06.02.13

Transfergerücht

Lewandowski zu Bayern? Watzke ist genervt

Angeblich soll Borussia Dortmunds Stürmer Robert Lewandowski ab der neuen Saison für Bayern München spielen. Von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gibt es dazu kein Dementi.

Foto: picture alliance / sampics / Ste

Spielt Robert Lewandowski (M.) in der kommenden Saison mit Philipp Lahm und Franck Ribery zusammen beim FC Bayern?
Spielt Robert Lewandowski (M.) in der kommenden Saison mit Philipp Lahm und Franck Ribery zusammen beim FC Bayern?

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke reagiert zunehmend genervt auf die Gerüchte über einen bevorstehenden Wechsel von Stürmerstar Robert Lewandowski zu Bayern München – er entkräftet sie aber auch nicht. Auf die Frage, ob der Double-Gewinner grundsätzlich bereit sei, auch mit dem Rekordmeister über einen Transfer des polnischen Torjägers zu verhandelt, sagte BVB-Boss Watzke: "Dazu sagen wir nichts. Wenn irgendjemand zu uns kommt, wird er das schon sehen."

Watzke erklärte erneut, dass es bezüglich eines Wechsels des 24-Jährigen an die Isar keinen Kontakt mit den Bayern-Verantwortlichen gebe. "Das alles ist eine einzige Spekulationsblase. In der Berichterstattung steckt nullkommanull Substanz, es gibt keine Primärquelle – das nervt mich mittlerweile, und ich werde dazu auch nichts mehr sagen", sagte Watzke: "Der Stand ist, dass Robert bei uns einen Vertrag bis 2014 besitzt, den wir verlängern wollen."

Watzke hatte aber auch zwei Tage vor der Verpflichtung Nuri Sahins Gerüchte über einen Transfer des Mittelfeldspielers dementiert. "Das kann ich nicht bestätigen. Das löst bei mir teilweise Belustigung und Kopfschütteln aus", sagte er wörtlich.

Die "Bild"-Zeitung berichtet unter Berufung auf das "polnische Umfeld" Lewandowskis, dass sich der Angreifer mit den Bayern bereits auf einen Wechsel im Sommer verständigt habe. Die Dortmunder Schmerzgrenze läge bei 30 Millionen Euro.

"Spiegel online" hatte eine namentlich nicht genannte Quelle zitiert, die "beste Drähte in die Vorstandsetage des FC Bayern München" besitze: "Wir sind uns mit dem Spieler so gut wie einig. Jetzt beginnen aber erst die Verhandlungen mit dem BVB."

Watzke sagte dem "Spiegel": "Wenn Robert seinen Vertrag bis zum Ende der Saison nicht verlängert, dann machen wir es wie immer: Wir setzten uns zu dritt zusammen (Trainer Jürgen Klopp, Sportdirektor Michael Zorc und Watzke; d. Red.) und diskutieren über das weitere Vorgehen. Das Ergebnis ist dabei völlig offen." Er betonte, dass der BVB Lewandowski "für ein x-beliebiges Angebot ganz sicher nicht abgeben" werde.

"In das Thema muss erst mal Ruhe rein"

Lewandowski selbst hat nach eigenen Angaben noch nicht über einen möglichen Wechsel zum FC Bayern entschieden. "In das Thema muss mal Ruhe hinein. Nach dem letzten Saisonspiel werden wir sprechen und dann weitersehen. Im Sommer fällt eine Entscheidung", sagte der Torjäger der "Sport Bild". Der Pole hatte zuletzt bei Nachfragen zu seiner Zukunft stets auf seinen noch rund eineinhalb Jahre laufenden Kontrakt bei den Borussen verwiesen – und tat dies auch jetzt wieder in dem Interview der "Sport Bild", das vor den letzten Wechsel-Spekulationen geführt wurde.

"Das nervt mich in letzter Zeit. Anfragen und Interessenten sind zwar schön. Ich habe aber allen Seiten mitgeteilt, dass ich bis zum Saisonende nichts hören möchte und mich voll auf den BVB konzentriere", sagte er und betonte: "Im Sommer werde ich mir alles anhören und mich mit meinen Beratern zusammensetzen. Mir ist alles andere momentan egal: Wie sagt man? Jacke wie Hose." In Polen werde "noch wilder spekuliert", sagte er.

Lewandowski hat in 28 Pflichtspielen für den BVB in dieser Saison 18 Tore erzielt und elf Vorlagen gegeben. Auch wegen seines Alters gehört er zu den begehrtesten Stürmern Europas. Angeblich sollen auch Spitzenklubs wie Manchester United und Manchester City interessiert sein.

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Quelle: sid/dpa/jr
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