24.01.2013, 15:41

Sat.1-Thriller TV-Event mit Kati Witt will kaum jemand sehen

Mit dem Stalking-Thriller „Der Feind in meinem Leben“ widmeten sich Sat.1 und Hauptdarstellerin Katarina Witt einem ernsten Thema. Die Einschaltquoten für den Fernsehfilm waren allerdings miserabel.

Mit im Schnitt 1,71 Millionen Zuschauern reichte es für den Thriller "Der Feind in meinem Leben" am Mittwochabend gerade einmal zu einem Marktanteil von 5,2 Prozent.

Auch die für den Privatsender so wichtige Zuschauergruppe zwischen 14 und 49 Jahren vertrieb sich lieber anderweitig die Zeit: Lediglich 660.000 jüngere Zuschauer wollten sehen, wie der ehemalige Eiskunstlaufstar Katarina Witt von einem besessenen Streifenpolizisten verfolgt wird. Witt spielt sich in dem Streifen selbst.

Das eigenproduzierte Format war im Vorfeld als "das große Sat.1 TV-Event" angekündigt worden. Die Handlung des Films orientiert sich teilweise am wahren Leben von Katarina Witt, die Anfang der neunziger Jahre Opfer eines Stalkers geworden war.

Harte TV-Konkurrenz

Offenbar konnte man dem Publikum die Brisanz dieser Thematik nicht nahe bringen.

Allerdings gab es auch harte Konkurrenz: Auf RTL lief zeitgleich die Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar", die mit 4,54 Millionen Zuschauern einen Marktanteil von 13,3 Prozent einheimste.

Noch besser lief es kurz zuvor für die ARD, die das Viertelfinale der Handball-WM zwischen Spanien und Deutschland zeigte. Die durchschnittlich 7 Millionen Zuschauer bedeuteten für das Erste einen Marktanteil von 22,7 Prozent.

(ire)
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