27.02.2013, 21:23

Toptorjäger Zorc bestätigt – Lewandowski verlässt den BVB

Nun hat auch der Sportdirektor von Borussia Dortmund eingeräumt, was absehbar war: BVB-Toptorjäger Robert Lewandowski wird seinen Vertrag beim Meister nicht verlängern. Nur wann er geht, ist offen.

Der Abschied von Stürmer Robert Lewandowski von Borussia Dortmund steht fest – nur der Zeitpunkt ist noch offen. Der Pole werde seinen Vertrag beim amtierenden Double-Gewinner nicht verlängern, bestätigte Sportdirektor Michael Zorc am Mittwoch vor dem Viertelfinale des DFB-Pokals beim FC Bayern München beim Pay-TV-Sender Sky.

Die Frage sei, ob Lewandowski schon diesen Sommer oder erst mit Ende seines Kontrakts im kommenden Jahr wechseln werde, so Zorc. Zuletzt hatte der Berater des 24-Jährigen angekündigt, dass Lewandowski ein Angebot der Dortmunder zur Vertragsverlängerung nicht annehmen werde.

Der polnischer Nationalspieler selbst nimmt die ständigen Transfergerüchte um seine Person gelassen. "In Polen wird jede Saison spekuliert, zu welchen Mannschaften ich gehen könnte", juxte Lewandowski bei Sky: "Mich interessiert das alles nicht. Ich konzentriere mich nur auf das Geschehen auf dem Platz. Das ist für mich das Wichtigste."

Gegenüber "Sport Bild" sagte Lewandowski: "Ich habe einen Vertrag bis 2014 – von daher ist es klar, dass ich mir auch sehr gut vorstellen kann, nächste Saison weiter beim BVB zu spielen."

Beckenbauer plädiert für Lewandowski-Transfer

Derweil hat sich Franz Beckenbauer für einen Transfer des Dortmunder Top-Angreifers nach München ausgesprochen: "Wenn man einen Lewandowski bekommen kann, sollte man ihn nehmen", sagte Bayern Münchens Ehrenpräsident der "Abendzeitung" und frotzelte: "Vielleicht wollen sie ihn ja als Neuer-Ersatz, weil sie ja schon drei Stürmer haben."

Tatsächlich wird der Stürmer aber laut "Bild" nicht nach München wechseln – zumindest nicht im Sommer. Die Bayern seien demnach nicht bereit, für den Polen eine Ablösesumme zu bezahlen. Lewandowski hat bei der Borussia noch einen Vertrag bis 2014.

Den jüngsten Versuch, die Gerüchteküche abzukühlen, unternahm Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in Interviews des "Münchner Merkur" und der "tz" (Mittwoch). Demnach will man mit dem künftigen Coach Pep Guardiola "noch nicht" über etwaige Zugänge gesprochen haben.

"Wie ich ihn verstanden habe, sieht er es nicht für notwendig, dramatisch einzukaufen. Wir werden unsere Personalentscheidungen dieses Jahr aber sicher auch erst spät fällen", sagte Rummenigge.

BVB-Trainer Jürgen Klopp lassen alle Gerüchte nach eigenen Angaben kalt. Nachfragen konterte er bissig: "Mich würde viel mehr interessieren, wo Mario Gomez nächstes Jahr spielt oder Arjen Robben", sagte Klopp. Das Theater um Lewandowski interessiere ihn "null".

(dpa/lwö)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter