04.02.13

Minutenprotokoll

Baltimore Ravens triumphieren im Super-Bowl-Krimi

Nichts für schwache Nerven: Zunächst pulverisierten die Ravens im 47. Super Bowl ihren Gegner. Nach einem Stromausfall gelang San Francisco ein unglaubliches Comeback, doch Baltimore schlug zurück.

Von Christoph Cöln
Foto: AP

Baltimore Ravens haben zum zweiten Mal in ihrer Klubgeschichte den Super Bowl gewonnen!

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Fazit: Einer der besten Super Bowls aller Zeiten

Der 47. Super Bowl in New Orleans hatte alles, was ein historisches Match haben muss: Außergewöhnliche Spielzüge, tolle Fights und große Emotionen. Gekrönt wurde die nervenaufreibende Dramaturgie von einem halbstündigen Stromausfall im Super Dome, der Baltimores Team total aus der Fassung brachte und fast den Titel gekostet hätte. Am Ende war es eine hauchdünne Entscheidung. Besser geht es kaum.

5.12 Uhr: Ray Lewis - Sünder, Heiliger, Legende

Oft kam er ins Straucheln, heute hielt er stand: Ray Lewis ist im siebten Himmel. Im letzten Spiel seiner an Höhe- und Tiefpunkten wahrlich nicht armen Karriere holt der gefürchtete Linebacker seinen zweiten Titel. Kann eine Footballer-Laufbahn schöner enden? Einen Fingerzeig für die Zeit nach dem Tackeln gab er auch gleich, als er dem voll besetzten Superdome folgende Botschaft zukommen ließ: "If God is for you, who can be against you?" Da scheint sich eine Zweitlaufbahn als Prediger abzuzeichnen.

5.10 Uhr: John und Jim, Jack und Jackie

Das war wohl der erste Super Bowl der Geschichte, der kein echtes Happy End hat. Bei Harbaughs geht ein Riss durch die Familie. Sie sind Gewinner und Verlierer zugleich. Und selbst die Eltern Jack und Jackie wissen nicht, ob sie sich mit John freuen sollen oder doch lieber Jim trösten gehen. Blöde Situation.

5.00 Uhr: Punkt fünf, der Pokal kommt

Die Vince-Lombardi-Trophy ist zwar nicht ganz so hässlich wie der Pott für den Handball-Weltmeister, aber auch nicht gerade eine Schönheit. Das Ding sieht aus wie ein riesiges Edelstahl-Zäpfchen aus der Alessi-Kollektion. Macht sich nur in freundlich ausgeleuchteten Klub-Vitrinen gut.

4.55 Uhr: Joe Flacco wird zum MVP gewählt

Das ist keine Überraschung: Ravens-Quarterback Joe Flacco wird zum wichtigsten Spieler des Finals gewählt. Absolut verdient. Flacco war der Turm in einer heftig umkämpften Schlacht. Mit seiner ruhigen, souveränen Ausstrahlung hat er auch nach dem halbstündigen Stromausfall sein Team zusammengehalten und mit genialen Pässen zum Sieg getragen.

4.45 Uhr: Baltimore explodiert! Sieg für die Ravens

Die Raben sind die Herrscher in der Bayou! Baltimore krönt sich in New Orleans nach 2001 erneut zum Super Bowl-Champion.

4.43 Uhr: Nach dem Wunder muss ein Wunder folgen

12 Sekunden verbleiben: Einen Spielzug gibt es noch. Die 49ers haben keinen Zugriff auf den Ball, Baltimore spielt extrem clever und schindet die nötigen Sekunden.

4.40 Uhr: Ravens-Defense kommt aus der Deckung

Rechtzeitig besinnen sich die Jungs aus Baltimore auf ihre größte Stärke: die Defensive. San Francisco schafft es in vier Versuchen nicht, vier Yards in die Endzone zurückzulegen.

4.35 Uhr: Vierter Versuch geht ins Leere

San Francisco geht auf den Touchdown, doch Kaepernicks Pass wird abgefangen. Jim Harbaugh rastet aus. Er will eine Flagge haben, denn sein Receiver ist in der Endzone festgehalten worden. Doch die Schiris haben es anders gesehen. War es das für 49ers?

4.33 Uhr: Wie heißt hier eigentlich der Pott?

Die letzte Auszeit gibt uns Gelegenheit, kurz das Objekt der Begierde vorzustellen. Es geht um die Vince Lombardi-Trophy, den Sieger-Pokal. 12.500 Dollar ist der Pott wert. Die Ringe, die die Spieler bekommen kommen dagegen auf 5000 Dollar – pro Nase. Die Preziosen sind allesamt mit Diamanten besetzt. 150 Stück erhält das Sieger-Team. Aber auch der Verlierer bekommt einen Satz Geschmeide. Die sind allerdings nur die Hälfte wert.

4.30 Uhr: Das Match steht Spitz auf Knopf

Kaepernick schießt einen Touchdown-Pass aus dem Handgelenk, aber Crabtree wird gefällt. Nächster Versuch, Dritter fürs Goal. Aber: Timeout! San Francisco nimmt noch eine Auszeit, bevor dieser alles entscheidende Spielzug läuft.

4.28 Uhr: Was für ein Spiel! Was für eine Aufholjagd!

San Francisco kurz vor der gegnerischen Endzone, gelingt den 49ers tatsächlich noch die nicht für möglich gehaltene Wende? Es riecht tatsächlich verdächtig nach Touchdown...

4.25 Uhr: Kaepernick macht Meter

Der 49ers-Quarterback geht wieder alleine und holt einen neuen ersten Versuch, im zweiten sucht er seinen Lieblingsreceiver Vernon Davis mit einem Monsterpass, doch Davis versemmelt das Ding.

4.21 Uhr: Justin Tucker mit dem Fieldgoal

Die Eichhörnchen-Taktik beschert den Ravens die nötigen Punkte, um San Francisco entscheidend unter Druck zu setzen. Tuckers Fieldgoal bedeutet für die 49ers, dass das Team einen weiteren Touchdown braucht, wenn sie das Spiel hier noch drehen wollen.

4.17 Uhr: Noch vier Minuten auf der Uhr

Gelbe Flagge: Foul gegen San Francisco, Baltimore bekommt einen neuen dritten Versuch und gewinnt Zeit. Im Stadion ist die Spannung zu greifen, das Match steht kurz vor der Entscheidung.

4.15 Uhr: Fantastischer Catch von Boldin

Kritisch ist gar kein Ausdruck für die Situation der Ravens. Doch Anquan Boldin gelingt ein toller Fang. Die Uhr tickt derweil weiter runter.

4.10 Uhr: Baltimore zeigt Nerven

Die Souveränität ist weg. Und der Ausfall von Ngata macht sich immer deutlicher bemerkbar in der Ravens-Defense. Flacco ist jetzt gefordert.

4.05 Uhr: San Francisco rollt! Nächster Touchdown!

Colin Kaepernick macht seinem Namen als laufender Quarterback alle Ehre: Er fasst sich ein Herz und legt einen Riesenlauf in die Endzone hin. Die 49ers verkürzen nun auf 31:30. Und Kaepernick darf erstmals guten Gewissens seinen Bizeps küssen.

3.54 Uhr: Anpfiff zum letzten Viertel

Spannender geht es ja kaum. Die Ravens am Drücker, aber San Francisco hat jetzt ganz klar Oberwasser. Auch die Körpersprache der 49ers drückt wieder Selbstbewusstsein und Siegeswillen aus.

3.50 Uhr: Auch bei Pierce schlägt es mächtig ein

Runningback Bernard Pierce geht die Linie entlang und wird dann von einem finalen Tackle ausgeknipst, liegt wie ein Käfer auf dem Rücken und kann sich kaum noch bewegen. Auch er muss zur medizinischen Untersuchung in die Kabine.

3.45 Uhr: Jones bekommt die Quittung

San Francisco mit dem Kickoff, Jacoby Jones - bis dato stärkster Rabe - geht mit dem Return auf und davon. Aber dann rauscht Delaney Walker von der Seite heran. Mit der Wucht eines Sattelschleppers schießt er Jones aus der Umlaufbahn. Ein ganz fürchterliches Tackle. Wie kann man sowas eigentlich überleben?

3.40 Uhr: 49ers mit der nächsten gelungenen Aktion

San Francisco erobert den Ball, erspielen sich einen Fieldgoal-Versuch, doch David Akers schießt das Ding daneben! Gibts denn das? Aber die Schiris werfen die gelbe Flagge. Angeblich hat ein Raven-Verteidiger den Kicker behindert. Neuer Versuch - und der sitzt diesmal. Die 49ers holen auf 28:23 auf.

3.38 Uhr: Gleichberechtigung beachten!

Auf unserem Zettel steht ein Extra-Hinweis zur aktuellen Lage. Auch wir wollen Fingerspitzengefühl in Sachen Genderdiskurs wahren. Und über die Cheerleader haben wir noch gar nicht gesprochen. Was wären die harten, einem Plastikei nachjagenden Kerle mit den finsteren Gesichtern ohne die immer heiteren Hüpfdohlen am Spielfeldrand? In Sachen Cheerleader liegt San Francisco übrigens nach Punkten ganz klar vorne.

3.34 Uhr: Wichtiger Raven-Verteidiger muss raus

Ein echter Holzfäller in Baltimores Defensive, Hilato Ngata, hat sich verletzt, wird von den Teamärzten vom Feld geführt. Sieht übel aus, der kommt nicht mehr zurück. Schwerer Rückschlag für John Harbaughs Mannschaft.

3.32 Uhr: Ist das denn möglich!?!

Touchdown 49ers. Keine fünf Minuten vorher hätte niemand einen Pfifferling auf die Mannen von der Westküste gegeben, jetzt verkürzt Runnningback Frank Gore auf 28:20.

3.30 Uhr: Ravens plötzlich in der Defensive

Erst dunkel, dann hellwach. Die 49ers sind am Drücker, Brooks tackelt Flacco, der Punt der Ravens wird sofort returniert. Vernon Davis geht in Richtung Endzone, macht Yards, San Francisco riecht wieder Lunte.

3.25 Uhr: Krabbenbaum bleibt standhaft! Touchdown 49ers!!

Endlich. San Francisco verkürzt durch eine herrliche Aktion von Michael Crabtree, der sich von den Attacken der Raven-Defense nicht beeindrucken lässt, einem harten Tackle von Pollard (!) widersteht und unnachahmlich zum Touchdown durchzieht. Das kam überraschend, kann dem Spiel aber nur guttun. 28:13.

3.24 Uhr: Vernon Davis kann sich in Szene setzen

Guter Pass von Kaepernick, Vernon Davis fängt sicher.

3.20 Uhr: Lebenszeichen Kaepernick

Der 49ers-Quarterback wirft einen bärenstarken Pass in Richtung Endzone, doch sein Receiver lässt den Ball fallen. Schade, wieder eine sehr gute Chance vertan.

3.15 Uhr: Spiel plätschert nach dem Break dahin

San Francisco müht sich um jeden Yard Raumgewinn, doch der erhoffte Befreiungsschlag gelingt ihnen bislang nicht. In dem Tempo wird es nichts mehr mit der Aufholjagd. Zu clever unterbinden die Ravens das doch sehr eindimensionale Laufspiel des Gegners.

3.10 Uhr: Wiederbeginn ist angekündigt

Gleich gehts weiter, aber vorher schieben wir noch einen dazwischen.

So ratlos wie das Spiel der 49ers heute, lässt einen auch der Sony-Spot für das Spiel "God of War" zurück. In bester Gladiator-Ästhetik, mit aufwendigen Effekten ausgestattet erzählt er von ... ja, was eigentlich? Ein grimmiger Sandalen-Krieger und eine blendend aussehende Mutter mit Kind werden da zusammengewürfelt, doch eine Handlung oder irgendein greifbares Motiv hat der Clip nicht. Das ist schönste L' art pour l'art. Wenn das damit beworbene Spiel aber genauso fluffig ist, lassen wir lieber die Finger davon. http://youtu.be/1aDhfTGkLTg

3.02 Uhr: Die Teams stehen wieder auf dem Feld

Da tut sich was. Inzwischen sind die Lichter wieder angeknipst im Stadion. Ein Generator-Problem, wie es heißt. Der Ersatz-Generator hat wohl auch gestreikt. Dabei ist so ein Notstromaggregat doch für den Notfall da, oder?

2.59 Uhr: Skandale, ganz schön nahrhaft

Weil es eben mit Chris Culliver so schön war, legen wir noch einen nach: Was Jungspund Culliver kann, kann Altstar Dan Marino schon lange. Der Vorzeige-Athlet und ehemalige Quarterback der Miami Dolphins, musste nämlich kurz vor dem Super Bowl einräumen, ein außereheliches Kind gezeugt zu haben. und zwar nicht erst vor Kurzem, sondern schon vor sieben Jahren.

Seine Ehefrau war die ganze Zeit eingeweiht, der Geliebten zahlte er brav Schweigegeld. Selbst die Bosse bei CBS, dem Sender, für den Marino die NFL kommentiert, wussten von nichts. Bis die Bombe diese Woche platzte. Damit ist das einstige Saubermann-Image des Hall-of-Famers nun auch futsch.

2.55 Uhr: Zeit für einen Snack

Nein, keine Sorge, kein Spot dieses Mal, sondern ein paar Tipps in Sachen Kulinarik.

Für viele ist die Wahl der Sauce während der Super-Bowl-Übertragung nämlich eine echte Glaubensfrage. Und die lautet: Guacamole oder Salsa? Das heißt: auf dem US-Wohnzimmertisch wird ein heißes Food-Duell zwischen Avocados und Tomaten ausgetragen.

Die Tomaten könnten dabei bald zum klaren Außenseiter werden, denn die USA plagen sich nicht nur mit dem fiscal cliff, sondern auch mit dem tomatoe cliff herum. Weil billige mexikanische Tomaten den US-Farmern angeblich die Preise verderben, denkt man über eine Handelsschranke nach. Das würde die Preise enorm in die Höhe treiben.

Wer mal eine richtig leckere Guacamole probieren will, sollte sich an dieses Rezept halten. http://www.huffingtonpost.com/caroline-phelps/the-best-guacamole-recipe_b_1837032.html Noch einfacher, aber genauso lecker: die klassische Tomaten-Salsa. http://www.marthastewart.com/339894/fresh-tomato-salsa. Guten Appetit!

