nur wenigen Wochen. Berlino ist inzwischen so populär, dass er nachts gut bewacht und unter der Obhut der Polizei im Olympiastadion in deren unterirdischen Revier in sicherer Verwahrung liegt. "In der Vorbereitung hieß es dauernd, der Bär ist zu dick, zu dünn, zu wenig fröhlich", erinnert sich Clemens Prokop, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Doch die Kritik ist verstummt. Mittlerweile ist sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel stolze Eigentümerin einer Miniaturausgabe des Bären.

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