21.01.2013, 18:18

Hannover 96 Höhere Eintrittspreise wegen Bengalo-Strafe


Hannovers Fans zünden Bengalos, der Verein muss dafür Strafen zahlen

Foto: Nigel Treblin / dapd

Hannover 96 ist nicht länger bereit, für das Fehlverhalten einiger Fans zu zahlen. Der Verein will sich die ihm auferlegten Strafzahlungen über die Eintrittspreise zurückholen. Ob das gut geht?

Hannover 96 macht im Kampf gegen das Zünden von Pyrotechnik ernst. Der Klub reagiert auf das Fehlverhalten einiger Zuschauer mit erhöhten Eintrittspreisen. Der Fußball-Bundesligist hat für das Europa-League-Heimspiel gegen Anschi Machatschkala am 21. Februar die Eintrittspreise in zwei Fan-Blöcken um fünf Euro angehoben.

"Mit dieser Maßnahme wollen wir ein Zeichen setzen, dass wir die Anwendung der verbotenen Pyrotechnik nicht akzeptieren", erklärte am Montag 96-Präsident Martin Kind: "Kollektivstrafen sind manchmal nötig."

Strafen von 80.000 Euro

Der Verein musste in der vergangenen Saison wegen verbotener Aktionen seiner Anhänger Strafen von fast 80.000 Euro zahlen. Von den um fünf Euro verteuerten Tickets sind 1000 Plätze betroffen, so dass die Mehreinnahmen bei maximal 5000 Euro liegen würden.

Kind hatte schon oft angekündigt, der Vereine werde sich auferlegte Strafzahlungen für das Fehlverhalten seiner Fans von diesen zurückholen. "Wir sollen immer Strafen zahlen und das Maul halten", sagte er zuletzt. Und: "Wir können nicht länger zulassen, dass Gewalttäter Fußball-Arenen als Plattform nutzen und gegen alle Spielregeln der Vernunft verstoßen. Eltern fragen sich ja schon, ob sie noch mit ihrem Kind ins Stadion gehen können. Das kann es doch nicht sein."

(dpa)
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