25.02.2013, 01:31

Daytona 500 Johnson siegt – Patrick schreibt Nascar-Geschichte

Jimmie Johnson

Foto: AP/dpa

Jimmie Johnson Foto: AP/dpa

Jimmie Johnson hat zum zweiten Mal das legendäre 500-Meilen-Rennen von Daytona gewonnen. Danica Patrick, die als erste Frau von der Pole Position gestartet war, belegte einen starken achten Platz.

Nach ihrer historischen Pole Position hat die amerikanische Rennfahrerin Danica Patrick bei den 500 Meilen von Daytona einen Podestplatz nur knapp verpasst. Die 30-Jährige erzielte als Achte dennoch das beste Ergebnis einer Frau bei dem Motorsport-Klassiker und schrieb mit der ersten Führungsrunde für eine Frau weitere Nascar-Geschichte.

Den Sieg sicherte sich am Sonntag der fünfmalige Nascar-Champion Jimmie Johnson wie schon 2006. Zweiter wurde sein Chevy-Teamkollege Dale Earnhardt.

Rund 24 Stunden war es beim Auftakt der Nationwide Series zu einem schweren Unfall mit mindestens 28 verletzten Zuschauern gekommen.

Der Präsident des Daytona International Speedways, Joie Chitwood, erklärte am Sonntag in einer Pressekonferenz noch einmal: "Alles, was ich zum jetzigen Zeitpunkt sagen kann, ist, dass wir 14 Personen in umliegende Krankenhäuser transportiert haben. Ich kann aber leider keine Auskunft darüber geben, wie viele Zuschauer darüber hinaus eigenständig ein Hospital aufgesucht haben."

Keine Gedanken an eine Absage des Rennens

Die 14 Zuschauer, die im Streckenhospital behandelt wurden, hätten dieses wieder verlassen, sagte Chitwood. Mit verweis auf Rechtslage machte er weiterhin keine Angaben über die Schwere der Verletzungen.

Gedanken an eine Absage der 55. Auflage des Klassikers Daytona 500 mit der aufsehenerregenden Pole für Patrick hatte er schon am Abend zuvor weggewischt. Die Strecke werde wieder hergerichtet. "Wir sind bereit für das Rennen", so Chitwood. Und dabei kam es dann zum Glück bei zwei größeren Karambolagen nur zu leichteren Blechschäden.

Polesetterin Patrick konnte ihren Top-Startplatz nur kurz verteidigen, dann zog Routinier Jeff Gordon an ihr vorbei. Dennoch notierten die Statistiker in der 90. die erste Führungsrunde für eine Frau bei dem legendären Rennen.

Bis zu 100. Runde von 200 Umläufen lagen 34 Fahrer gerade mal 3,7 Sekunden auseinander. Patrick, fiel phasenweise auf Rang zehn zurück, kurz vor Schluss schien die Sensation aber greifbar nah, als sie auf Platz drei lag. Am Ende fehlten ihr 0,658 Sekunden auf Sieger Johnson.

(dpa/tma)
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