23.02.13

Heynckes-Jubiläum

Auch Bayerns B-Elf ist viel zu stark für Werder

In seinem Jubiläumsspiel schonte Bayern-Trainer Jupp Heynckes sechs seiner Stars für das DFB-Pokal-Viertelfinale am Mittwoch gegen Borussia Dortmund. Werder Bremen war trotzdem chancenlos.

Foto: dpa

Bayern München - Werder Bremen 6:1 (2:0)
Zum 1000. Bundesliga-Spiel von Jupp Heynckes ...

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Es dauerte nicht mal eine Stunde, da war der "opulente" Sieg, wie Jupp Heynckes den Erfolg zu seinem Jubiläum nannte, bereits vergessen. Kurz vor sechs Uhr am Samstagnachmittag hakte der FC Bayern das 6:1 (2:0) gegen Werder Bremen als weiteren Etappensieg auf dem Weg zur 23. deutschen Meisterschaft ab – fast alles drehte sich um das Viertelfinale im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund am Mittwoch. "Das ist ein K.o.-Spiel", sagte Kapitän Philipp Lahm – es geht also endlich mal wieder um was.

Die Meisterschaft, daran haben wohl auch die Münchner keine Zweifel mehr, werden sie im Mai auf dem Rathausbalkon feiern. "Das ist der wichtigste Titel, da sind wir auf einem guten Weg", betonte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Nun geht es um die Zierde für die Schale. Dortmund, das ist eine Herausforderung, eine Prestige-Angelegenheit, eine Frage der Ehre. "Es ist das Spiel der zwei besten deutschen Mannschaften, es wird spannend und qualitativ hochwertig werden", glaubt Rummenigge. Und er droht der Borussia: "Der FC Bayern ist gut vorbereitet."

In der Tat. In seinem 1000. Bundesliga-Spiel als Spieler oder Trainer hatte der mit Blumen und einer Uhr beschenkte Heynckes auf sechs Positionen eine Änderung vorgenommen. Bastian Schweinsteiger und Daniel van Buyten standen nicht einmal im Kader, David Alaba, Mario Mandzukic, Thomas Müller und Toni Kroos saßen auf der Bank. Dafür spielten zunächst Diego Contento, Jerome Boateng, Mario Gomez, Xherdan Shaqiri, Luiz Gustavo und Arjen Robben.

Unbefriedigender Nachmittag für Schaaf

Doch auch eine halbe B-Elf der FC Bayern ist für einen Gegner wie Bremen eine Nummer zu groß. Eine Findungsphase von 20 Minuten genügte, dann wurde Werder nach allen Regeln der Kunst zerlegt. "Das war ein unbefriedigender Nachmittag", sagte Trainer Thomas Schaaf, und er wurde es auch, weil in der 44. Minute Sebastian Prödl die Rote Karte sah.

Als Prödl an der Strafraumgrenze Gomez foulte, da stand es freilich auch schon 2:0 durch Treffer des starken Robben (25.) und von Javi Martinez (29.). Nach der Pause trafen Theo Gebre Selassie (49., Eigentor), Gomez (51.), Franck Ribéry (86.) und erneut Gomez (89.) für die Münchner. Nach ihren zuvor fünf Zu-Null-Siegen ließen die angehenden deutschen Meister aber auch mal wieder ein Gegentor zu: "Darüber sind wir ein bisschen verärgert", sagte Heynckes über den Treffer von Kevin De Bruyne (58.). Und das meinte er ernst.

Ebenso betonte Heynckes aber auch, dass "die Spieler, die vorher nicht gespielt haben, mein Vertrauen gerechtfertigt haben". Das galt für den zweifachen Torschützen Gomez, aber vor allem für Robben, der wie aufgedreht wirkte als Stellvertreter für Thomas Müller. Während Bastian Schweinsteiger nicht einmal im Kader stand, wirbelte Robben mit langen roten Unterhosen bei Eiseskälte derart unbeschwert, dass einem warm ums Herz wurde. Ein Tor selbst erzielt, zwei vorbereitet und meist nur durch Fouls zu stoppen – besser geht es fast nicht.

"Der Trainer kennt meine Qualitäten"

"Das 6:1 sieht einfach aus, aber es ist nicht einfach, wenn du sechs Spieler ohne Spielpraxis auf dem Platz hast", sagte Robben. Es war seine Art zu erklären: Egal, wer beim FC Bayern spielt, es kommt immer etwas Gutes dabei heraus. Und nein, ergänzte Robben, er selbst habe sich diesmal nun nicht extra angestrengt, weil er zuletzt nicht zur Stammformation gehört hat. "Der Trainer kennt meine Qualitäten", sagte er, und am Mittwoch wird er wohl spielen, weil Ribéry gesperrt ist. Einen Robben, sagte Rummenigge, "brauchen wir, um unsere Ziele zu erreichen."

Bremen hat bescheidenere Ziele, aber auch Bremen hat Bedarf: an ganzen Kerlen. Aleksandar Ignjovski jedenfalls war nach dem Spiel ziemlich verärgert. "So können wir nicht spielen", sagte er leise, aber bestimmt, und lieferte als Erklärung für das Debakel: "Wir Spieler müssen mehr Arsch in der Hose haben." Leider aber, ergänzte er, hätten das einige – und einige eben nicht.

Welches Team beschäftigte die meisten Trainer in der Bundesliga-Geschichte?
Frage 1 von 20
Quelle: sid/jr
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