16.02.13

Gegen Freiburg

Werder verliert zum Einstand von Manager Eichin

So hatte sich der neue Manager den Einstand nicht vorgestellt: Thomas Eichin sah in seinem ersten Spiel als Geschäftsführer von Werder Bremen eine Heimniederlage gegen den starken SC Freiburg.

Foto: dpa
Werder Bremen - SC Freiburg
Werder kam in den Zweikämpfen gegen Freiburg oft einen Schritt zu spät

Die Bremer Fußballprofis schlichen nach dem verdorbenen Einstand des neuen Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin mit hängenden Köpfen vom Platz. Nach einer turbulenten Partie mit insgesamt fünf Aluminium-Treffern verloren die Bremer am Samstag im ersten Spiel des Allofs-Nachfolgers 2:3 (1:1) gegen den SC Freiburg. "Wenn man verliert, ist das nie schön", kommentierte Eichin: "Wir müssen das schnell abhaken."

Eichin hatte bei seinem ersten Spiel als Werder-Manager neben Trainer Thomas Schaaf auf der Bank gesessen und aus der Nähe eine wechselhafte Leistung seiner Mannschaft gesehen. Zweimal glich Nils Petersen (39./64. Minute) vor 38.498 Zuschauern aus, doch die Freiburger gewannen nach Toren von Max Kruse (36.), Daniel Caligiuri (54./Foulelfmeter) und Matthias Ginter (71.).

"Es ging hin und her", sagte Eichin und fand auch lobende Worte: "Wir haben viele Dinge richtig gemacht." Der neue Geschäftsführer konnte allerdings auch erkennen, dass Werder nach forschem Beginn schnell die Kontrolle verlor. Das Team wirkte trotz der vorherigen zwei Siege zwischenzeitlich verunsichert. Es zeigte aber auch einige schöne Offensivaktionen und traf dreimal das Aluminium.

Torwart Sebastian Mielitz hatte reichlich zu tun. Chancenlos war der Bremer Keeper beim Führungstreffer von Kruse: Der frühere Werder-Spieler nutzte eine der vielen Unsicherheiten in der Bremer Abwehr und zog nach Vorlage von Jan Rosenthal kurz vor der Strafraumgrenze ab. Schuldlos war der Keeper auch beim sicher verwandelten Strafstoß von Caligiuri, der zuvor von Aleksandar Ignjovski gefoult worden war. Vor dem Tor von Ginter sah der Werder-Keeper indes schlecht aus.

De Bruyne reißt Lücken

Die meisten Werder-Angriffe liefen über den eifrigen Kevin de Bruyne. Der im Defensivverhalten fehlerhafte Belgier riss mit seinen Sprints mehrfach Lücken in die Freiburger Defensive. Es war kein Zufall, dass er das erste Tor von Petersen vorbereitete. Der Mittelstürmer, der eine halbe Minute zuvor noch freistehend gescheitert war, schob die schöne Vorlage sicher an Oliver Baumann vorbei zum Ausgleich ein. Später verwertete er eine Vorlage des eingewechselten Marko Arnautovic mit einem Abstauber zum abermaligen Gleichstand.

Die Freiburger, die zuletzt viermal gegen Bremen verloren hatten, agierten insgesamt druckvoller und gewannen nicht unverdient. "Es war ein richtiger Schlagabtausch. Gegen so eine Wucht dagegenzuhalten, nötigt mir Respekt ab", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich.

Der von Dynamo Kiew umworbene Werder-Profi Arnautovic saß zunächst auf der Bank, sorgte nach seiner Einwechslung aber für Wirbel. Vor dem Spiel hatte Eichin das Gerücht dementiert, dass sich die beiden Vereine über einen Wechsel des österreichischen Nationalspielers bereits einig seien.

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