2.50 Uhr: Finsternis über dem Superdome

Da scheint nicht nur irgendein Kabel gekappt, sondern gleich der ganze Verteilerkasten explodiert zu sein. An Katrina kann das jedenfalls nicht merh liegen. Die Arena wurde 2011 umgebaut und modernisiert.

2.42 Uhr: Und ewig lockt der Grimme-Preis

Statt Werbung für die Werbung zu machen, können wir ihnen auch eine interessante Geschichte erzählen. Zum Beispiel die von Chris Culliver. Der hat kurz vor dem Finale ordentlich ins Fettnäpfchen getreten und leistete sich einen peinlichen Homophobie-Skandal. Passenderweise ist Culliver ein 49er.

Culliver hatte in einem Interview in Sachen Schwule in der NFL aus dem Nähkästchen geplaudert. In seinem Team gäbe es das nicht, und wenn, würde ein Schwuler bei den 49ers auch nicht viel zu lachen haben. Auf die Nachfrage des Reporters Artie Lange, ob homosexuelle Spieler denn nicht genauso gut seien wie andere, antwortete Culliver mit festgefrorener Miene: "Nein, nein".

Der Aufschrei der Empörung bei den Offiziellen der NFL und Menschenrechtsverbänden ließ nicht lange auf sich warten. Culliver musste eine 45-minütige Pressekonferenz geben, bei der er in Sack und Asche ging. Es tue ihm aufrichtig leid, er wolle aus seinem Fehler lernen usw, sagte er sichtlich zerknirscht und überfordert vor einer Meute Hunderter Reporter. Es blieb ihm auch nichts anderes übriges, denn viele forderten bereits seine Entlassung bei den 49ers.

2.38 Uhr: Die Elektrik ist ein 49er

Im Stadion ist das Licht ausgefallen. Offenbar mögen die Elektriker im Superdome das 49er-Desaster nicht mehr mit ansehen. Hoffentlich ist das nicht das berühmte Tor, das irgendwann fallen musste. Wir müssen überbrücken. Und was ist da am besten geeignet? Ein guter Werbespot. Wir empfehlen folgenden Clip, den jetzt auch halb Amerika sieht.

Der Spot zur Sexismus-Debatte: Für das neue Motorola–Handy setzt sich Hollywood-Vamp Megan Fox in ein Schaumbad, fotografiert ihre nackte Pracht und fragt dann kokett: "Was würde passieren, wenn ich dieses Bild jetzt posten würde?" Die Antwort liefert der Clip. Plump, aber witzig. http://youtu.be/tpSZLlXrK4I

2.35 Uhr: San Francisco im falschen Film

Während Baltimore selbst Unmögliches gelingt, wirken die 49er wie paralysiert. Nun liegen sie schon 28:6 zurück. Jetzt, wir müssen den Fünfer ins Schweinderl tun, braucht es schon ein Wunder, wenn das noch was geben soll.

2.30 Uhr: UNGLAUBLICH!!! Coast-to-Coast-Touchdown

Schlimmer gehts immer. Raven Jacoby Jones gelingt ein seltener Kick-Off-Return-Touchdown. Die 49ers treten den Ball in die gegnerische Hälfte und bekommen postwendend einen eingeschenkt. Niemand hält Jones auf, der geht wie das Messer durch die Butter und läuft mit 109 Yards einen Super Bowl-Rekord.

2.25 Uhr: Ist ja schnell geschaut. Gleich noch einer hinterher

Bei uns geht es zackzack, wir werfen einen Spot nach dem anderen in Ihre Endzone: Budweiser kommt mit einer echten Schmonzette um die Ecke. Einem Clydesdale-Fohlen, jener besonders robusten Rasse, die in den USA früher als Zugpferde für Bierkutschen eingesetzt wurde, gedeiht darin so viel Liebe an, dass es jedem Pferdeflüsterer die Tränen in die Augen treibt. Der treue Gaul gibt eine Art Lassie mit Hufen, inklusive herzzerreißendem Rendezvous mit dem Braumeister. Dieser Spot ist ein einminütiger Kitsch-Bilderbogen für die Wendy-Zielgruppe. Vermutlich eine besonders perfide Masche, junge Mädchen an die Flasche zu bringen. http://youtu.be/o2prAccclXs

2.23 Uhr: "Anything but funny"

Wer weiß, ob das noch spannend wird. Aber wir haben vorgebaut. In lockerer Folge streuen wir mal einen Werbespot ein, acuh wenn die Kritiker behaupten, selten seien die Werbespots so schlecht gewesen, wie dieses Jahr. Es geht los: Kurz, Knackig und funny. Der T-Shirt-Hersteller Gildan zeigt in seinem Super Bowl-Spot, was passiert, wenn Mann für eine wilde Nacht sein letztes Hemd hergibt. http://youtu.be/32HiJHMRdqg

