03.02.13

Perfektes Debüt

Frankfurts Matchwinner Lakic dankt seiner Frau

Zwei Tore des neuen Stürmers lassen Eintracht Frankfurt träumen. Nach dem Sieg beim Hamburger SV ist der Aufsteiger mit 36 Punkten nun sogar ein Kandidat für die Champions League.

Foto: REUTERS
Hamburger SV - Eintracht Frankfurt
Srdjan Lakic beendete beim HSV seine Serie von 25 Spielen ohne Tor eindrucksvoll

Drei Trainingseinheiten hatte Srdjan Lakic bei Eintracht Frankfurt absolviert. Das Risiko, den neuen Stürmer einzusetzen, war groß. Doch Armin Veh ging es ein, und siehe da, der Mut des Trainers zahlte sich aus, denn Matchwinner Lakic erzielte gleich bei seinem Debüt beide Tore zum 2:0 (2:0) auswärts über den Hamburger SV.

Für seinen Trainer war es einfach nur "eine geile Geschichte". Und für Lakic selbst? Der zeigte nach beiden Toren demonstrativ auf seinen angespannten Bizeps am rechten Oberarm. Frei nach dem Motto: Schaut her, ich bin wieder da! "Das ist meine Art des Torjubels", sagte Lakic, "nur kannte den kaum noch einer." Stimmt, seit 25 Partien hatte er nicht mehr das Tor getroffen, zuletzt am 14. Mai 2011 für den 1. FC Kaiserslautern.

Bei den Pfälzern hatte er sich in der Hinrunde der Bundesligasaison 2010/2011 mit elf Toren einen Namen und interessant für die Konkurrenz gemacht. Der VfL Wolfsburg bekam in der Winterpause den Zuschlag für einen Wechsel zum 1. Juli 2011. Doch diesbezüglich zeigte sich Lakic äußerst unsensibel. Er ließ sich im Trikot des VfL ablichten und zog sich so den Unmut der FCK-Anhänger zu. "Das ist eine Frechheit", polterte Vorstandschef Stefan Kuntz damals.

Das Ende einer langen Leidenszeit

Für Lakic war es der Anfang einer langen Leidenszeit. Nach seinem Wechsel zum VfL, wo er einen Vertrag bis Ende 2105 erhalten hatte, schoss er in zehn Spielen kein einziges Tor, weshalb er sich im Januar 2012 nach Hoffenheim ausleihen ließ. Dort blieb er in sieben Partien erneut ohne Treffer und ging zu Beginn der laufenden Saison zurück nach Wolfsburg. Aber auch beim zweiten Anlauf wurde Lakic nicht glücklich. Er kam auf sieben Einsätze, blieb wieder ohne Torerfolg und suchte sein Heil in der vergangenen Woche wieder in einem Wechsel.

"Die Tore widme ich den Menschen, die immer an mich geglaubt haben, natürlich vor allem meiner Frau, aber auch vielen Leuten im Fußball, auch den Menschen bei der Eintracht, die mich unbedingt haben wollten", sagte Lakic, der auf Leihbasis bis Ende 2014 nach Frankfurt gekommen ist. Für den Wechsel soll er auf rund die Hälfte seines Gehalts von 2,4 Millionen Euro verzichtet haben.

In Frankfurt sind sie glücklich, dass ihr neuer Angreifer derart gut eingeschlagen hat. Mit einem torgefährlichen Lakic und einer starken Mannschaftsleistung wie in Hamburg ist der Aufsteiger nun sogar ein Kandidat für die Champions League. Selbst Trainer Veh gab zu, dass es sich bei 36 Punkten und sechs Zählern Vorsprung auf Rang fünf ziemlich defensiv anhört, nur vom Nichtabstieg zu reden. "Aber wir brauchen noch vier Punkte."

Quelle: LaGa
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