07.02.13

Comeback

Nadal – "Noch nicht der Moment, mich zu beerdigen"

Tennisstar Rafael Nadal hat nach rund siebenmonatiger Verletzungspause auch im Einzel ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Der Spanier gibt sich kämpferisch – und dämpft gleichzeitig die Erwartungen.

Foto: REUTERS

Nach 90 Minuten war es geschafft: Rafael Nadal hatte den Argentinier Federico Delbonis besiegt und jubelte über seine gelungene Rückkehr
Nach 90 Minuten war es geschafft: Rafael Nadal hatte den Argentinier Federico Delbonis besiegt und jubelte über seine gelungene Rückkehr

Die Rückkehr ist gelungen, die Fragen und Zweifel bleiben. Nach seinem Premierensieg beim ATP-Turnier in Vina del Mar (Chile) musste ein erleichterter Rafael Nadal schon wieder die immensen Erwartungen dämpfen. Gerade erst hatte er nach einem 0:2-Rückstand im ersten Satz den argentinischen Qualifikanten Federico Delbonis mit 6:3, 6:2 bezwungen, da gab er schon wieder Auskunft über seinen Gesundheitszustand, sein Knie und natürlich seine Ambitionen für die French Open Ende Mai in Paris.

Nach mehr als siebenmonatiger Verletzungspause ist der einst beste Sandplatz-Spieler also wieder zurück auf den Tennis-Plätzen der Welt. Einen Tag nach seinem Aufwärmsieg im Doppel zog er bei der beschaulichen Veranstaltung im Club Naval de Campo Las Salinas ins Viertelfinale ein.

Endlich müssen keine Tage mehr gezählt werden, die seit seinem letzten Match vergangen sind. Endlich keine Geschichten mehr über abgebrochene Comeback-Versuche, keine immer wiederkehrenden Erinnerungen an sein Zweitrunden-Aus in Wimbledon im Juni 2012.

Im fliederfarbenen Shirt und mit einem weißen Tapeverband unter dem linken Knie hatte Nadal am Mittwochabend den extra für seine Rückkehr ausgebauten Court betreten. Angetrieben von 4500 euphorisierten Zuschauern wackelte der ehemalige Weltranglisten-Erste nur ganz kurz zu Beginn des Matches.

Keine Angst vor den Dauerrivalen

Nach knapp 90 Minuten beendete der 26 Jahre alte Linkshänder aus Mallorca seine Comeback-Schicht und stellte sich wieder den seit Tagen immer gleichen Fragen. Wie fühlt sich das Knie an? Wann ist er wieder bei hundert Prozent?

"Ich habe nicht vergessen, wie man Tennis spielt. Ich glaube, dass ich wieder mein früheres Niveau erreichen kann", sagte er der französischen Sportzeitung "L'Équipe" und betonte mit Blick auf zwei seiner schärfsten Rivalen und ein vermeintliches Ende der Dauerrivalen-Ära mit Roger Federer: "Ich bin nur ein Jahr älter als (Novak) Djokovic und (Andy) Murray. Es ist vielleicht noch nicht der Moment, mich zu beerdigen."

Aber kann er wirklich das Grand-Slam-Turnier von Roland Garros zum achten Mal gewinnen? "Die French Open sind noch Lichtjahre weg", sagte Nadal. "Alles, was ich im Moment vor Augen habe, sind mein nächstes Doppel und mein nächstes Einzel-Match hier am Freitag."

Nadal ist zurückhaltend

Bislang hat er eine Operation am lädierten Knie vermieden, wird aber in den kommenden Wochen noch intensiver als bislang schon auf seinen Körper hören.

"Ich muss sicher sein, dass das Knie gut antwortet. Wenn die Genesung gut läuft und ich Woche für Woche bei 100 Prozent spielen kann und jeden Tag so viel trainieren kann wie ich will, dann können wir über ambitioniertere Ziele sprechen", sagte Nadal.

Der Spanier verabschiedete sich von den zahlreichen Reportern mit den Worten: "Lasst uns schauen, wie sich die Dinge entwickeln. Lasst uns in ein paar Wochen, in ein paar Monaten noch einmal sprechen."

Quelle: dpa/mh
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