So stellt man sich die Arbeit von Werbefachleuten vor: Zunächst brainstormt man ein paar knackige Adjektive, dann geht es ans Visualisieren. Im Fall des Godaddy.com-Spots funktioniert dieses ultrabanale Konzept so: Das unfassbar blonde Supermodel Bar Refaeli ist sexy, der dicke, bebrillte Computer-Nerd Walter ist smart und zusammen sind sie: smart&sexy, wie Godaddy.com eben. Und weil man das auch sehen soll, tun die beiden was? Sie küssen sich leidenschaftlich. Subtext: das kann doch jeder haben. - Her damit! http://youtu.be/o-3j4-4N3Ng

Schnörkellos und bissig ist auch der zweite Spot, mit dem das Portal Godaddy.com beim Superbowl aufläuft. http://youtu.be/aE6ugHoIB_Q

2.22 Uhr: Vorbei. Vorbei. Vorbei. Jetzt fliegt wieder der Ball

Beyoncé hat schon 60 Millionen Platten verkauft. Wir geben zu, wir waren nicht unter den Käufern.

2.12 Uhr: Wir brauchen dringend einen Song-Separator

Wie viele Lieder hat Beyoncé jetzt eigentlich schon zum Besten gegeben. Wir können es beim besten Willen nicht auseinanderhalten. Vor lauter Shades-of-Grey-mäßig gewandeten Sirenen, die da halbnackt auf der Bühne rumhüpfen, kommt man kaum zum Zuhören. Alles klingt gleich, alle sehen gleich aus. Ist das noch postmodern oder schon wieder total von gestern?

2.10 Uhr: Was wäre ein Super Bowl ohne Snacks?

Was hierzulande das Grillwürstchen mit Kartoffelsalat, ist dem gemeinen Football-Fan die Guacamole mit Nachos. Der mexikanische Dip aus Avocados hat eine steile Karriere in den USA hingelegt. Aßen die Amerikaner um die Jahrtausendwende noch 8 Millionen Pfund Avocados rund um die Superbowl-Tage, sind es vergangenes Jahr bereits knapp 80 Millionen Pfund gewesen.

Das Potential der Frucht erkannte die Industrie schnell und gründete 2002 das US Hass Avocado Board, einen Verband zur Verbreitung der berühmtesten Sorte "Hass". Findige Journalisten rechneten aus, dass die 158 Millionen Avocados , die als Guacamole auf dem Tisch der NFL-Fans landen, gestapelt einen Berg ergeben würden, der den Superdome in New Orleans bis knapp unter das Ende der Torstangen füllen würde (was einer Höhe von zehn bis zwölf Metern entspricht). Gut, dass wir das jetzt auch wissen.

2.05 Uhr: Jetzt kommt dann auch Beyoncé

Die Frau wird von manchem ja verehrt wie einst Cleopatra. Sängerin Beyoncé Knowles. Viele Superbowl-Zuschauer schauen sich das Ereignis angeblich ja nur wegen der Halftime-Show an. Hochkarätige Acts geben dabei ein exklusives 15-Minuten-Konzert. Da spielten schon Popgrößen wie Madonna, Bruce Springsteen oder Prince. Aber auch recht unselige Acts wie die Black Eyed Peas. Unvergessen auch Janet Jackson Nipplegate-Auftritt im Jahr 2004 an der Seite Justin Timberlakes.

Dieses Jahr darf sich Beyonce Knowles versuchen. Die RnB-Sängerin plauderte kurz vor dem Finale über ihre vor zwei Jahren erlittene Fehlgeburt. Inzwischen sind sie und ihr Mann Jay-Z stolze Eltern einer Tochter. Für dieses Jahr hat sie ihr fünftes Soloalbum angekündigt. Da kommt der Superbowl-Auftritt gerade recht.

1.58 Uhr: Die teuersten Werbespots aller Zeiten

Ein Kapitel für sich sind ja jedes jahr die Werbespots, die während der Spielpausen über den Bildschirm flimmern. Unternehmen, die es sich leisten können, überbieten sich Jahr für Jahr mit ausgefallenen Spots. Superbowl-Ads sind fast schon eine eigene Kunstform geworden. Dieses Jahr kostet ein 30-Sekunden-Trailer schlappe 4 Millionen US-Dollar - so viel wie nie zuvor. Allerdings lässt sich bei keiner anderen Gelegenheit ein so großes Publikum bewerben wie beim NFL-Finale. Da buttern Anheuser-Busch, Coca-Cola oder Volkswagen gerne mal rein.

1.57 Uhr: Ein Hoffnungsschimmer für San Francisco

Obwohl das Laufspiel wieder nicht funktioniert, gelingt den 49ers zumindest ein Fieldgoal. Stand: 21:6. Nicht aussichtslos, aber schwer, das Ding hier noch zu drehen.

1.55 Uhr: Es wird lebensgefährlich - Bernard Pollard greift ein

Bis dato hat sich Baltimore-Bulldozer Pollard für seine Verhältnisse richtig zurückgehalten. Jetzt setzt er eine erste Duftmarke und kracht ungebremst in die 49er-Offensive. Es scheppert wie bei einer Massenkarambolage.

1.53 Uhr: Ngata fällt über Kaepernick her

Was macht man, wenn ein 350-Pfund-Mann mit ganz schlechten Absichten auf einen zuläuft? Man macht sich besser ganz klein, so wie Colin Kaepernick, der von Haloti Ngata wie ein Strohhalm geknickt wird, obwohl der Ball schon weg war. Die Strafe für die Ravens folgt sogleich.

1.49 Uhr: Touchdown aus dem Nichts! Neuer Spielstand: 21:3

Flacco hat den Ball fast schon verloren, wirft dennoch im Fallen auf Jacoby Jones - und der ist mal wieder ungedeckt, weil die 49er-Defense sich total verschätzt. jones mit zwei, drei Körpertäuschungen, Haken, und ab geht es in die Endzone und ins Touchdown-Glück.

1.45 Uhr: Werbepausen übernehmen die Kontrolle

Es geht auf die Halbzeitpause zu. Und Halbzeitpause heißt im Super Bowl: Showtime. Viel Zuschauer schalten erst jetzt ein, weil sie den Auftritt von Beyoncé nicht verpassen wollen. Der Sender CBS erhöht deshalb die Frequenz der Werbeunterbrechungen.

1.40 Uhr: San Francisco braucht einen Geistesblitz

Noch zwei Minuten auf der Uhr in der ersten Hälfte, die Ravens sind im Vorwärtsgang. Sie wollen noch vor dem Pausentee die Führung ausbauen. Die Stärken der 49ers, die kreativen Spielzüge und das furiose Laufspiel, davon ist weit und breit nichts zu sehen.

1.38 Uhr: First Down für die 49ers weit, weit hinten

Ganz weit in der eigenen Hälfte bekommt San Francisco ein neues First Down. Im zweiten Versuch für 10 wirft Kaepernick fast schon wieder eine Interception. Kaepernick scheint konsterniert, ihm fällt nichts Überraschendes ein. Die Ravens strotzen hingegen vor Selbstbewusstsein.

1.29 Uhr: Oohhhh - Interception und Rudelbildung

Jetzt kommt es knüppeldick für die 49ers. Gleich im ersten Drive nach dem Touchdown müssen sie schon wieder eine Interception hinnehmen. Kaepernick scheint völlig von der Rolle. Auch bei seinem Team liegen die Nerven blank, Williams zettelt eine saftige Keilerei an. Die Ravens-Schränke nehmen dankend an und prügeln mit.

1.24 Uhr: San Francisco braucht jetzt einen Push

Gegen die Atlanta Falcons lagen die 49ers auch schon scheinbar aussichtslos mit 0:17 zurück und gewannen dann doch noch 28:24. Aber jetzt müssen die Jungs von der Westküste langsam mal aus ihrem Nickerchen aufwachen und dringend punkten.

1.22 Uhr: Touchdown!! Baltimore setzt noch einen drauf.

Neuer Spielstand 14:3. Dennis Pitta machts für die 49ers richtig bitter. Der Tught End muss nicht mal richtig hüpfen, um in der Endzone der Roten in Seelenruhe den Ball zu fangen. Den Extrapunkt holen sich die Ravens auch noch ab. Das nennt man wohl eine komfortable Führung.

1.20 Uhr: In die Maske greifen gehört sich nicht

San Franciscos Whitner lässt sich nicht nur tölpelhaft überlaufen, sondern greift dann auch noch in die Maske des Gegners. 15 Yards Strafe sind die Folge.

1.17 Uhr: Tight End Dennis Pitta darf marschieren

Bei ihrem Bemühen in die gegnerische Endzone zu kommen, findet Flacco zuerst seinen Tight End Pitta, dann im zweiten Versuch Ed Dickson. Baltimore treibt das Laufspiel konsequent voran. Aber: Gelbe Flaggen fliegen aufs Feld.

1.13 Uhr: Böser Patzer der 49ers

Erstes Fumble dieses Finals. San Franciscos James wird von der Ravens-Defense getackelt und lässt den Ball fallen. Das wars dann mal wieder für die Touchdown-Ambitionen der 49ers. Ganz schlecht für die Psyche.

1.10 Uhr: Ein Wurf wie ein Fangschuss von Kaepernick

San Francisco in Ballbesitz, Kaepernick wirft jetzt zwei messerscharfe Pässe hintereinander und bringt sein Team an die 30-Yard-Linie der Ravens. Frank Gore erzielt in der Folge ein neues First Down, die 49ers sind nun knapp an der Endzone.

1.05 Uhr: Ende des ersten Viertels

Spielstand: 7:3. Beide Verteidigungsreihen stehen unter Dauerdruck. Baltimore sieht dabei immer einen Tick besser aus. AUch bei den Quarterbacks überzeugt Flacco bisher, während Kaepernick mit seinem Laufspiel noch keinen Erfolg hatte.

1.00 Uhr: Wahnsinns-Pass über das halbe Spielfeld

Joe Flacco im Rausch. In höchster Bedrängnis wirft der Quarterback einen langen Verzweiflungspass - den Wide Receiver Anquan Bolden tatsächlich fangen darf, weil er total ungedeckt ist. Unfassbarer Zug. Einige 49ers scheinen im Tiefschlaf zu sein. Kurz darauf wird Flacco allerdings gesackt. Ballbesitz jetzt bei den Jungs aus San Francisco. Das Pendel schwingt hin und her.

0.55 Uhr: Kaepernick wird einstampft

Der Baltimore-Defensive gelingt es, den Königsspieler der 49ers zu tackeln. Wie ein Büffel stößt Kruger durch die Offensive-Line der Kalifornier und reißt Kaepernick zu Boden. Jim Harbaughs Gesicht verliert die Spannung. Der Trainer ist bedient. San Francisco muss sich nach diesem desaströsen Spielzug mit einem Fieldgoal begnügen, hat aber nun immerhin auch drei Punkte auf dem Scoreboard.

0.53 Uhr: Die Roten machen Dampf

San Francisco steht kurz vor der Endzone. Kaepernick läuft erneut selbst, sieht gleich zwei Receiver in der Endzone, doch sein Pass ist nicht exakt genug. Schade. Gute Möglichkeit für den Quarterback, leichtfertig verschenkt.

0.52 Uhr: Zwei völlig unterschiedliche Spielmacher

Wie immer beim Football hängt viel von der Form der Quarterbacks ab. Quarterback Colin Laepernick repräsentiert einen variablen Passgeber, der sich bei Bedarf selbst in die Offensive einschaltet, einen Run wagt und damit Yards gut macht. Der extrovertierte, stark tätowierte Kaepernick verkörpert einen sogenannten Running Quarterback, während sein gegenüber Joe Flacco zur Kategorie der Pocket-Quarterbacks gezählt werden kann. Ähnlich wie Tom Brady ist das Laufspiel seine Disziplin nicht.

Flacco hat dafür die Geduld bis zur letzten Zehntelsekunde zu warten, um dann einen präzisen Wurf Richtung Passempfänger abzufeuern. Damit brachte er es in den letzten Spielen auf 162 Pässe ohne eine einzige Interception. Flaccos Spielanlage ist quasi sicherer als ein Bundeschatzbrief.

Kaepernick hat solche Traumwerte nicht, allerdings ist der 25-Jährige auch erst während der Saison in die Startformation der 49ers gerutscht, als Stamm-Quarterback Alex Smith sich verletzte. Den Mangel an Erfahrung macht Kaepernick mit Selbstbewusstsein wett. Nach einem Touchdown-Wurf küsst er demonstrativ seinen Bizeps. Die Geste wurde schon zum geflügelten Wort, ähnlich dem Tebowing: "Kaepernicking".

0.50 Uhr: San Francisco kontert umgehend

Jetzt gibt Colin Kaepernick die Visitenkarte ab. Der 49er-Quarterback erzielt mit einem guten Wurf das erste First Down für sein Team. Dann zwei Versuche, bei denen der 25-Jährige selber läuft und Yards macht.

0.45 Uhr: Flacco zeigt seine Klasse

Der Ravens-Quarterback demonstriert, was ihn schon die ganze Saison über auszeichnete: Hervorragende, chirurgisch präzise Pässe, genau in die Schnittstelle der Verteidigung. Aber die 49er-Defensive sah auch schon mal besser aus.

0.40 Uhr: Jim gegen John -John in Führung!

Sensationell!! Flacco auf Anquan Bolden. Der Wide Receiver stiehlt sich davon, entwischt der 49ers-Defense und zieht den Ball in der Endzone runter. Touchdown und Extrapunkt. Nach zehn Minuten liegt Baltimore bereits in Führung. Das geht gleich gut los. Kein Abwarten, kein Taktieren, sondern direkt Vollgas.

0.37 Uhr: Den Ravens gelingt nicht das erste First Down

Joe Flacco wirft einen langen Pass auf Torrey Smith, der Wide Receiver hat keinen Probleme, den Ball zu fangen. Raumgewinn für Baltimore. Danach gerät Flacco allerdings in Bedrängnis und wirft den Ball weg, bevor die 49ers ihn tackeln können. Im dritten Versuch wirft Flacco erneut in die Endzone des Gegners, aber der Pass ist zu ungenau.

0.33 Uhr: Gleich die erste Strafe

San Francisco bekommt eine 5-Yard-Strafe aufgebrummt, damit wird der erste gute Pass der 49ers zunichte gemacht.

0.30 Uhr: Ravens vertrauen der Defensive

Baltimore hat den Münzwurf gewonnen und lässt Kicker JustinTucker den Ball in die 49er-Hälfte treten. Sollen die Jungs aus der Bay Area doch erstmal zeigen, was sie draufhaben, denkt sich John Harbaugh und vertraut damit voll auf seine Defensive.

0.28 Uhr: Nur noch ein Werbespot bis zum Anpfiff

Die Spannung steigt, kurz vor dem Kick-Off. Trotzdem bleibt noch Zeit für Werbung, schließlich muss der übertragende Sender CBS Geld verdeinen. Vor den Bildschirmen werden zirka 173 Millionen Amerikaner sitzen. Im Stadion werden 70.000 das Spektakel hautnah erleben. Und die Karten sind alles andere als Schnäppchen. Das billigste Billet kostet – bitte festhalten! -satte 1800 Dollar. Ganz oben unterm Dach sozusagen.

Auf den mittelteuren Plätzen wird noch mehr hingelangt: 4000 Dollar mindestens. Und wer kurz vorher noch rein will: auf dem Schwarzmarkt gibt's noch Tickets. Klar. Man muss nur um die 10.000 Dollar klein haben. Das ist aber alles nichts gegen die Kleinigkeit von 400.000 Dollar, die für eine der Luxus-Logen direkt oberhalb der 50-Yard-Linie zahlt.

0.25 Uhr: Wer hat die Nase vorn?

Die 49ers sind bei den Buchmachern der Favorit. Aber die Ravens haben einen Lauf. Das Momentum, wie der Amerikaner gerne sagt, ist auf ihrer Seite. Verkürzt gesprochen wird es um zwei gegensätzliche Spielphilosophien gehen. Die 49ers haben ihre Stärke in einer agilen, für überraschende Laufwege immer gute Offensive. Vor allem Tight End Vernon Davis und Receiver Michael Crabtree sind immer für einen Lauf in die Endzone gut.

Baltimore kann sich dagegen auf eine enorm kompakte, kompromisslose Verteidigung verlassen, aus der natürlich Linebacker Ray Lewis herausragt. Sowohl in der Offensive als auch im Defensive Backfield ist Baltimore herausragend besetzt. Safety Ed Reed gehört auf seiner Position zu den besten in der NFL und Hitter Bernard Pollard zählt zu den kompromisslosesten Hittern der Liga. Auf sein Konto gehen schwere Verletzungen prominenter Gegenspieler. Besonders auf die Patriot-Spieler scheint es Pollard abgesehen zu haben. Tight End Rob Gronkowski, Star-Quarterback Tom Brady oder Wes Welker fügte er bereits Knochenbrüche und schwere Gehirnerschütterungen zu.

0.20 Uhr: Nächstes Show-Highlight durch Alicia Keys

Die Soulsängerin stimmt die Nationalhymne an. Jetzt sitzt halb Amerika gebannt und gerührt im Sessel - oder steht vielmehr stramm. Ravens-Coach John Harbaugh hat trotz der Anspannung ein Lächeln auf dem Gesicht. Das Star-Spangled-Banner erfüllt ihn mit Stolz. Ravens-Verteidiger Ray Lewis schaut dagegen jetzt schon so grimmig, als würde gerne einen 49er fressen.

0.15 Uhr: Erster Gänsehaut-Moment

Jennifer Hudson singt im Stadion die Hymne "America, the beautiful" für die Opfer des Amoklaufs an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown.

0.05 Uhr: Jim gegen John, das Bruder-Duell

Das Endspiel 2013 ist das Spiel der Harbough-Familie. Schon Vater Jack, der übrigens irisch-deutscher Abstammung ist, war Trainer eines Footballteams. Jim, der jüngere, auf Seiten der 49ers, und John mit den Ravens, gaben am Freitag vor dem großen Duell sogar eine gemeinsame Pressekonferenz und bekannt dabei freimütig, dass sie sich nicht immer grün waren.

Jim bekam vieles in die Wiege gelegt, schnappte John im letzten Schuljahr die Quarterback-Position weg und wurde schnell NFL-Profi. Er ist der emotionalere der beiden. Zu sehen war das im Halbfinale, als er nach einer fragwürdigen Entscheidung der Schiedsrichter an der Seitenlinie zum Rumpelstilzchen wurde, laut fluchte, seine Kappe wegwarf und man Angst haben musste, der Trainer gehe gleich jemanden an die Gurgel.

Johns Weg hingegen war steiniger. Er spielte bei einem Collegeteam und dümpelte auch als Trainer anfangs durch die zweite Klasse des Footballs, bis Patriots-Trainerlegende Bill Belichick den älteren Harbough Ravens-Eigentümer Steve Bisciotti empfahl. Das war 2008. Seitdem geht es mit dem Team aus Baltimore nach oben. Er gilt als besonnener, hart arbeitender Analytiker. Beide sind sich allerdings in einem völlig einig: "Die Ehrgeizigste in der ganzen Familie, ist unsere Mutter."

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